zugewinngemeinschaft und erbschaft?

1 Antwort

Der Zugewinn wird gem. § 1371 BGB Pauschal mit 25 % angenommen.

BGB

§ 1371 Zugewinnausgleich im Todesfall

(1) Wird der Güterstand durch den Tod eines Ehegatten beendet, so wird der Ausgleich des Zugewinns dadurch verwirklicht, dass sich der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel der Erbschaft erhöht; hierbei ist unerheblich, ob die Ehegatten im einzelnen Falle einen Zugewinn erzielt haben.

(2) Wird der überlebende Ehegatte nicht Erbe und steht ihm auch kein Vermächtnis zu, so kann er Ausgleich des Zugewinns nach den Vorschriften der §§ 1373 bis 1383, 1390 verlangen; der Pflichtteil des überlebenden Ehegatten oder eines anderen Pflichtteilsberechtigten bestimmt sich in diesem Falle nach dem nicht erhöhten gesetzlichen Erbteil des Ehegatten.

(3) Schlägt der überlebende Ehegatte die Erbschaft aus, so kann er neben dem Ausgleich des Zugewinns den Pflichtteil auch dann verlangen, wenn dieser ihm nach den erbrechtlichen Bestimmungen nicht zustünde; dies gilt nicht, wenn er durch Vertrag mit seinem Ehegatten auf sein gesetzliches Erbrecht oder sein Pflichtteilsrecht verzichtet hat.

(4) Sind erbberechtigte Abkömmlinge des verstorbenen Ehegatten, welche nicht aus der durch den Tod dieses Ehegatten aufgelösten Ehe stammen, vorhanden, so ist der überlebende Ehegatte verpflichtet, diesen Abkömmlingen, wenn und soweit sie dessen bedürfen, die Mittel zu einer angemessenen Ausbildung aus dem nach Absatz 1 zusätzlich gewährten Viertel zu gewähren.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Wie kann ich geerbtes Geld besichert in die Zugewinngemeinschaft einbringen?

Folgende Umstände:

  • Mit Ehepartner vor einem Jahr gemeinsam eine Wohnung gekauft, Bank hat 74.000€ finanziert
  • Bank steht im Grundbuch mit diesen 74.000 €
  • Beide Eheleute stehen als Eigentümer im Grundbuch

Stand heute sind bei der Bank noch 70.000 € Kredit offen.Ich habe von meinem Vater geerbt, und könnte diesen offenen Kredit komplett tilgen.Damit wäre die Wohnung lastenfrei.

Ich möchte bei einer (immer möglichen) Scheidung vermeiden, daß ich mein eingesetztes Erbe durch Ausgleichszahlungen verliere.

Daher meine Frage: wie kann ich mich absichern, daß bei einer Scheidung der Wohnungswert um die 70.000€ gemindert wird, und nur der Rest in die Zugewinngemeinschaft gerrechnet wird.

Bsp:Scheidung steht an. Wohnungswert am Markt 100.000 €. Abzügl. 70.000 € eingesetztes Erbe = 30.000 €. Diese 30.000€ /2 = 15.000 >> ergo gehören dann meiner Frau 15.000 € und mir 85.000 € anteilig.

M.f.G.Jakob

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