Zahlt ein Selbstständiger einen Blechschaden am Firmenwagen, wenn der Auftraggeber ihm das Auto leiht?

2 Antworten

Solche Aspekte werden im Überlassungsvertrag vom Betrieb mit dem jeweiligen Mitarbeiter, der einen Firmenwagen fährt, geregelt und darüberhinaus hat jeder einzelner Firmenwagen einen Schutzbrief, das ist die Versicherung des Wagens. Dieser Schutzbrief hat eine dedizierte Police (Versicherungsbedingungen).

In dem Überlassungsvertrag sind in der Regel alle Fahrten von Aussenstehenden mit dem Dienstwagen ausgeschlossen. Eingeschlossen sind in der Regel der Ehemann/die Ehefrau des Firmenwagenfahrers.

Wenn auch in diesem Überlassungsvertrag dies so geregelt ist, hättest Du nie in den Wagen als Fahrer einsteigen dürfen. Der Ball liegt dann wieder beim entsprechenden Entleiher, also beim Mitarbeiter der Firma.

Sollte der Betrieb mit einer Klage auf Dich zurollen, wende Dich an einen Anwalt. Bis dahin gilt: Füsse still halten. Den Betrieb wirst Du möglicherweise als Kunden verlieren. Sollte es sich um ein Pool-Fahrzeug handeln, könnten sich Regelungen dazu in einer Betriebsordnung wiederfinden.

Deine eigene Haftplichtversicherung scheidet per Benzinklausel ganz aus. Sie wird den Schaden nicht übernehmen. Jeder kleine Wiedergutmachungsversuch Deinerseits ist ein vollständiges Schuldeingeständnis.

Naja...es ist ein Firmenwagen/ Unternehmensfahrzeug, das ja extra angeschafft wurde für Fahrten, die im Rahmen des Unternehmens von den Mitarbeitern getätigt werden müssen. Es gibt keinen Überlassungsvertrag, weil es ja keinen Mitarbeiter explizit überlassen wurde. Die Frage ist allerdings, ob ich als Selbstständiger auch zu den Mitarbeitern gehöre. Ich bin dort nicht angestellt, aber ich habe eben einen Auftrag der Firma bekommen. Insofern habe ich in deren Auftrag gehandelt...

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@HolgerB

Die Frage ist allerdings, ob ich als Selbstständiger auch zu den Mitarbeitern gehöre.

Nein, natürlich nicht! Das ist ja deutlich aus meinem Beitrag herauszulesen. Dir selbst ist sollte das natürlich auch klar sein! Über eine Scheinselbständigkeit möchte ich mir hier nicht äussern und danach wurde nicht gefragt.

Die Konditionen (Betriebsordnung, Schutzbrief) des Pool-Fahzeuges sind entscheidend. Ich bin zu 99% sicher, dass jegliche Aussenstehende von der Benutzung ausgeschlossen sind.

Das bedeutet, dass die Firma auf dem Schaden sitzen bleibt und selbst für die Regulierung aufkommen muss.

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@Maerz2019

Du schreibst oben: Jeder Wiedergutmachungsversuch meinerseits wäre ein vollumfängliches Schuldeingeständnis. Der Punkt ist: Ich habe den Schaden verursacht. Natürlich bin ich schuld. Allerdings gehe ich davon aus, dass ein Fahrzeug, dass mir zum Fahren von einem Unternehmen angeboten wird, um einen Auftrag für eben dieses Unternehmen zu erledigen, auch vernünftig versichert ist und einen Schaden, der jedem Fahrer passieren kann auch entsprechend abfängt. Es sei denn es geht um Fahrlässigkeit. Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass ich das Fahrzeug auch fahren darf, wenn der Unternehmer mir das Fahrzeug anbietet. Deswegen frage ich mich, ob ich rein rechtlich gesehen überhaupt an den enstehenden Kosten beteiligt werden kann. Ob ich am Ende freiwillig etwas dazu zahle, weil das einfach der Anstand gebietet, steht ja auf einem ganz anderen Blatt.

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@HolgerB

Wir können hier nicht mit Dir um immer dieselbe Frage kreisen. Es sollte klar geworden sein, dass es auf die betriebsinternen Regeln zum Pool-Fahrzeug und auf die Versicherungspolice ankommt, die wir nicht kennen.

Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass ich das Fahrzeug auch fahren darf, wenn der Unternehmer mir das Fahrzeug anbietet

Sehr naiv! Natürlich wird kein Versicherer beliebige viele Ausssenstehende pauschal mitversichern, die vom Betrieb mal eben einen Wagen ausleihen.

Jeder erfahrene Verkehrsteilnehmer sollte den Versicherungsschutz checken, BEVOR er andererleuts Auto nutzt. Das machst Du auch im Privatleben nicht anders. Das Auto - des Deutschen heilige Kuh - wird stets ungerne verliehen.

Die Firma wird sich schon zeitig genug zum Thema mit Dir in Verbindung setzen. Sie wird versuchen, die ganze Regulierung auf Dich finanziell abzuwälzen oder einen Teil davon. Das kann doch hier niemand én detail beantworten.

Da keine Polizei im Spiel war, ist nicht von einem Unfallgegner auszugehen. Es wäre sehr naiv, würde Dich der Betrieb nicht in Regress nehmen. Machs gut!

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