Zinsgünstiges Arbeitgeberdarlehen für Hauskauf - muss man da steuerlich was beachten?

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1 Antwort

Erst wenn ein geldwerter Vorteil vorliegt, muss dieser als steuerpflichtiges Einkommen versteuert werden. Als Vergleichszins wird die Bundesbankstatistik für Effektivzinsen bei Wohnungsbaukrediten herangezogen, die Du hier nach vier Kreditlaufzeitkategorien findest http://kuerzer.de/AG-Darlehn. Hierbei ist immer von der anfänglichen Kreditlaufzeit des AG-Darlehns auszugehen.

Nur diie positive Differenz zwischen Vergleichszins minus AG-Darlehnszins ist steuerpflichtig. Das AG-Darlehn ist also besonders lohnenswert, wenn es nachrangig (oder gar nicht) besichert ist und/oder eine längere Kreditlaufzeit als nur 10 Jahre hat. Da die Besteuerung durch den Arbeitgeber vorgenommen wird, muss er die entsprechende Unterlage der Bundesbankstatistik zu Deinem Lohnkonto legen.

Es ist bei fortgeschrittenem Darlehnsverlauf anzumerken, dass ein geldwerter Vorteil von unter € 44,01/Monat nicht besteuert wird ("Freigrenze", kein "Freibetrag"!).

Die vorgenannte Regelung gilt nur, wenn der Arbeitgeber kein Kreditinstitut ist, das ähnliche Darlehn als Kundendarlehn vergibt.

Der Suchhamster verweist in diesem Zusammenhang auf das BMF-Schreiben vom 1.10.2008, BStBl. 2008 I S. 892.

EnnoBecker 02.11.2012, 19:45

Ich bin beeindruckt.

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LittleArrow 02.11.2012, 20:17
@EnnoBecker

Danke. Das so ein Lob noch erleben darf!

Ich habe bislang vergeblich nach dem Schreiben gesucht; das habe ich auf der BMF-Seite nicht gefunden.

Der Link auf dieser Seite funktioniert leider auch nicht mehr: http://www.ra-sawal.de/Wordpress/?p=178

Kannst Du bitte eine Quelle für alle verlinken?

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EnnoBecker 03.11.2012, 14:14
@LittleArrow

Icke?

Ich glaube, Google ist inzwischen deutschlandweit verfügbar.

Außerdem war das kein Lob, sondern ich nannte lediglich die Fakten :-)

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