Zinssatz - Spread - Euribor?

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Spread ist der Unterschied zu einem Referenzkurs. Das kann der Euribor sein, eine Bundesanleihe, der Unterschied zwischen Buch- und Geldkurs etc.

Wenn du ein Darlehen aufnimmst, das sich am Euribor orientiert, dann werden Regeln aufgestellt, die sich auf diesen beziehen. Und ganz sicher wird auch der Spread zum Euribor festgelegt.

Wenn Du einen Referenzwert hast und darauf ein Aufschlag oder Abschlag genommen wird, um einen anderen Wert zu berechnen, dann ist das der Spread, denn das Wort "Spread" bedeutet im Englischen entweder die Spanne (z.B. zwischen Geld- und Briefkurs eines Wertpapiers oder An- und Verkaufskurs von Devisen oder physischen Edelmetallen) oder aber Aufschlag (z.B. auf einen Referenzzinssatz wie den Euribor oder auf einen marktüblichen Referenzzinssatz wie 10-jährige Staatsanleihen). Das ist einfach die Übersetzung.

Was Du meinst, wird gelegentlich als credit spread bezeichnet. Aber spread hat auch wesentlich mehr Bedeutungen, wie sich schon in diesem Artikel nachlesen läßt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Spread_%28Wirtschaft%29

Da jedoch ein Euribor-basiertes, also variabel verzinsliches Darlehn nach Ablauf der gewählten Zinsperiode (z. B. 6 Monate) für die nächste Zinsperiode festgelegt wird, würde man den vom Schuldner zu zahlenden Zinssatz eher definieren als Euribor plus interest margin ("Zinsmarge"). Die margin ist der bonitätsabhängige Schuldneraufschlag auf den Euribor.

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