Würdet Ihr euren Kindern eine Ausbildung zum Beamten empfehlen- haben die noch mehr Vorteile?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hast Du Dich mal grundlegend mit dem Beamtenleben befasst? Ich habe den Eindruck, dass da mehr Vorurteile als Fakten in Deinem Kopf sind.

Mach Dir z.B.mal klar, dass es vier Laufbahnen gibt: Den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Die Zugangsvoraussetzungen zu den einzelnen Laufbahnen sind äußerst unterschiedlich.

Nur als Beispiel: Für den gehobenen Dienst braucht man Abitur, für den höheren Dienst ein abgeschlossenes Hochschulstudium.

Wer sich nun besser steht, der Beamte oder der in der Privatwirtschaft Beschäftigte ist ein Thema, über das man ewig streiten kann.

Auch da ein Beispiel: Dem Juristen stehen zahlreiche Berufe offen. Wer Richter werden will (= "Beamter"), der muß zu den Besten seines Jahrgangs gehören. Google mal, was der verdient (Besoldungsgruppe R1). Da nun die Vergleichsgruppe auszuwählen ist schon ein Problem. Es gibt 160.000 Rechtsanwälte in D. Viele Berufsanfänger verdienen kaum etwas. Ist das nun die Vergleichsgruppe? Oder sind es die Topjuristen in den Topkanzleien die mit 100 TEUR abfangen und die realistische Chance haben, mit 40 Jahren Einkommensmillionär zu sein?

Zudem: Wie bewertet man die Zusatzleistungen? Beamte müssen bekanntlich keinen Eigenbeitrag zur Alterssicherung leisten und bekommen Pensionen in einer Höhe, von der Sozialrentner nur träumen können. Dafür aber unterliegen Beamte einem recht starren Beförderungsschema. Selbst die Besten der Besten könnten niemals Einkommensmillionär werden.

Fazit: Kinder sollen den Beruf ergreifen der ihnen gefällt und nicht nur auf vermeintliche Vorteile schielen.

Nein ich würde meinen Kindern empfehlen dass zu tun, was sie für ihr Leben für richtig halten, dies würde ich ihnen vermitteln und sie unterstützen wo ich nur kann.

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