Wozu die Anordnung der Vermögenssorge für einen Betreuer, wenn der Betreute kein Vermögen hat?

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4 Antworten

Es geht bei der Vermögenssorge nicht nur um Vermögen, sondern auch um Einkommen - auch Harz IV Leistungen und Pflegeversicherungs- leistungen sind Einkommen. Außerdem müssen Rechnungen bezahlt werden, Taschengeld verwaltet werden, Anträge auf Sozialhilfe oder PFlegewohngeld gestellt werden - alles, was mit Finanzen und Geld zu tun hat und darüber muss der Betreuer dem Gericht gegenüber Rechenschaft ablegen.

Ich schließe mich der Auffassung von mig112 an. Es gibt schließlich viele Handlungen des täglichen Lebens, die nut mit Finanzen zu tun haben. Dafür braucht eben der Betreuer die Vermögenssorge.

Der Betreuer vertritt die betreffende Person in allen rechtlichen und Vermögensfragen. Vermögen bedeutet nicht nur Geld zu haben. Meist sind diese vom Gericht bestellten - weil die Verwandten nicht existieren oder zu bequem sind - Anwälte, die bis zu 50 oder mehr "Fälle" "betreuen". Obwohl sie keinen großen Aufwand machen (einmal im Vierteljahr im Heim nachfragen,ob der Betreffende noch lebt) erhalten sie 300 bis 600 Euro p.a. aus dem "Vermögen" bzw. aus dem Staatshaushalt.

Vermögenssorge hat mit Vermögen soviel zu tun, wie der Hundekuchen mit dem Hund!

Auch Einkünfte, Arztrechnungen, Zeitungsabo und Miete gehören verwaltet/versorgt...

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