Zahlt man Gebühren für eine Auskunft vom Finanzamt zu einem Steuersachverhalt?

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3 Antworten

Für verbindliche Auskünfte zahlt man Gebühren:

Steuerpflichtige haben einen gesetzlichen Anspruch auf verbindliche Auskünfte vom Fiskus über die Beurteilung von genau bestimmten Sachverhalten. Besteht im Hinblick auf die steuerlichen Auswirkungen ein besonderes Interesse seitens des Steuerbürgers, so kann er einen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft stellen (§ 89 Absatz 2 Abgabenordnung).

Finanzämter können nach dem Jahressteuergesetz 2007 für verbindliche Auskünfte an Steuerpflichtige Gebühren verlangen. Die Auskunftsgebühr ist vom Antragsteller vorab zu zahlen und richtet sich nach dem Gegenstandswert, den der Steuerpflichtige selbst zu ermitteln hat. Kann der Gegenstandswert nicht bestimmt werden, so wird eine Zeitgebühr von 50 Euro je angefangene halbe Stunde, mindestens aber 100 Euro in Rechnung gestellt.

Wird für einen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft vom Finanzamt eine Zeitgebühr erhoben, ist der zeitliche Aufwand für die Bearbeitung des Antrags auf verbindliche Auskunft zu dokumentieren. Zur Bearbeitungszeit rechnen nur die Zeiten, in denen der vorgetragene Sachverhalt ermittelt und dessen rechtliche Würdigung geprüft wurde. Waren auch vorgesetzte Finanzbehörden wegen der besonderen Bedeutung des Einzelfalls damit befasst, ist deren Bearbeitungszeit ebenfalls zu berücksichtigen, soweit sie dem konkreten Auskunftsantrag individuell zuzuordnen ist.

weiter geht es hier: http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/verbindliche-auskunft.htm

Der Fragesteller hat hier aber ganz gewiss keine Verbindliche Auskunft gemeint, sondern eine Hilfeleistung in Steuersachen ("zum Beispiel wie ich was absetzen kann").
 
Und die darf das Finanzamt überhaupt nicht geben.

Wenn die Fragen konkret gestellt werden, dürfen die jetzt eine Gebühr verlangen.

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