Woran erkenne ich, dass eine Aktie besonders günstig ist?

3 Antworten

Wie Hacky20 schon richtig schreibt, lnger beobachten. Dann eventuell mal das Kurs/Gewinnverhältnis ansehen, also wie hoch der Gewinn im Verhältnis zumKurswert aller Aktien ist. Auch die Dividende pro Aktie ist ein wichtiger Indikator. Dann könntest Du auch (entsprechende Kenntnisse vorausgesetzt) Dir mal die Bilanzen ansehen und danach Schätzungen/Analysen vornehmen.

... aber Vorsicht, es gibt auch AG`s, die z.B. durch Höherbewertungen ihrer Beteiligungen ober Immobilien (nicht cashwirksame) Gewinne ausweisen und ein "niedriges" KGV erreichen. Insbesondere bei Beteiligungsgesellschaften ist Mißtrauen angesagt.

Hallo MaxMoritz,

ergänzend zu den anderen Antworten möchte ich zum wichtigen KGV noch anführen. Das KGV wird in der Finanzpresse fast immer für das aktuelle oder folgende Jahr ausgewiesen, also derzeit oft 2009. Damit ist es natürlich eine Prognose, denn keiner kennt jetzt schon die Gewinne des nächsten Jahres. Hiermit sind wir bei einem der gröten Risiken bei vermeintlich günstigen Aktien. Folglich sollte man ohne solides know how in dem Bereich von Einzelaktien die Finger lassen.

Grüße markusros

Was sind vernünftige Maße für das KGV?

Normalerweise heißt es ja, dass KGVs zwischen 5 und 15 üblich sind, wobei 5 billig ist und 15 teuer und 10 fair.

Auch dienen KGVs ja dazu zwischen Peer Groups zu vergleichen und ein Kursziel zu ermitteln im Sinne der Aktienbewertung durch Multiples. Doch was für KGVs machen dann sinn?

Macht dann z.B. ein KGV von 388, wenn eine Aktie gerade bei 3.88 steht und der vorhergesagte Gewinn 0.01 betragen wird Sinn, oder sollte man dann lieber sagen, die Aktie hat kein KGV. Denn wenn man sagen würde ein KGV von 10 wäre fair, dann müsste sie ja auf 10 Cent fallen bei 6 Euro Buchwert.

Oder es gab ja auch das phänomen, dass Klöckner & Co. ein KGV 2009e von knapp 1 hatte - bei 10 Euro Gewinn je Aktie und einem Kurs von 9 Euro, als kurz nach dem Lehmancrash der Kapitalarkt zusammenbrach. Tatsächlich war aber das KGV für 2009 negativ als Anfang 2010 der Geschäftsbericht rauskam.

Oder eben negative KGVs wären ja besonders niedrige KGVs. Also wenn die im ersten Beispiel beschriebene Aktie -0.01 Gewinn machen würde, dann wäre ja das KGV mit -388 plötzlich wieder weit unter 15 und auch unter 5, also spottbillig.

Was sollte also ein vernünftiger Bereich für das KGV sein, wo man auch mit gutem Gewissen sagen kann, die Daimler-Aktie hat ein KGV von x im Jahr 2013 oder Apple hat für 2015 ein KGV von y?

Wie viele Jahre hinaus macht ein KGv überhaupt sinn? Könnte man z.B. die Gewinne so lange fortschreiben bei Apple und sagen die Aktie hat für 20xx ein KGV von 4 und ist daher spottbillig? Oder sollte man vielleicht sagen EON hat 2009 über 4 Euro verdient und hat jetzt ein KGV von 4 auf Basis von 2009?

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