Wozu eine Rechtsschutzversicherung?

5 Antworten

Erstmal eine Frage, wqas für eine REchtschutzversicherung?

Vertragsrechtschutz?

Kraftfahrtrechtschutz?

Privatrechtschutz?

Je nach dem, wie es ausgestattet ist und welchen Umfang es hat könnten folgende Dinge abgedeckt sein:

Ärger mit dem Vermieter gegen den man sich wehren muss.

Probleme mit dem Arbeitgeber/Kündigungsschutzklage.

Einen Kauf getätigt und die Ware ist nicht odnungsgemäß man muss sich durchsetzen.

Aber wichtig ist, was steht in der Police, welche Gebiete sind abgedeckt.

Die Rechtsschutzversicherung zahlt nur, wenn ich mich verteidigen muss

Das glaub ich Dir nicht! Was für eine Versicherung hast Du denn. Du solltest mal die Versicherungsbedingungen vollständig lesen. Dann würdest Du auch nicht solche Sachen schreiben:

Ich will ein Haus bauen und der Handwerkerbetrieb murkst.

Das Bauherrenrisiko ist vom Rechtsschutz AUSGESCHLOSSEN und tausend andere Sachen auch noch.

Und wieso? Wenn man für jeden Rechtsstreit zahlen müßte, würde der Jahresbeitrag nicht bei 200 bis 300 Euro, sondern bei 2000 bis 3000 Euro liegen oder vielleicht sogar noch höher und damit wäre das Produkt unverkäuflich.

Es bleibt aber noch genug, was bezahlt wird und das auch bei aktiver Geltendmachung.

Eine Rechtsschutzversicherung ist in jedem Fall sinnvoll für Verfahren, wo man die Anwaltskosten eh zahlen muss unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Also beim Arbeitsgericht oder falls man jemanden verklagt und gewinnt, der Beklagte aber insolvent oder Harz4 Empfänger ist. Dann muss man ja sogar die Gerichtskosten zahlen, obwohl man gewonnen hat, während der Beklagte auf Gerichtskostenhilfe prozessiert. Ansonsten bleibt nur die Kosten steuerlich geltend zu machen, was nur Erfolg hat wenn man auch Steuern zahlt. Sinnvoll ist eine Rechtsschutzversicherung auch deshalb weil immer mehr Geschäfte gemacht werden die sich an der Grenze dessen bewegen, was legal ist und durch Gesetze legitimiert ist. Beispiel die vielen Finanzprodukte, Internet-Verträge etc.

Darf meine Rechtsschutzversicherung die Deckung ablehnen?

Guten Tag!

Ich bin ganz neu hier und kenne mich folglich noch nicht so gut aus. Ich bitte daher um Nachsicht, wenn ich falsche Buttons anklicke oder sonstige technische Verbrechen begehe. :-)

Vorgeschichte:

Meine GmbH hat 2007 eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen. Diese brauchte bisher glücklicherweise noch nie in Anspruch genommen zu werden. Hauptgrund für den Abschluß der Rechtsschutzversicherung war, dass ich neben anderen Risiken insbesondere Rechtsstreitigkeiten über ausstehende Forderungen von säumigen Kunden abgedeckt haben wollte.

Versicherungsumfang:

  1. Privat-, Berufs- und Verkehrs-Rechtsschutz für Selbständige, § 28 ARB
  2. Berufs-Vertrags-Rechtsschutz, Klauseln 2.4 und 2.5 in Abschnitt V der ARB
  3. Einige weitere private Bereiche, die hier jedoch irrelevant sind.

(Zur Erläuterung: Ich bin geschäftsführende, 100%-ige Gesellschafterin der GmbH)

Sachverhalt:

Einer meiner Kunden hat mit fadenscheinigen Begründungen meine letzte Rechnung gekürzt. Selbstverständlich habe ich die Dienstleistung sofort eingestellt. Der Streitwert beläuft sich zum Glück nur auf ca. € 2.000,-.

Im Vertrauen darauf, dass ich eine Rechtsschutzversicherung habe, rief ich dort an, erklärte den Fall und bat um eine Deckungszusage. Diese wurde mir mit dem Hinweis verweigert, dass solche Forderungen generell gar nicht versicherbar seien, weder bei meiner Rechtsschutzversicherung noch bei irgendeiner anderen. Hierüber war ich selbstverständlich äußerst erstaunt. Es ergab sich eine lange Diskussion, denn ich fühlte mich in 2007 völlig falsch beraten.

Offenbar habe ich die Falschberatung glaubhaft 'rübergebracht, so dass die Versicherungssachbearbeiterin mit der Schadensabteilung Verbindung aufnehmen wollte, um eine Kulanzregelung zu erzielen. Nach einiger Zeit erhielt ich einen Brief, in dem mir eine Kulanzregelung von bis zu € 500 "in Aussicht gestellt" wurde.

Meine Fragen

  1. Ist es richtig, dass offene Forderungen generell nicht rechtsschutzversicherbar sind oder werde ich verschaukelt?

  2. Ist es überhaupt richtig, dass mein konkretes Anliegen gar nicht in meinem Versicherungsumfang enthalten ist? Ich habe eher das Gefühl, dass man mich abwimmeln wollte.

  3. Ich bin zwar der deutschen Sprache mächtig, bin mir aber nicht sicher, wie ich die "Inaussichtstellung" interpretieren soll. Eine verbindliche Zusage ist es nicht, oder?

  4. Bietet man mir die Kulanzreglung wegen der Falschberatung an oder hofft man, mich damit "abspeisen" zu können, um billig davonzukommen?

  5. Würdet ihr die Kulanzregelung annehmen oder euch an den Ombudsmann zwecks Intervention wenden oder notfalls sogar klagen?

  6. Was ist der Unterschied zwischen Berufs-Rechtsschutz gem. § 28 ARB und Berufs-Vertrags-Rechtsschutz, Klauseln 2.4 und 2.5 in Abschnitt V der ARB?

Vielen Dank schon im Voraus für eure Antworten. :-)

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