Zahlt man in einem geschlossenen Tarif bei einer privaten Krankenversicherung einen höheren Beitrag?

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5 Antworten

Bei einem geschlossenen Tarif wird das Alter und die Krankheitsanfälligkeit der Tarifmitglieder immer höher, bevor die Versicherten langsam aussterben.

Die Gründung/Eröffnung neuer Tarife erfolgt gelegentlich, ohne dass die Versicherung sich freiwillig bei den alten Bestandskunden meldet, obwohl sie diese vielleicht sogar auf Nachfrage (kostenlos) "umbuchen" würde.

Ein Beispiel eines solchen Vorgehens findet sich z. B. bei dieser Versicherungsgesellschaft "a.G": http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/Barmenia-Zahnzusatzversicherung-Beitrag-fast-verdoppelt-4190832-4191372/

alfalfa 30.07.2011, 17:13

Pardon, der ZG ist ein Zusatztarif und wurde schamlos ausgenutzt. Leute die bei Vertragsabschluss kerngesund waren, haben nach acht Monaten sich einen Mittelklassewagen einbauen lassen. Das Kosten steigen ist dann kein Wunder! Ausserdem ist das ein Tarif nach Art der Schadensversicherung und nicht nach Art der Lebensversicherung kalkuliert. Pardon, das Beispiel zeigt mir auch von Seiten der ach so objektiven Testabteilung, das hier fachlich null Volt auf der Leitung ist. Aber Hauptsache Siftung Warentest...tsts

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Also, verwenden wir ersteinmal die richtigen Fachtermini. Es heisst korrekt verkaufsgeschlossene Termine. Das ist zunächst etwas positives, da keine Vertriebskosten ( ausser Bestandsprämie) die Tarife belasten, ein somit per Definition beitragsstabilisierendes Element. Nun stellt sich die Frage, wie sich das Kollektiv entwickelt. Wenn gute ( gesunde) Risiken den Tarif verlassen und schlechte, kostenproduzierende Risiken verbleiben, kommt es zu negativen Spiraleffekten. Die Kosten müssen nämlich dann von weniger Personen aufgefangen werden, es kommt zu Beitragsanpassungen. Verbleibt das Kollektiv oder kommen durch 204 VVG Wechsel gesunde Risiken hinzu, so ist der Effekt umgekehrt. Jeder Tarif wird pro Alterskohorte berchnet, d.h. Alle 40 jährigen eines Tarifes bilden eine Gruppe, alle 41 jährigen eine andere Gruppe. Und die Kosten die pro Gruppe verursacht werden werden auch auf die Alterskohorte umgelegt. Das Märchen mit der Vergreisung ist also absoluter Blödsinn. Wenn, dann kommt es zu einer Entmischung. So, wenn jetzt noch Leute das Kollektiv verlassen, so werden die Altersrückstellungen der Personen die gehen an die Verbleibenden vererbt. Und das wirkt kostenreduzierend. Im Kern schliesst ein geschlossener Tarif mittelfristig auf beitragsstabilisierung hinaus. Ob Beitragssenkunken das Ergebnis sind hängt vom Zustand des Kollektiefs, der Kalkulationstiefe des Tarifs und dem Grad der Entmischung ab. Und die Zahlen kennt nur der Versicherer (bestgehütetstes Geheimnis der PKV)

LittleArrow 31.07.2011, 00:33

@alfalfa: Irgendwie bist Du ein "Haudrauf" mit großen Sprüchen und Oberlehrerambitionen oder?

In der Frage waren Zusatztarife nicht ausgeschlossen. Auch nicht Versicherungstarife ohne Alters-/Schadensrückstellungen.

Und es ging bei meiner Antwort nicht um eine Testempfehlung/-kritik, sondern um die publizistische Referenz für das von mir Beschriebene.

Deine eigene Antwort betrifft nur eine bestimmte Teilmenge der angebotenen Krankenversicherungen und blendet den Rest der realen Welt aus. Leider enthält Deine alleinstehende Antwort auch keine weitere Substatiierung durch ein Referenzlink.

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alfalfa 01.08.2011, 01:11
@LittleArrow

@ Little Arrow, Pardon, wollte Dir nicht auf die Füße Trappen. Kurz zu Deinen fachlichen Fragen. Dazu gibt es keinen vernünftigen Fachlink. Regelungen finden sich im VVG, VAG und der KalV. Diese Links sind wenig zuspringend für das Gros der Leser. Nicht alle Zusatzversicherungen entsprechen im Aufbau einer KV Voll. Insofern sehr eingeschränkt vergleichbar, da nach z.T. Komplett anderen Regeln kalkuliert. Selbst erfahrene Vermittler tauchen nicht in die Tiefe und somit einer Aussage über Kalkulationsaifbau und Konsequenzen dieser ein, da es ein sehr spezielles Thema ist.

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Stimmt irgendwie so halb. Ein Unternehmen was einen Tarif schließt, hat seine Versicherten meist mit einem günstigen Einstiegstarif gelockt und "gute" Risiken angezogen und somit die Beiträge klein gehalten. In der Laufzeit eines Tarifs werden die guten Risiken älter und damit schlechter. Die Ausgaben steigen und damit auch die Beiträge. Für neue Kunden ist der Tarif "unattraktiv" weil teuer.

Versicherungsunternehmen schließen den Tarif und machen einen neuen Tarif auf. Spiel beginnt von vorne. Unternehmerisch verständlich, allerdings aus Sicht der Bestandskunden ganz schön "bescheiden".

Mein Tipp, es gibt Unternehmen die sich darauf spezialisiert haben, innerhalb eines Unternehmens einen Tarifwechsel zu ermöglichen. Mit diesen Kontakt aufnehmen und einen Tarifwechsel prüfen.

Dein Vermittler sollte Dir das seriös auch anbieten können.

alfalfa 30.07.2011, 17:18

Mein Tipp sich einen Makler oder Honorarberater zu suchen, der dass auch verfugen kann, denn jeder Wechsel wird mit überproportionaler BAP bestraft. Und ein geschlossener Tarif kann durchaus sich positiv nach unten entwickeln. Tja und man lerne...Geiz ist gei... geht in der PKV nach hinten los, denn ein PKV Tarif ist nur eins, zu günstig, und nur in einem Punkt variabel..bei den BAP.

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Ich bin jetzt kein Spezialist auf dem Gebiet der privaten Krankenversicherung, aber ich habe schon öfter gehört, daß den Versicherten immer neue Tarife angeboten werden und daß somit ältere oder länger Versicherte sozusagen "ohne Nachwuchs" in ihren Tarifen verbleiben. Wenn dann vorwiegend ältere Versicherte in einem Tarif sind, kann dies schon dazu führen, daß die Beiträge teurer sind. Aber unsere Versichertenexperten hier können es sicher fachmännischer ausdrücken.

alfalfa 01.08.2011, 01:16

Hier noch einmal verdeutlicht dass es einem Tarif vollkommen egal ist ob und wie viele junge Personen nachkommen. Das ist für die Kosten einer Altersgruppe absolut irrelevant. Es kommt auf den Schaden an den jede Altersgruppe innerhalb eines Tarifes verursacht, den Kostensteigerungen werden pro Altersgruppe kalkuliert. Es ist theoretisch möglich das in einem Tarif die 50 jährigem eine Anhebung von 20 Prozent bekommen und im gleichen Tarif im gleichen Jahr die 55 jährigen eine Beitragssenkung bekommen. Es kommt also drauf an welchen Schaden in dem Beispiel die 50 bzw 55 jährigen erwirtschaften. Das ist vollkommen unabhängig wieviel 32 jährige gesunde ohne Schaden dazugekommen sind. Den. Das würde nur die Altersgruppe der 32 jährigen tangieren.

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Umkehrfrage : Wer sollte so etwas anbieten und warum sollte man so etwas wählen ? Des weitern hat man ein Options bzw. Tarifwahlrecht ,das aber etwas abhängiog ist von der gewählten Konstellation der Tarife oder Strukturen ,die meist eine gestzl. Regelung unterworfen ist !

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.. z.Bsp, gibt ein bei der neu geschaffenen Basis KV kein Optionsrecht zu wechseln, sprich ein ins sich geschlossener Tarif!

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Sollte man aber z.Bsp eine sogenannten Basistarif analog der gesetzl. KV abgeschlossen haben ,kann man in solchen Tarifen zu festen Zeiten sein Options / Tarifwechselrecht ausübenm,auch wegen Beitragsanpssungen..HG DerMakler

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