Zugewinnausgleich und nachehelicher Unterhalt

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja, @EnnoBecker hat Recht, dieses Thema hatten wir in unterschiedlichen Variationen schon mehrfach in Kurzer Zeit. Mal in sachen Erbe, mal mit Scheidung.

Dröseln wir es mal auf:

  1. Das Grundstück hat er geerbt, also ist es sein Anfangsvermögen.

  2. das Haus haben die beiden gemeinsam gebaut.

  3. Alles was zwischen Tag der Eheschließung und Einreichung der Scheidung mit dem Vermögen passiert ist Zugewinn.

  4. Unsterstellen wir 500 qm Grundstück war am Tag der Eheschließung 50.000,- Wert. Beide hatten kein Weiteres Vermögen.

  5. Haus mit Grundstück ist bei Einreichung Scheidung 300.000,- Wert, Restschuld 100.000,-.

  6. Da Das Grundstück ihm gehört (einschließlich allem was damit fest verbuunden ist, also dem Haus), hat er ein Endvermögen von 300.000,- - 100.000,- = 200.000,-. Anfangsvermögen 50.000,- Zugewinn = 150.000,- = Sie bekommt die Hälfte = 75.000,-. Das muss er in Geld auszahlen.

  7. Mit der Unterhaltspflicht hat das alles nichts zu tun, dass ist eine Frage des nachehelichen Unterhalts und da geht es um Einkommen.

  8. Hausrat. den könnte man ja auch teilen und jeder ergänzt, was ihm dann fehtl, so hätte jeder 50 % alt 50 % neu.

Vorschriften §§ 1372 ff BGB,

Das gilt auch für die Haushaltsgegenstände, mit der Besonderheit § 1568b BGB, wenn es z. B. wegen Kindern besondere Interessen gibt.

Danke, für die hilfreiche Antwort und die Mühe mir das noch einmal aufzudröseln...

Eine Frage habe ich noch:

Wenn das Mietshaus auf Rentenbasis verkauft wird, zählen die monatlichen Raten da auch als Einkommen? Der Zugewinn wurde doch bereits ausgeglichen und der Wert des Mietshauses nun wird verlebt.

0
@Kreppel

Die Rente muss mit dem Ertraganteil versteuert werden.

Also nicht der "Kaufpreisanteil" sondern der "Zinsanteil" so wie es wäre, wenn man den Kaufpreis sofort bekäme, da müßte man ja auch die Zinsen versteuern.

1

Was möchtest Du wissen?