(Zulässige) zeitliche Verzögerung zwischen Kauforder und wirklichen Kauf?

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5 Antworten

Die Abbuchung ist so wenig ein Thema wie alles andere.

Die Bank oder deren Mitarbeiter hat einen Fehler gemacht und wird dich auf einen Anruf hin so stellen, als ob sie keinen Fehler gemacht hätten.

Zumindest kenne ich es nicht anders. Argumente wie der Postweg dürfen dann, wenn du das Depot in der Bank eröffnet und dort den Kaufauftrag abgegeben hast, nicht gegen dich verwendet werden.

Was die Abbuchung anbelangt, geht die Deutsche Bank generell in Vorleistung.

Sonst (ich bin Vorstand eines unabhängigen Vermittlers) kam es immer mal wieder zu dem Thema, dass Depots, z. B. weil ein Brief von München nach Frankfurt drei Banktage dauerte, verspätet eröffnet wurden. Auch Rückfragen oder fehlende Unterlagen können die Eröffnung verspäten. Bei uns passiert das durch ein Vier-Augen-Prinzip in haftungsrelevanten Fragen sehr selten nur ist es auch dann nicht ausgeschlossen.

Es ist eine Mutmaßung (eine aus der Praxis) aber vermutlich wurde irgendwo deine Bankverbindung falsch eingegeben, also investiert, die Abbuchung ging ins leere, die Anteile wurden zurück gebucht. Weil alle im Homeoffice sind, ist das erst zwei Wochen später aufgefallen, dann wurde der Kaufauftrag wieder abgebucht und diesmal vom richtigen Konto abgebucht. Natürlich ist dir der Schaden nicht anzulasten, außer dein Konto war wirklich nicht gedeckt. Bei der Deutschen Bank kommt so was vor, weil vieles händisch läuft.

Was bei dir schief lief, sollen sie dir erläutern und wenn du es nicht zu verschulden hast, dich auch so stellen, wie wenn alles richtig gelaufen wäre.

Wenn es - wie in deinem Fall - fast drei Wochen dauert (das ist viel zu lange), ist die Deutsche Bank in der Regel - wie bei der Behebung aller ihrer Fehler - sehr kulant.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank !
Ich habe das ganze nicht direkt in einer Filiale eröffnet, sondern bei einem Bekannten der bei der DVAG arbeitet ...

Durch den Digitalen Vertrag hätte ich der DB den 20.03 als Bearbeitungsspielraum eingeräumt und wäre damit auch zufrieden gewesen. (Vertrag wurde am 19.03 erst gegen 17 Uhr Abgeschickt)

Also ich wurde in den 3 Wochen weder nach fehlenden Unterlagen gefragt noch ist mir Bekannt, dass da meinerseits was schief gelaufen ist.

Mein Konto war definitiv gedeckt. Es wurden die "Familiären Beglückwünschungspresente zur Ingenieursarbeit" investiert. :)

Wenn ich den Fehler nicht zu verschulden habe, was ich ausschließe. Kann ja eigentlich nur der Vermittler oder die DB einen Fehler gemacht haben ?!

Wie würde "mich richtig stellen" aussehen ?

Wird mir der verlorene Gewinn erstattet ?
Weil jetzt im Nachhinein den Fond zu einem Kurs von vor Wochen kaufen ist doch nicht möglich, oder ?
Oder müsste die DB mein Depot mit der Menge an Fondanteilen auffüllen die ich regulär aktuell hätte wenn es reibungslos geklappt hätte ?

Wie verhält sich das wenn mein Berater einen Bock geschossen haben sollte ?

Vielen Dank nochmal !

Alles Gute
Marcel

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@Marcel338

Es ist doch ganz einfach: der bekannte soll raus bekommen, wer den Fehler gemacht hat und er soll veranlassen, dass der Schaden behoben wird.

Die Alternative ist, dass eine Geschäftsbeziehnung gleich zum Anfang unter einem schlechten Vorzeichen steht.

Der Kunde wird so gestellt, als ob der Fehler nicht passiert wäre. Das geschieht in diesem Fall, indem der neue Kauf storniert und der zum 20. ausgeführt wird.

Ob es zu Lasten des Beraters geht? Sollte er den Fehler gemacht haben: willst du wirklich sein Lehrgeld zahlen???

Normalerweise ist die DVAG oder die Depotstelle schuld. Gehe mal davon aus, dass der Berater irgendwas macht, wenn du ihn darauf ansprichst. Wenn er schuld ist, müsst ihr euch halt irgendwie so arrangieren, dass es für beide passt. Also natürlich vor allem für dich.

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Nach mehreren "entschuldigungsschreiben das es noch etwas dauern würde" - jetzt die finale Antwort von der DB.

"Bei dem von Ihnen am 19.03.2020 unterschriebenen Vertrag handelte es sich um einen Neuantrag für ein db AnlageDepot mit einen Wertpapierkauf in den investmentfonds DWS .... Bitte haben Sie Verständnis, dass die Eröffnung eines Neukunden eine gewisse Zeit benötigt.

Ihr db anlagedepot wurde am 02.04.2020 eröffnet und der Kauf am 03.04.2020 erfasst. Für eine Korrektur oder eine Regulierung sehen wir keine Grundlage.

Bei weiteren Fragen... "

Also ist das jetzt final so ? Ich bin etwas Ratlos. Zumal mir von meinem Finanzberatung von anfang an versichert wurde es würde 1 Tag später also am 20.03 gekauft werden. Hätte man mir von vornherein gesagt das ein paar Wochen dauert, wäre ich wohl wo anders hin gegangen.

Richtig fände ich das Ergebnis hier jetzt nicht ehrlich gesagt.

Viele Grüße Marcel

Bei mir ist es bei der Commerzbank so, dass die Sparplaneinzahlung zum Kurs des nächsten Tages erfolgt und es erst am Tag danach im Depot erscheint. Zwei Tage sind ganz normal, aber bei Wochen verzögerung hat die Bank wahrscheinlich ein Fehler gemacht. Ich würde schauen ob ich klagen kann.

Dann ist die Sache doch ganz einfach.

Lass den Bekannten rausbringen, warum nicht wie von ihm gesagt am 20. März sondern am 8. April investiert wurde. 19. März war von Anfang an unmöglich, weil die Fonds nur einen Kurs am Tag stellen und danach nicht mehr gekauft werden können. Es gibt Fonds mit Preistagsaufschlag. Nur wenn du nur DWS-Fonds hast, wäre der 20. für alle Fonds stichtag, sonst auch der 21. und der 22. März.

Der Fehler kann beim Vermittler, bei der DVAG oder bei der DWS/DB liegen, wo vermutlich dein Depot eröffnet wurde.

Die übliche Berichtigung ist, dass der neue Kauf storniert und der Fonds zum Kurs von damals gekauft wird. Das passiert bei uns alle Jahre ein paar mal und bei der DVAG sicher auch hin und wieder. Fehler passieren noch öfter (es ist halt nicht immer zum Nachteil des Kunden).

Wenn der Berater den Bock geschossen hat, wäre die DWS außen vor. Dann müssen sich Berater und DVAG unterhalten, wer für deinen Schaden aufkommt.

Kannst ja kurz anmerken, dass man die Qualität eines Unternehmens an seinem Umgang mit Problemen erkennt.

Das bedeutet, dass der Berater einen Fehler bei der Einreichung der Unterlagen gemacht hat, nachbessern musste (vielleicht Beratungsprotokoll oder ähnliches) oder halt einfach vergessen hat das Ding weiter zu leiten.

Ich würde den Berater bzw. die Bank um genaue Untersuchung bitten und ankündigen, dass ich einen Schadensersatz erwarte.

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