Zahlt das Amt zu wenig Geld?

3 Antworten

Von Deinem Lohn hast Du einen Freibetrag von 100 Euro plus 20% von dem darüber (101 - 1000 Euro). Ich meine, wegen Deines Kindes solltest Du mehr behalten dürfen - ich schau mal nach und setze das hierunter in einen Kommentar.

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Ich verstehe Dich so, dass Du mit Söhnchen und dem Vater des Kindes gemeinsanm in einer Wohnung wohnst. Falls der Vater des Kindes Vermögen oder Einkommen hat, wird dies mit angerechnet, denn Ihr bildet zusammen eine

Bedarfsgemeinschaft

https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarfsgemeinschaft

Hier hast Du einen Hartz IV Rechner

http://www.geldsparen.de/content/finanzen/Soziales/ALG2rechner.php

Gib da mal Eure Daten rein.

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Was die Anrechnung des Trinkgeldes angeht, habe ich diese Infos für Dich ausgegraben:

Trinkgelder mindern Hartz IV

https://www.gegen-hartz.de/news/trinkgelder-mindern-hartz-iv

und

Zur Anrechenbarkeit von Trinkgeld auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II)

https://schupp-und-partner.de/2018/02/17/trinkgeld-und-sgb-ii/

Das erste Mal urteilte das Sozialgericht in Landshut krass und das zweite Mal das Sozialgericht Karlsruhe. - Diese ständige Erbsenzählerei bei Grundsicherungsbeziehern (dazu gehört auch Hartz IV) ist meiner Ansicht nach unanständig! Immerhin zeigten sich die Richter in Karlsruhe bei klarem Verstand. Hier das vollständie Urteil von Karlsruhe:

https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=185620

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Es ist durchaus möglich, dass Deine / Eure Bescheide falsch berechnet wurden - das ist gar nicht so selten. Hier kannst Du Deine /Eure Bescheide kostenlos überprüfen lassen:

Die Prüfung Ihres Hartz IV-Bescheides

https://www.gegen-hartz.de/bescheid-kostenlos-pruefen-form

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Empfehlenswert ist auch, dass Du Dich mit einer behördenunabhängigen Arbeitsloseninitiative in Deiner Nähe in Verbindung setzt (google mit den Begriff und Deinem Wohnort oder dem nächstgrößeren, falls er klein ist). Falls es keine solche Initiative in Deiner Nähe gibt, google mit Sozialberatung. Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, hole Dir Rat bei der sehr guten Beratungsstelle Arbeitslosen Telefonhilfe 0800 111 0 444 (Handy: 040 - 22 75 74 73). Dort ist man zu Fragen rund um das Thema Arbeitslosigkeit sehr erfahren (die dürfen nur Hamburger beraten).

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So wie ich Dich verstehe, befindest Du Dich gerade in akuter finanzieller Not, weil Du eben deshalb, weil Du nebenbei arbeitest, weniger Geld hast als vorher. Wenn Du zu einer Arbeitsloseninitiative gehst, setze Dich auch mit einer Sozialberatung in Verbindung und frage, ob man Dir irgendwie helfen kann. Schließlich geht es ja nicht um Dich allein (was ja schon schlimm genug ist), Du hast ja auch das Kind.

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Wenn es erforderlich wird, dass Du eine Erstberatung bei einem Rechtsanwalt (in diesem Falle für Sozialrecht) benötigst, hole Dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein. Hier Informationen zum

Beratungsschein:

https://www.rechtsanwaltsgebuehren.de/Infos/BerHilfe.html

und

http://www.akademie.de/wissen/beratungshilfeschein-kostenlose-rechtshilfe

Ganz wichtig - Fehler vermeiden:

Die 5 häufigsten Fehler bei der Antragsstellung zur Beratungshilfe

https://www.anwalt.de/rechtstipps/die-haeufigsten-fehler-bei-der-antragsstellung-zur-beratungshilfe_095194.html

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Ich wünsche Dir sehr, dass sich alles aufklärt und Du für Dich und Deine Familie das Geld erhältst, das Dir zusteht.

Falls Du weniger Geld bekommst, weil der Vater Deines Kindes Erwerbseinkommen und/oder Vermögen hat, wird er verpflichtet sein, für Dich und seinen Sohn entsprechend zu sorgen. Der Hartz IV-Rechner sollte Dir dies zeigen, falls das zutrifft. - Falls es in dieser Hinsicht Schwierigkeiten gibt, wende Dich auch deshalb an eine Sozialberatung.

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Wenn Du die Sache beim Amt klären willst/musst, geh auf keinen Fall allein hin, sondern lass Dich begleiten von einem erfahrenen Ämterlotsen, auch Beistand genannt (dazu gleich mehr).

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Vorsorglich meine Hinweise für Arbeitslose (ALG 1 und ALG 2 / Hartz IV) und Aufstocker sowie Grundsicherungsbezieher - Du wirst leicht erkennen, was auf Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird - sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen. (Achtung! Anlagen immer als Kopie einreichen. Falls ausnahmsweise mal ein Original verlangt wird, dann davon für die eigenen Unterlagen eine Kopie machen.) - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit

jobcenter unterlagen verloren

und lies auch dies:

Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterlagen-mit-system.php

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Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im Vertrauen landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden. - Lies auch

Wichtige Tipps für Hartz-IV-Betroffene

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/wichtige-tipps-fuer-hartz-iv-betroffene.php

und

Die häufigsten Hartz IV Fehler der Jobcenter

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-haeufigsten-hartz-iv-fehler-der-jobcenter.php

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Deinen ePersonalausweis musst Du nicht kopieren lassen, alles Wichtige kann davon abgeschrieben werden:

Wann ist das Kopieren des Personalausweises erlaubt

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/wann-ist-das-kopieren-des-personalausweises-erlaubt/

und

LDI NRW: Personalausweis kopieren oftmals nach DSGVO verboten!

https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/ldi-nrw-personalausweis-kopieren-oftmals-nach-dsgvo-verboten/

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Deine zur Bearbeitung Deiner Sache erforderlichen Bankbelege legst Du vor - sie werden eingesehen, aber NICHT fotokopiert - lies dazu dies:

Hinweise zur datenschutzgerechten Ausgestaltung der Anforderung von Kontoauszügen bei der Beantragung von Sozialleistungen

https://www.datenschutzzentrum.de/artikel/1109-Hinweise-zur-datenschutzgerechten-Ausgestaltung-der-Anforderung-von-Kontoauszuegen-bei-der-Beantragung-von-Sozialleistungen.html

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Immer wieder kommt es vor, dass Jobcenter / Sozialämter eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter verlangen, obwohl Mietvertrag und letzte Mietanpassung eingereicht sowie Bankbelege mit den Mietezahlungen vorgelegt wurden - dazu:

Jobcenter Regensburg: Vermieterbescheinigungen verstoßen gegen Datenschutz

https://kanzlei-hhs.de/jobcenter-regensburg-vermieterbescheinigungen-verstosen-gegen-datenschutz/

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Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand / Ämterlotsen als Begleitung mitzunehmen. Dieser Ämterlotse muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

  • (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

  • Ämterlotsen
  • Behördenlotsen
  • Behördenbegleiter
  • Hartz IV Mitläufer

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

In Hamburg z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

Wenn Du bei einer Sozialberatung bist, frage dort, ob dort Beistände / Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen.

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A C H T U N G ! - sehr wichtig für Hartz IV-Bezieher:

Folge den Dir aufgegebenen Mitwirkungspflichten wie Bewerbungen schreiben, an Maßnahmen / Fortbildungen teilnehmen (auch falls Dir eine der Maßnahmen blöd, unsinnig oder für Dich unangemessen erscheinen mag). In solch einem Fall wende Dich an eine Arbeitsloseninitiative / Arbeitslosenberatung / Rechtsberatung. - Bezüglich fehlender Mitwirkung wurde das Gesetz für Hartz IV-Bezieher krass verschärft, und das kann sehr schmerzhafte finanzielle Folgen für Dich haben!

Das Jobcenter kann dann ihren "Kunden" berechnen, was das Jobcenter hätte sparen können, hätte der "Kunde" die Anweisung befolgt und dadurch Arbeit gefunden - und das nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für künftige Jahre. (Das ist also ein Schauen-wir-mal-in-die-Glaskugel-Gesetz, völlig gaga, leider aber real.) Und das kann sehr, sehr, sehr teuer für den "Kunden" werden.

U n d :

Sollst Du im Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung (EGV) unterschreiben, unterschreibe sie nicht dort, nimm sie mit nach Hause!! - Geh auf YouTube und gib dort ein: Eingliederungsvereinbarung. - So bekommst Du viele wertvolle Infos zu diesem Thema.

Hatte die Antwort schon abgeschickt, dann aber noch schnell die Sache mit dem Freibetrag zugesetzt (dafür habe ich nach Absenden der Antwort wenig Zeit).

Das Mehr an Freibetrag, weil Du das Kind hast, trifft auf Dich leider nicht zu. Denn es geht nicht um eine Erhöhung bei kleineren Einkommen, sondern die 20% frei beziehen sich auf die Spanne des Zuverdienstes:

Ohne Kind = 101 - 1000 Euro
Mit Kind = 101 - 1500 Euro

Hier eine gute Seite zum Zuverdienst und Freibetrag:

Hartz-4-Zuverdienst: Wie hoch darf er sein?

https://anwaltauskunft.de/magazin/leben/soziales/hartz-iv-wie-viel-darf-man-verdienen?full=1

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Ich habe die Frage mit insgesamt drei genannten Zahlen nun auch nicht verstanden. Dafür gab es ja umso mehr Text.

Hier kann niemand wissen, warum Ihr nun 222,-€ bekommen habt. Das müsste aber im Bescheid stehen. Entweder hat das jobcenter sich wirklich grob verrechnet, oder es gab vielleicht vorher Überzahlungen o.ä..

Und natürlich müssen die ersten 100,-€ des Zuverdienstes frei gelassen werden sowie 20% des darüber hinausgehenden Lohnes.

Was das Trinkgeld angeht, ist das ein Kuddelmuddel von Gericht zu Gericht. Das eine brüstet sich als Erbsenzähler, das andere urteilt, dass zumindest ein Teilbetrag nicht angerechnet werden darf.

Ich verstehe die Fragestellerin so, dass sie seit 6 Monaten mit dem Vater des Kindes zusammenwohnt. Ich vermute, darin liegt die Krux begraben. Die drei sind ja somit eine Bedarfsgemeinschaft, in der Einkünfte und Vermögen werden zusammen berechnet.

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Wofür bedankst Du Dich.
Mit den dürftigen Zahlen kann keiner was anfangen.

vielleicht mal richtig lesen ?! Schließlich war meine Frage ob es einen Freibetrag da gibt ? So nh Antwort braucht kein Mensch

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@Lorena98

Vielleicht mal richtig wissen, was man fragt - und nicht pampig werden !!

Zahlt das Amt zu wenig Geld?

Das ist Deine Frage !!

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Ach correct, DU kannst damit nichts anfangen, Andri123 und ich dagegen schon. - Du machst Deinem Namen mal wieder alle Ehre ...

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