Zahlen Freiberufler Umsatzsteuer?

3 Antworten

Ich glaube, wenn Du die Umsatzsteuer nach eigenem gusto festlegst, dann mußt Du damit rechnen, dass das Finanzamt selber vorbeischaut zum nachrechnen. Das nennt man dann Betriebsprüfung und bereit alleweil große Freude. Nur nicht dem Steuerpflichten, der ist es nämlich, der die Finanzbeamten in Partystimmung dann anschließend zu bezahlen hat.

Du solltest Dich dringend über Deine steuerlichen Pflichten kundig machen, ansonsten ist der Ärger programmiert. Wenn Du nur € 7.800,-- Umsatz im Jahr gemacht hast, dann ist allerdings noch nichts passiert, denn dann bist Du Kleinunternehmer und hast keine Pflicht, Umsatzsteuer auszuweisen und abzuführen. Ich kann allerdings nicht nachvollziehen, woher Du da die € 7.800,-- als Grenze nimmst. Es kommt vielmehr auf € 17.500,-- Umsatz an. Sofern Du nicht über sonstige Einkünfte verfügst, können aus € 7.800,-- Umsatz auch nicht jene € 8.000,-- Einkommen werden die man mindestens haben muß um einkommensteuerpflichtig zu werden.

In der Umsatzsteuer gibt es keinen Freibetrag von 7800 €!! Als Freiberufler erbringst du in aller Regel Leistungen die dem allg. Steuersatz von 19 % unterliegen (kommt halt drauf an was genau du tust). Eine "Wahlmöglichkeit" gibt es nicht! Nachdem du im letzten Jahr in deinen Rechnungen keine USt ausgewiesen hast (hab ich das richtig verstanden?) hast du wahrscheinlich die Kleinunternehmerregelung gewählt. Wenn der Vorjahresumsatz unter 17.500 war und der Umsatz des lfd. Jahres 50.000 voraussichtlich nicht übersteigt wird die USt nicht erhoben. War dein Umsatz größer als 17.500 musst du eine USt-Erklärung einreichen. Die USt berechnet sich mit 19 % des Umsatzes. Die dir von anderen Unternehmern in Rechnung gestellte VoSt ziehst du von diesem Betrag ab und hast somit deine Zahllast.

Freiberufler ist man nur wenn man Arzt, Ingeneur oder Hebamme ist und diesen Beruf auch ausübt. Ein Arzt als Buchautor ist kein Freiberufler.

Doch. Solange er das eigene Buch nur schreibt, aber nicht selbst vermarktet, ist er sehr wohl Freiberufler, weil der künstlerische Aspekt im Vordergrund steht und es beim Buchschreiben keine gewerblichen Elemente gibt.

0

Was möchtest Du wissen?