Würde sie in diesem Fall aus der Bedarfsgemeinschaft fallen?


01.03.2020, 13:26

Kostgeld müsste sie keins abgeben, das haben die beiden wohl schon geklärt. Jobticket bekommt sie bezahlt von der Fsj stelle und handyvertrag zahlt sie auch selbst ca. 30€ im monat. Wie viel Geld hätte sie letzendlich falls sie aus der Bedarfsgemeinschaft fällt. Und wer würde in diesem Fall das Kindergeld erhalten?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Möglicherweise sieht die Rechnung grob so aus

Bedarf 345,-€ plus 198,-€ Warmmiete sind 543

Einkommen 204 plus 330 plus 450 sind 984

Also fällt sie raus aus der BG. Da das KG nicht für ihre Bedarfsdeckung benötigt wird, wird es der Mutter zugerechnet.

Die Schwester behält die 330 und die 450, zahlt davon aber 198 an die Mutter.

Plus evtl. einen Anteil für Strom, der allerdings im Regelsatz enthalten ist.

Allerdings fällt sie mit dem Einkommen wohl aus der Familienversicherung (Krankenversicherung), insofern ist die Rechnung wohl hinfällig.

Könnten sie den letzten Punkt noch einmal genauer erläutern, da wir den nicht wirklich nachvollziehen können? Was würde das denn bedeuten wenn sie aus der Krankenversicherung fällt? Sie ist gesetzlich versichert und die Beiträge werden von der Fsj Stelle vollständig gezahlt.

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@HappyMom107

Dann könnte es ja so in Ordnung sein. Ich war jetzt von Familienversicherung ausgegangen, das ist ja offenbar gar nicht der Fall.

Ich würde das aber sicherheitshalber nochmal bei der KV nachfragen.

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@HappyMom107

Allerdings kann sie m.E. nicht erwarten, dass die Mutter dann von ihrem Regelsatz für sich selbst (eine Person 424,-€) auch die Verpflegung für die Schwester stellt. Da sollte sich die Schwester dann schon beteiligen mit 30 bis 50 Euro pro Woche.

Die verbleibenden 580,-€ sind ja kein reines Taschengeld.

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@Andri123

Das Kindergeld erhält die Mutter aber weiterhin oder?

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@HappyMom107

Ja, und es wird der Mutter auch als Einkommen zugerechnet, da die Tochter es nicht zur Bedarfsdeckung benötigt. Soweit die sozialhilferechtliche Betrachtung nach SGB II, also aus Sicht des jobcenters. Dazu gibt es reichlich Rechtssprechung.

Eigentlich ist das eine Frechheit, denn das Kindergeld dient dem Kindesunterhalt und nicht dem Unterhalt des Elternteils. Eigentlich könnte die Tochter ja auch einen Abzweigungsantrag stellen, wenn die Mutter keinen Unterhalt leistet.

Ich bin mir aber sicher, dass das jobcenter das so handhaben wird.

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Vielen vielen Dank für Ihre ausführlichen Antworten!

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