Wovon hängt es ab ob ein Rentner den vollen halben o. gar keinen Krankenkassenbeitrag zahlt?

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Erfüllen Rentner bestimmte Vorversicherungszeiten in der gesetzlichen Krankenversicherung, werden sie automatisch pflichtversichertes Mitglied in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR).

Dieser Fall ist gegeben, wenn ein Versicherter seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens 9/10 der 2. Hälfte des Berufslebens gesetzlich krankenversichert war.

Wenn diese Voraussetungen vorliegen, beträgt der KV-Eigenbeitrag dann 8,2% der Rente zzgl. Pflegeversicherungsbeitrag von 2,05% (Kinderlose: 2,3%), also insgesamt 10,25% (10,5%).

http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/rentner/

das hängt davon ab, ob man als Rentner freiwillig oder pflichtversichert bei der GKV ist. Pflichtversicherte zahlen auf deutlich weniger Zusatz-Einkommen zusätzl. Kassenbeiträge, was viele freiwillig Versicherte ärgern dürfte.

Pflichtversicherte Rentner zahlen einen Beitrag, der ähnlich wie der Krankenkassenbeitrag für Arbeitnehmer berechnet wird. Es gilt der allgemeine Beitragssatz, der im Jahr 2013 bei 15,5 Prozent liegt. Diesen teilt sich der gesetzlich versicherte Rentner mit dem Rentenversicherungsträger. Wie ein Arbeitnehmer zahlt der Rentner 8,2 Prozent, der Rentenversicherungsträger übernimmt die übrigen 7,3 Prozent. Bei mehreren gesetzlichen Renten, etwa einer zusätzlichen Versicherten- oder Witwenrente, werden diese Renteneinkünfte für die Beitragsberechnung zusammengezählt.Erhält jemand außer seiner gesetzlichen Rente noch Versorgungsbezüge, muss auch auf diese Einkünfte ein Beitrag zur Krankenversicherung geleistet werden. Hierzu zählen Betriebsrenten, Witwen- oder Waisengeld, Renten aus der aus Zusatzversorgung für Arbeiter und Angestellte des öffentlichen Dienstes sowie Renten aus Versorgungswerken für bestimmte Berufe.

Im Unterschied zu der gesetzlichen Rente müssen Rentner für die zusätzlichen Bezüge jedoch allein die Krankenkassenbeiträge zahlen. Der Rentenversicherungsträger übernimmt hier keinen Beitragsanteil. Es werden daher volle 15,5 Prozent Krankenkassenbeitrag abgezogen. Allerdings gilt für Versorgungsbezüge ein Mindestbetrag. Erst wenn die Einnahmen der Versorgungsbezüge diesen Grenzwert insgesamt überschreiten, müssen Krankenkassenbeiträge für die Zusatzrenten bezahlt werden - dann allerdings auf den gesamten Betrag. Im Jahr 2013 liegt diese Untergrenze für Versorgungsbezüge bei 134,75 Euro im Monat. http://www.krankenkassen.de/gesetzliche-krankenkassen/krankenkasse-beitrag/rentner/

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