Worauf muss man beim Abschluss eines Bausparvertrages achten?

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Hallo Azubine, lassen sie sich von den Äusserungen Niklas und GTBasket's nicht verschrecken. Auch wenn ich grundsätzlich bei denen bin, hier zieht eher persönliches Risikoempfinden.

Allerdings sind sie auch ein wenig sehr ungenau in der Beschreibung ihres Wunsches: Wollen sie einen Teil der Vergütung einbezahlen oder bekommen sie vermögenswirksame Leistungen (vWL) und wollen diese verwenden?

Zu welchem Zweck wollen sie den Bausparvertrag? Weil Ihnen diesen Jemand empfahl, weil sie fürs Auto oder eine Wohnungseinrichtung in den nächsten 4-7 Jahren etwas ansparen wollen, oder weil sie sich eine Wohnung/Haus kaufen wollen?

Wenn sie mir hierzu Antworten geben könnten, kämmen wir schnell auf Ihren Nenner.

Wie du siehst hat der Bausparvertrag ein etwas verstaubtes Image, dennoch bietet er ein paar Vorteile. Bei reiner Betrachtung der Guthabenverzinsung erscheint ein Bausparvertrag wenig attraktiv, du hast aber die Möglichkeit bei einem Bausparvertrag staatliche Förderungen wie die Wohungsbauprämie auf Eigenbeiträge oder die Arbeitnehmersparzulage für deine VL zu sichern. Warum also sich das staatliche Geldgeschenk entgehen lassen. Meine Empfehlung, wenn du eine risikolose Anlageform suchst und zusätzlich die staatliche Förderung ausschöpfen möchtest bist mit einem Bausparvertrag nicht schlecht beraten. Wenn du später kein Bauspardarlehen benötigst, wähle die kleinstmögliche Bausparsumme, somit kannst du auch die Abschlussgebühr in Grenzen halten.

Baufinanzierung mit Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen?

Es geht um eine Baufinanzierung für einen Neubau. Das Vorhaben kostet in etwa 300.000, Eigenkapital 50.000 Euro. Das Darlehen beträgt insgesamt 250.000 Euro. 50.000 werden auf den KFW 153 Kredit umgelegt und dort wird dann eine Rate von 180 Euro gezahlt. Restlich bleiben noch 200.000 Euro. Zwei Angebote liegen mir vor: 1. DSL Bank: Das Darlehen läuft auf eine Sollzinszeit von 10 Jahren und der Zins beträgt 2,35% (Laut Unterlagen effektiv 2,5%). Es werden nur die Zinsen hierrein gezahlt (ca. 390 Euro mtl.) und die Tilgung von 200 Euro mtl. (entspricht ca. 1,2% Tilgung) in einen Bausparvertrag (Eröffnungsprovision 2.100 Euro - BHW Wohn maxx). Die Mindestbausparsumme des Bausparvertrages beträgt 50.000 Euro. Nach 10 Jahren sind 24.000 Euro ohne Sonderzahlungen zusammengekommen und der Bausparvertrag ist zuteilungsreif. Die 24.000 Euro werden in den DSL Kredit eingezahlt. Nach dem Berater müsste nach 10 Jahren trotz des Bausparvertrages eine neue Finanzierung zum Sollzins nach 10 Jahren für die Restsumme von 186.000 Euro gemacht werden. Der Bausparvertrag diene nur zur Tilgung für die 10 Jahre. Nach den Angaben des Bausparvertrags beträgt der Sollzins für den Bausparvertrag 2,75%.

  1. Commerzbank: Das Darlehen von 200.000 Euro wird mit einem Sollzins von 2,34% für 10 Jahre (laut Unterlagen effektiv 2,37%) abbezahlt und die Tilgung von 1,2% direkt in den Kredit. Am Ende sind ca. 27.000 Euro ohne Sonderzahlungen getilgt worden. Nach 10 Jahren muss eine Anschlussfinanzierung für die Restsumme von 183.000 Euro vereinbart werden.

Beim Bausparvertrag kommt nach 10 Jahren 3000 Euro weniger Tilgung zustande als beim Annuitätendarlehen. Zudem muss für den Bausparvertrag eine Eröffnungsprovision gezahlt werden. Im Endeffekt habe ich also einen Verlust von 5100 Euro in Verbindung mit dem Bausparvertrag.

Sehe ich da etwas falsch? Die Rate für das Gesamtdarlehen soll monatlich maximal 800 Euro betragen. Sonderzahlungen sind nicht vorgesehen bzw. nicht in großer Höhe zu erwarten.

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