zu Unrecht bezogene Leistungen bei Hartz4

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5 Antworten

Also wenn Du alles rechtzeitig eingereicht hast und auch jedes Mal ein neuer Bescheid kam, dann sehe ich es so, das man Dir wirklich keinen Vorwurf machen kann.

Es gibt wohl auch schon Urteile, dass man sich als unbedarfter Bürger auf die Bescheide verlassen darf. Bei der Rente ist es jedenfalls so.

Die Berechnungsbögen kann man aber schon darauf prüfen, ob z. B. die Einnahmen richtig angesetzt sind, denn wenn eine falsche Miete eingesetzt wäre, würde es auch sofort gemerkt. Habe ich hier jedenfalls in vielen Posztings gemerkt, dass es sofort auffällt wenn eine Ansprchsgrundlage fehlt.

Auch ich kenne so ein änliches Problem. Mein Ex hat mich von heute auf morgen mit Kind sitzen lassen und da wir eine gemeinsame Wohnung hatten, die zwar vom Preis her nicht zu beanstanden war, aber zu große war musste ich mit meiner Tochter natürlich auch umziehen. Dies habe ich alles selbst in die Wege geleitet ohne jegliche Aufforderung von der Arge. Ich bin selbst bei der Arge gewesen, habe ALLE Unterlagen vorgelegt, sobald ich den neuen Mietsvertrag hatte auch diesen in Kopie. So dann wechselte plötzlich die Sachbearbeiterin, davon wird man ja auch nicht in Kenntniss gesetzt und plötzlich kam ein anruf "Hat sich ihr Vermieter bei Ihnen noch nicht beschwert?" Jetzt haben die behauptet ich hätte den Umzug nicht gemeldet. Komischerweise hab ich sämtliche Briefe der Arge an die neue Adresse bekommen und zusätzlich hätte ich zu viel Geld erhalten welches ich zurück zahlen muss. Für zwei Monate waren das ca. 400 Euro, die ich zu viel bekommen hätte. Ich habe mich darauf hin mit der Arge in verbindung gesetzt, aber kein Entgegenkommen.

Ich würde auf jeden Fall erst einmal Widerspruch einlegen.Ich würde in dem Widerspruch auch all dies zur Sprache bringen, was Deine Frage beinhaltet. Das kostet nix und verpflichtet die ARGE die Forderung noch einmal zu überprüfen. Es kann auch zu sogenannten Überzahlungen kommen, wenn sich Zahlungen und korrigierte Bescheide überschneiden. Wenn die Rückforderung berechtigt ist, wird die ARGE bei sozialen Härten auf jeden Fall in Ratenzahlungen einwilligen.

Falls Du tatsächlich zuviel Geld bezogen haben solltest, dann wirst Du das auch zurückzahlen müssen.

Wenn Du daran "unschuldig" bist, dann wird Dir natürlich niemand einen Vorwurf daraus machen und möglicherweise wirst Du das in Raten zurückzahlen können, aber weiter kann und wird Dir die Arge nicht entgegenkommen.

Hallo und guten Tag, ich würde mir auf jeden Fall eine Rechtsberatung einholen, damit überprüft werden kann, wie diese "ÜBERZAHLUNG" zustande kam, wenn diese nicht nachzurechnen ist. Viel Erfolg!

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