Zahlen Rentner ab dem 65. Geb.tag weniger Steuern auf Zinserträge?

5 Antworten

Durch den Altersfreibetrag kannst Du möglicherweise Teile der Abgeltungssteuer im Zuge der Günstigerprüfung zurückerstattet bekommen. Dies gilt aber nicht für jeden, der den Altersfreibetrag erhält. Dies liegt am Phänomen "Grenzsteuersatz" in unserem Steuersystem, das im Folgenden erklärt wird.

Die Bedeutung des Grenzsteuersatzes in unserem progressiven Steuertarifsystem sollte eigentlich jedem Steuerzahler bewusst sein. Der Grenzsteuersatz ist der Steuersatz, der auf eine – sagen wir vereinfachend – sehr kleine Änderung des zu versteuernden Einkommens entfällt. Eine solche Änderung tritt z. B. ein, wenn es um eine Gehaltserhöhung, erhöhte Werbungskosten bei unselbständiger Arbeit (sofern der Werbungskostenfreibetrag von € 920 überschritten wird) geht oder plötzlich der Altersfreibetrag wirksam wird. Dies wurde hier im übrigen auch im Zusammenhang mit der Einführung der Abgeltungssteuer und der Günstigerprüfung bei den Kapitaleinkünften mehrfach erwähnt. Weil diese Einkommensänderungen aber nicht sehr klein, sondern oft einige Hundert Euro ausmachen, müsste man eigentlich vom Differenzsteuersatz sprechen.

Häufig wird vor allem in der Presse vom „persönlichen Steuersatz“ gesprochen, was völlig unklar und diffus ist, denn es kann darunter der persönliche Grenzsteuersatz im obigen Sinne als auch der persönliche Durchschnittssteuersatz verstanden werden. Der fachlich versierte, aber sprachlich ungenaue Journalisten-/Politikerjargon meint meistens dabei den Grenzsteuersatz und der steuerzahlende, zuhörende oder lesende Verbraucher versteht darunter seinen persönlichen Durchschnittssteuersatz, den er hilfsweise aus der letzten Steuererklärung durch Division der gezahlten Einkommensteuer durch das zu versteuernde Einkommen ermittelt.

Für Entscheidungen und Bewertungen von Änderungen des zu versteuernden Einkommens ist der persönliche Grenzsteuersatz und nicht der Durchschnittssteuersatz relevant. Ich habe als Bild den Verlauf beider Steuersätze in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen beigefügt. Die Quelle hierzu ist der Abgabenrechner des BMF: https://www.abgabenrechner.de/ekst/? Im Bild (Stand des Steuertarifes: 01.01.2009) wurde das zu versteuernde persönliche Einkommen eines Ledigen mit ca. € 15.000 angenommen, woraus ein Durchschnittsteuersatz von ca. 10 % und ein Grenzsteuersatz von ca. 25 % resultiert (anzumerken: hinzu kommt noch der Soli und die KiSt).

In dem Moment, wo das bisherige zu versteuernde Einkommen z. B. durch den Altersfreibetrag unter ca. € 15.000 (bei Verheirateten unter ca. € 30.000) sinkt, kann der alleinstehende Rentner besser die Günstigerprüfung beim Finanzamt veranlassen, als die bisherigen Kapitaleinkünfte weiterhin mit der 25 %igen Abgeltungssteuer belastet zu lassen.

„Nichtstun“ kostet ihn bares Geld. Weil „Nichtwissen“ des Steuerzahlers dazu regelmäßig die Ursache ist, erhebt der Gesetzgeber – in meinen Augen eine „Dummensteuer“. Damit möchte ich beileibe keinen Rentner oder Steuerzahler beleidigen, sondern die verantwortlichen Gestalter des Steuersystems anhalten, diesem Eindruck gegenzusteuern.

Grenzsteuersatzkurve oben - (Steuern, Rentner, Abgeltungssteuer)

NBicht auf Zinsen, sondern ggf. durch den Altersentlastungsbetrag auf die Einkünfte, die nicht Renten und andere Versorgungsbezüge sind.

2009 33,6 % dieser Einkünfte, öchstens 1.596,- Euro

Wenn der persönliche Steuersatz unter dem Satz der Abgeltungssteuer liegt und der Rentner eine Steuererklärung abgibt,wird er mehr von seinen Zinserträgen haben.

Baufinanzierung: Annuitätendarlehen gegen Anuitäten inkl. endfälliges Darlehen mit Bausparen

Guten Tag,

ich habe gerade ein Problem bei dem ich Verzweifele ich habe mich schon beraten lassen und habe zwei Möglichkeiten meine Eigentumswohnung zu finanzieren. Natürlich möchte ich die für mich kostengünstigste Variante nehmen. Ich bräuchte die Entscheidungshilfe zwischen folgenden beiden Möglichkeiten:

Zu erstmal die Gegebenheiten: Eigentumswohnung kosten: 127T€ zuzüglich ca. 10,5% Gebühren abzüglich meines EK muss ich noch 118T€ Finanzieren. Ich möchte maximal Monatlich 650€ ausgeben.

  1. Angebot ist von der L-BANK ergänzungsdarlehen mit effektiv Zins von 3,47%(25Jahre fest) und einer festgeschriebenen Laufzeit von 25 jahren Tilgungsrate ist Jährlich auch festgeschrieben auf 2,70% und Sondertilgungs Möglichkeit von 4%. ( Rate müsste dann 585,47€ sein oder?) Die 65€ Monatlichen Spielraum könnte ich hier Jährlich als Sondertilgung über 1020€ einzahlen. Dies verkürzt die Laufzeit.

  2. Angebot ist von der Volksbank in Kombination mit der Schwäbisch Hall und zwar wie folgt ein Kombi Produkt:

    2.1 Ein Annuitätendarlehen über 42000€ dieses wird effektiv mit 2,89% verzinst und festgeschrieben auf 10 Jahren Monatlich mit maximal 155€ Tilgen und ich müsste die Rest schuld nach 10 Jahren umschulden auf das Risiko hin welcher Zinssatz dann aktuell ist.

    2.2 Der Restbetrag würde auf ein End fälliges Darlehen fallen, dieses beläuft sich auf 78T€ und ist mit einem effektiv Zins von 2,58% hinterlegt auf 10 jahre anschliessend wird es von einem Bausparvertrag abgelöst der auch mit 2,58% effektivZins läuft und für 9 1/2 Jahre läuft hierfür muss ich die ersten 10 Jahre an Rate damit er dann zuteilungsreif ist 495€ zahlen dies ist inklusive die Zinsen auf das Endfällige Darlehen und wird dann nach 10 Jahren natürlich weniger. Der Bausparvertrag ist leider nur mit 0,25% Verzinst und ich muss natürlich 1% Abschlussgebühr zahlen allerdings keine weiteren versteckten kosten ( Kontogebühren etc.)

Ich weis das ich beim End fälligen Darlehen für die ersten 10 Jahren fest auf die 78T€ die vollen 2,58% Zinsen zahle und die Bausparsumme auch nur mit 0,25% Zinsen verzinst ist. Allerdings habe ich einen wesentlich geringeren Zins gegenüber den 3,48%.

Kann mir jemand bei der Berechnung helfen ich komme mit Excel und Online Rechnern einfach nicht darauf was günstiger ist Momentan bin ich der Meinung die Alternative 2 ist günstiger selbst wenn ich in 10 Jahren die Rest Summe des Annuitätendarlehen bei 2.1 auf 4,5% Zinsen umschulden müsste. Kann das Stimmen? Bin wirklich über jeden Tip Dankbar. Der meiner kleinen Familie helfen könnte

...zur Frage

Baufinanzierung Vergleich zwischen 2 Angeboten Annuitätendarlehen gegen Bausparvertrag Kombination

Guten Tag,

ich habe gerade ein Problem bei dem ich Verzweifele ich habe mich schon beraten lassen und habe zwei Möglichkeiten meine Eigentumswohnung zu finanzieren. Natürlich möchte ich die für mich kostengünstigste Variante nehmen. Ich bräuchte die Entscheidungshilfe zwischen folgenden beiden Möglichkeiten:

Zu erstmal die Gegebenheiten: Eigentumswohnung kosten: 127T€ zuzüglich ca. 10,5% Gebühren abzüglich meines EK muss ich noch 118T€ Finanzieren. Ich möchte maximal Monatlich 650€ ausgeben.

  1. Angebot ist von der L-BANK ergänzungsdarlehen mit effektiv Zins von 3,47%(25Jahre fest) und einer festgeschriebenen Laufzeit von 25 Jahren Tilgungsrate ist Jährlich auch festgeschrieben auf 2,70% und Sondertilgungs Möglichkeit von 4%. ( Rate müsste dann 585,47€ sein oder?) Die 65€ Monatlichen Spielraum könnte ich hier Jährlich als Sondertilgung über 1020€ einzahlen. Dies verkürzt die Laufzeit.

  2. Angebot ist von der Volksbank in Kombination mit der Schwäbisch Hall und zwar wie folgt ein Kombi Produkt:

    2.1 Ein Annuitätendarlehen über 42000€ dieses wird effektiv mit 2,89% verzinst und festgeschrieben auf 10 Jahren Monatlich mit maximal 155€ Tilgen und ich müsste die Rest schuld nach 10 Jahren umschulden auf das Risiko hin welcher Zinssatz dann aktuell ist.

    2.2 Der Restbetrag würde auf ein End fälliges Darlehen fallen, dieses beläuft sich auf 78T€ und ist mit einem effektiv Zins von 2,58% hinterlegt auf 10 jahre anschließend wird es von einem Bausparvertrag abgelöst der auch mit 2,58% effektivZins läuft und für 9 1/2 Jahre läuft hierfür muss ich die ersten 10 Jahre an Rate damit er dann zuteilungsreif ist 495€ zahlen dies ist inklusive die Zinsen auf das Endfällige Darlehen und wird dann nach 10 Jahren natürlich weniger. Der Bausparvertrag ist leider nur mit 0,25% Verzinst und ich muss natürlich 1% Abschlussgebühr zahlen allerdings keine weiteren versteckten kosten (Kontogebühren etc.)

Ich weiß das ich beim End fälligen Darlehen für die ersten 10 Jahren fest auf die 78T€ die vollen 2,58% Zinsen zahle und die Bausparsumme auch nur mit 0,25% Zinsen verzinst ist. Allerdings habe ich einen wesentlich geringeren Zins gegenüber den 3,48%.

Kann mir jemand bei der Berechnung helfen ich komme mit Excel und Online Rechnern einfach nicht darauf was günstiger ist Momentan bin ich der Meinung die Alternative 2 ist günstiger selbst wenn ich in 10 Jahren die Rest Summe des Annuitätendarlehen bei 2.1 auf 4,5% Zinsen umschulden müsste. Kann das Stimmen? Bin wirklich über jeden Tip Dankbar. Der meiner kleinen Familie helfen könnte

Freundliche Grüße Xanth

...zur Frage

Direktversicherung und Altersteilzeit

Bin Jahrgang 1952 und möchte ab Jan. 2014 in Altersteilzeit gehen. Habe 1995 eine Direktversicherung über meinen Arbeitgeber abgeschlossen, die Beitrage werden als Gehaltsumwandlung im November an die Lebensversicherung abgeführt, das Kapital wird im Nov. 2017 ausgezahlt. Laut meinem Vertrag ist eine Übertragung an mich bis zum vollendeten 59. Lebensjahres ausgeschlossen, ich kann jährlich die Auszahlung aber bereits ab 60 beantragen. Wenn ich ab Januar in ATZ nach dem Tarifvertrag FlexÜ der Metallindustrie/ IGM bin, erhalte ich monatlich immer ein gleiches Gehalt, dass aus dem halben bisherigen Bruttogehalt und einer steuerfreien Aufstockung durch den AG auf etwa 84 % meines bisherigen Nettogehalts besteht. Es gibt kein Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Die Beiträge in die RV erhöht der AG auf 95%, bei der Krankenkasse bin ich nicht mehr freiwillig versichert (<Beitragsbemessungsgrenze). Zusätzliche Einnahmen durch Nebentätigkeit/ Überstunden sind wegen der steuerfreien Aufstockung max. bis 450€/Monat zulässig. Wenn ich jetzt die Direktversicherung in bisheriger Weise als Einmalzahlung weiterführe erwarte ich folgende Probleme: a)Die Summe in die DV würde SV frei sein und meinen Krankenkassenbeitrag (BKK) reduzieren. Im Krankheitsfall >6 Wochen erhielte ich weniger Lohnfortzahlung. b)Die pauschale Besteuerung der Summe in die DV (20%) ist nicht mehr so lukrativ für, auch wenn ich für die steuerfreie Aufstockung durch meinen AG den Progressionsvorbehalt berücksichtige. c)Wenn ich alternativ auf monatliche Zahlung in die DV umstelle, soll die Befreiung von der SV entfallen, d.h. ich würde dann die Beiträge an die Krankenkasse und Pflegeversicherung sowohl in der ATZ als auch später auf die Kapitalauszahlung der Lebensversicherung durch die 120er Regelung doppelt bezahlen. Meine Frage: Ist es sinnvoll für mich und zulässig, dass ich den Vertrag auf mich überschreiben lasse? Ich würde die Beiträge dann aus versteuertem Nettogehalt begleichen. Sind ab diesem Zeitpunkt erwirtschaftete Zinsen (Garantiezins 4%) und die eingezahlten Beiträge nach Auszahlung des gesamten Kapitals für mich als Rentner dann Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig? Oder ist es sinnvoller die DV ab nächstem Jahr beitragsfrei zu stellen, um Probleme mit dem ATZ-Vertrag zu vermeiden? Mit freundlichem Gruß, Peter Bruhn

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?