Wozu eine Rechtsschutzversicherung?

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7 Antworten

Du hast den Sinn der Versicherung nicht verstanden.

Eine Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut, da gibt es den

  • Privat-RS
  • Miet-RS (oder auch Vermieter-RS)
  • Verkehrs-RS (auch Fußgänger sind übrigends Verkehrsteilnehmer)
  • Arbeits-RS

und noch andere je nach Zielgruppe.

Der Sinn der Versicherung ist in der Tat deine Kosten zu tragen wenn du selbst klagst. Tendenz geht dahin, dass man heute schneller vor Gericht sitzt als früher. Besonders- Miet- und Arbeitsrechtssachen landen häufig vor einem Richter, und die Anwalts- und Gerichtskosten bemessen sich am Streitwert. Da ist es doch schön wenn dein Anwalt direkt mit der RS abrechnen kann und du ihn nicht bezahlen musst.

Natürlich gibt es gewisse Leistungseinschränkungen. U.a. beim Strafrecht aber auch beim Urheberrecht.


Einige der oben genannten Bausteine bekommt man u.U. günstiger über diverse Einrichtungen.

  • Mietrechtsschutz über eine Mitgliedschaft im Mieterbund
  • Verkehrsrechtsschutz mehr oder weniger z.B. über den ADAC
  • und beim Arbeitsrechtsschutz helfen Gewerkschaften.

Eine Rechtsschutzversicherung ist in jedem Fall sinnvoll für Verfahren, wo man die Anwaltskosten eh zahlen muss unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Also beim Arbeitsgericht oder falls man jemanden verklagt und gewinnt, der Beklagte aber insolvent oder Harz4 Empfänger ist. Dann muss man ja sogar die Gerichtskosten zahlen, obwohl man gewonnen hat, während der Beklagte auf Gerichtskostenhilfe prozessiert. Ansonsten bleibt nur die Kosten steuerlich geltend zu machen, was nur Erfolg hat wenn man auch Steuern zahlt. Sinnvoll ist eine Rechtsschutzversicherung auch deshalb weil immer mehr Geschäfte gemacht werden die sich an der Grenze dessen bewegen, was legal ist und durch Gesetze legitimiert ist. Beispiel die vielen Finanzprodukte, Internet-Verträge etc.

ich glaube, du nimmst das mit dem Verteidigen zu wörtlich. Wenn einer dich verklagt, dann verteidigst du dich, wenn du nicht zu deinem Recht kommst, dann verteidigst du dich auch.

Die Rechtsschutzversicherung prüft den Fall, den du führen willst. Wenn die Aussichten aussichtslos sind, dann wird man nicht für deinen Rechtsstreit zahlen.

Welche Bereiche wie bei dir abgedeckt sind, sagen dir die Versicherungsbedingungen. Du bist nicht mit jeder RSV in allen Lebensbereichen abgedeckt. Daher gibt es verschiedene 'Module' wie Verkehrs-, Arbeitsrechtsschutz etc.

Ob du nun eine gute Versicherung hast, eine teure etc., kann ich nicht sagen.

Ich für meinen Teil habe nur wenige Bereiche über eine RSV abgedeckt.

Die Rechtsschutzversicherung prüft den Fall, den du führen willst. Wenn die Aussichten aussichtslos sind, dann wird man nicht für deinen Rechtsstreit zahlen.

.....und wenn meine Chancen den Rechtsstreit zu gewinnen gut sind, dann brauche ich die Rechtsschutzversicherung nicht.

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@NasiGoreng

Doch, denn

  1. Muss man unabhängig vom Ausgang des Verfahrens erst einmal seine Auslagen, z.B. den Anwalt selbst bezahlen, quasi vorstrecken. Bei hohen Streitwerten ziemlich doof, wer nicht gerade mal ein paar Tausender rumliegen hat.
  2. Bei Arbeitsrechtssachen zahlt jede Seite - unabhängig vom Ausgang - in der ersten Instanz ihre Kosten selbst!
  3. Nützt es dir nichts wenn dein Gegner zur Übernahme deiner Kosten verdonnert wird, dieser aber pleite ist. Dein Anwalt hat dennoch einen Anspruch auf Vergütung und zwar nur gegen dich als Mandant.
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Erstmal eine Frage, wqas für eine REchtschutzversicherung?

Vertragsrechtschutz?

Kraftfahrtrechtschutz?

Privatrechtschutz?

Je nach dem, wie es ausgestattet ist und welchen Umfang es hat könnten folgende Dinge abgedeckt sein:

Ärger mit dem Vermieter gegen den man sich wehren muss.

Probleme mit dem Arbeitgeber/Kündigungsschutzklage.

Einen Kauf getätigt und die Ware ist nicht odnungsgemäß man muss sich durchsetzen.

Aber wichtig ist, was steht in der Police, welche Gebiete sind abgedeckt.

Die Rechtsschutzversicherung zahlt nur, wenn ich mich verteidigen muss

Das glaub ich Dir nicht! Was für eine Versicherung hast Du denn. Du solltest mal die Versicherungsbedingungen vollständig lesen. Dann würdest Du auch nicht solche Sachen schreiben:

Ich will ein Haus bauen und der Handwerkerbetrieb murkst.

Das Bauherrenrisiko ist vom Rechtsschutz AUSGESCHLOSSEN und tausend andere Sachen auch noch.

Und wieso? Wenn man für jeden Rechtsstreit zahlen müßte, würde der Jahresbeitrag nicht bei 200 bis 300 Euro, sondern bei 2000 bis 3000 Euro liegen oder vielleicht sogar noch höher und damit wäre das Produkt unverkäuflich.

Es bleibt aber noch genug, was bezahlt wird und das auch bei aktiver Geltendmachung.

Die Rechtsschutzversicherung zahlt nur, wenn ich mich verteidigen muss

Ich würde einmal darüber nachdenken, ob ich außer dem Strafrechtschutz noch etwas anderes benötige.

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