Worauf wird wie viel Schenkungssteuer erhoben?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

1. pro Kind und 10 Jahreszeitraum. Also Schenkung pro Kind 15.000,- sowohl an Mutter, wie Vater =60.000,-, wären frei.

2. Es ist ein Freibetrag, keine Freigrenze. Also nur der Betrag über 20.000,- wird besteuert.

3. Gibt es denn irgendwelche Indizien? Wie war der Text bei der Überweisung?

4. Viel wichtiger ist aber ganz etwas anderes. Wie alt sind diue betreffenden Kinder? Unter 18? Wenn das so ist udn Du vor den Schenkungen keinen Ergänzungspfleger bestellt hast (z. B. den Patenonkel) der das Ganze mit abgesegnet hat, kannst Du die gesamte Aktion "in die Tonne kloppen." Das Finanzamt wird Dir nämlich sagen, dass Du keine Schenkungsabsicht an die Kinder hattest, sondern das Geld nur bei denen "geparkt" hast, um deren Steuerfreibeträge "abzugreifen."

Könnte es sein, dass Du vor der Einleitung der Sache, den Kontakt zum Steuerberater peinlich vermieden hast? Der hätte Dir Deine Konstruktion nämlich wasserdicht gemacht. Hätte aber leider ca. 300,- + Steuergekostet. Und gegen so ein Beratungshonorar, trägt man dann doch lieber ein paar Tausend Euro Verlust.

Danke schon mal vor der Vergabe des Sterns!

Zu deinem Pt. 3:
Nein. Ich habe Geldbeträge, aber auch Wertpapiere kommentarlos
übertragen.

Zu Pt. 4:
Die Kinder sind in der Tat minderjährig. Zum Verständnis vielleicht
noch ein paar persönliche Erläuterungen (Ich kann hier ja schlecht im ersten Anlauf mein halbes Leben erzählen.):
Es sah in den beiden vergangenen Jahren so aus, als hätte ich nur noch ziemlich kurze Zeit zu leben. In Ermangelung einer besseren Idee habe ich mein vorhandenes Vermögen relativ gleichmäßig auf die 4 vorhandenen Familienkonten bzw. -depots verteilt.
Jetzt sieht es so aus, als sei ich dem Tod fürs Erste von der Schippe gesprungen, und ich möchte das Vermögen neu aufteilen.

Zumindest bei den Papieren, deren (Rück-) Übertragung ich beabsichtige, geht es nicht - jedenfalls nicht unmittelbar - um Steuerersparnis, denn es geht entweder um Aktien, die im Wert
gegenüber dem Anschaffungskurs gesunken sind und für die noch keine Dividendenzahlung erfolgt ist, oder um Capped-Reverse-Bonus-Zertifikate, die ebenfalls keine oder keine nennenswerte Wertsteigerung aufweisen und ja erst noch fällig werden und deren Gewinne dann ggf. zu versteuern wären .
(Dass ich eventuelle Verluste aus diesen Papieren mit Aktiengewinnen im eigenen Depot verrechnen könnte, was aber angesichts der Entwicklung der Börsen längst nicht sicher ist, steht auf einem anderen Blatt.)

Was das Rückübertragen von Geldbeträgen anbelangt, bin ich, ohne dessen Tragweite einschätzen zu können, auf ein Urteil des BGH aufmerksam geworden, auf das biallo.de hinweist:

Abgeltungsteuer: Kapitalübertrag an Kinder bremst Fiskus | biallo

.

Noch eine Bemerkung zum Thema Steuerberater:

Ich habe den (jedenfalls in meiner Selbstwahrnehmung) nicht

"peinlich vermieden". Vielmehr ist es so, dass ich eigentlich ein nicht sonderlich betuchter Rentner bin, für den Steuerberater

sozusagen in eine andere Welt gehören. Jedenfalls war das so, bis ich im Fußball-Toto knapp 200T € gewonnen habe. Auf meine alten Tage fällt es mir nicht ganz leicht, mich daran zu gewöhnen, dass ich mich finanziell jetzt vielleicht nicht mehr in der Kreis-, sondern in der 3. Liga bewege.

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@Maxieu

Schön, dass ich weitergeholfen habe. Stimmt, dass man plötzlich  mit anderen Beträgen rechnen darf, ist gewöhnungsbedürftig. Geht übrigens Leute, die viel verloren haben, ebenso. ;-) wenn auch umgekehrt.

Trotzdem herzlichen Glückwunsch zu dem Gewinn.

1
  1. Der Freibetrag gilt pro Schenkung, d.h. unterschiedliche Schenker oder unterschiedliche Beschenkte sind unterschiedliche Schenkungen.

  2. Der Freibetrag ist ein Freibetrag, d.h. er bleibt steuerfrei.
  3. Schöner kann man sich nicht selber wegen Steuerhinterziehung anzeigen.

Zu den 10 Jahren: Hier werden die Vorschenkungen der letzten 10 Jahre taggenau betrachtet. Schenken die Kinder heute 15.000,00 so, können sie bis zum 18. Januar 2026 weitere 5.000,00 steuerfrei schenken.

Danke für die klaren Antworten.

Den Stern bekommt allerdings wfwbinder. U. a. ein Fleißpreis.
Zu deinem Pt. 3 s. bei Interesse meinen Kommentar dort.

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Ich würde da ganz vorsichtig sein, es gibt soviele verstecke Richtlinien und Paragrafen im Zusammenhang mit der Schenkungssteuer. An deiner Stelle würde ich mir einen Anwalt suchen (Erbrecht) und mit Ihm alles besprechen bevor etwas schief geht und dein Geld verloren ist.

[...] Werbung vom Support gelöscht


Liebe/r MajaKristin,

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Ria vom finanzfrage.net-Support

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