Wohnung von meiner Oma abkaufen?


10.02.2021, 15:30

Ich hatte vorher vergessen zu schreiben dass der Notar im Ruhestand, auch später als ihr Testamentsvollstrecker genannt ist.

1 Antwort

Zunächst mal sind weder Du noch deine Mutter und Tante Erben, da Mutter und Tante keine Abkömmlinge (leibliche Kinder) sind.

Wenn das Testament vorsieht, dass Du ein Vorkaufsrecht zu 80 % des Verkehrswertes hast, muss es ja aber gesetzliche Erben geben. Von dem würdest Du die Wohnung denn sonst abkaufen wollen?

Entsprechende Verträge können natürlich auch jetzt schon zu Lebzeiten gemacht werden. Da Du kein gesetzlicher Erbe bist, wäre ein Verkauf oder eine Schenkung auch nicht im Wege der vorweggenommenen Erbfolge zu betrachten sondern wie ein Geschäft unter fremden Dritten.

Danke für Ihre Antwort. Also meine Mutter und meine Tante stehen in einem vor Jahren schon notariell beglaubigten Testament als Erben für diese Wohnung drin.Vor circa zwei Jahren hat meine Oma dann diesen handschriftlichen Nachsatz beziehungsweise Nachtrag zu ihrem Testament mit dem selben Notar, der mittlerweile eben im Ruhestand ist, gemacht und dieser Notar im Ruhestand soll dann auch hier Testamentsvollstrecker sein.

Also sind meine Mutter und meine Tante, obwohl sie nicht die leiblichen Kinder meiner Oma sind, die Erben dieser Wohnung.

Ich bedanke mich schon im Voraus für die weiteren Antworten.

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@Nutzler

Verstehe.

Aber wenn deine Oma Dir die Wohnung gerne jetzt schon schenken will, dann kann sie das doch tun. Genauso kann sie Dir auch jederzeit die Wohnung verkaufen und das Geld dann ihren Stieftöchtern schenken.

Das kann man doch in gemeinsamer Runde besprechen und klären.

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@Frommwood

Danke dir für deine Antwort. Das Problem ist dass meine Oma mittlerweile auch nicht mehr weiß was richtig oder falsch ist. Auf der einen Seite würde sie mir gerne die Wohnung schenken, auf der anderen Seite möchte sie natürlich ihre angenommenen Kinder auch nicht leer ausgehen lassen.Mein Problem ist halt, dass mir ja irgendwann auch die Jahre zum finanzieren dieser Wohnung dann ausgehen. Ich wünsche meiner Oma natürlich dass sie noch viele viele Jahre hat.

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@Nutzler

Wenn Du jetzt die finanziellen Möglichkeiten zum Kauf der Wohnung hast, dann einigt euch doch auf einen Kaufpreis. Anschließend kann das Geld ja dann auf die Töchter verteilt werden.

So hast Du die Wohnung und deine Mutter / Tante etwas Geld.

Entscheiden muss das aber deine Oma, egal wie die Entscheidung aussieht.

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@Nutzler

Des weiteren steht in dem handschriftlichen Testament meiner Oma, dass der Testamentsvollstrecker für seine Dienste ein angemessenes Vermächtnis bekommt. Was heißt bei einem Testamentsvollstrecker ein angemessenes Vermächtnis? Sind das 2 % sind das 3 % sind das 10 %?

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@Frommwood

Danke dir für deine Nachricht. Das wäre mir an und für sich auch das liebste. Nur meint halt der Testamentsvollstrecker das es für meine Oma besser wäre dies erst nach ihrem Ableben zu machen. Beziehungsweise dass ich dann halt das Vorkaufsrecht auf diese Wohnung hätte.

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@Nutzler

Natürlich meint er das. Dann ist die Erbschaft größer und das Vermächtnis auch.

Es gibt für mich keinen erkennbaren Grund für deine Oma selbst, damit bis nach dem Ableben zu warten. Gut, wenn sie verstorben ist, braucht sie nicht mehr zum Notar gehen - das war es aber auch.

Man könnte ihr bei einem Verkauf oder einer Schenkung an dich zum Beispiel auch ein vertragliches Wohnrecht zusichern. Dann hat sie da auch ihre Sicherheit.

Auch möglich wäre eine Schenkung mit der Auflage, dass Du direkt an deine Mutter und Tante einen Betrag X leisten musst.

Ich würde da einfach empfehlen, mal einen Termin beim derzeit amtierenden Notar zu machen und sich etwas beraten zu lassen.

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@Frommwood

Danke dir nochmals für die Antwort. Das wäre für mich natürlich selbstverständlich dass meine Oma ein lebenslanges Wohnrecht hätte. Ich bin mir auch nicht ganz sicher ob das mit dem Testamentsvollstrecker so das richtige ist. Aber sie hört halt auf den Testamentsvollstrecker. Was mich daran auch stört ist eben dieser Satz dass er ein angemessenes Vermächtnis bekommt. Er hat bis heute nicht gesagt wie hoch dieses angemessene Vermächtnis sein soll. Was denkst du, ist ein Angemessenes Vermächtnis?

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@Nutzler
Was denkst du, ist ein Angemessenes Vermächtnis?

Absolut keine Ahnung!

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@Nutzler

Einen Testamentvollstrecker braucht man eigentlich nur, wenn die Erbverhältnisse unklar sind oder Erben nicht erreichbar sind. In diesem Fall also rausgeschmissenes Geld seitens der Oma.

Wenn die Vergütung für den Testamentsvollstrecker bereits im Testament/Vermächtnis festgelegt ist, ist das so und dann interessieren irgendwelche üblichen Prozentsätze auch nicht. Die übrigens leicht zu googeln wären.

Die Oma könnte ein neues Testament aufsetzen und beim Nachlassgericht hinterlegen.

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@Andri123

Danke dir. Das mit dem Testamentsvollstrecker kam ja durch den Notar im Ruhestand. Der hat sich bei meiner Oma angepriesen dies zu übernehmen. Und sie hat es dann handschriftlich so verfasst. Und da steht halt drin das er ein angemessenes Vermächtnis bekommt. Was immer das auch heißt. Das heißt doch der kann dann im Todesfalle meiner Oma sagen er bekommt Summe x (und sei sie noch so hoch) und man kann nichts dagegen machen.
eigentlich sind die erbverhältnisse klar.
Ich weiß halt nicht ob der Notar im Ruhestand das macht damit er eine Aufgabe hat, oder ob er damit nur Geld verdienen will.

wäre es besser ich gehe mit ihr zu einem Notar und sie macht es nochmals neu ?

wäre dann das handgeschriebene ungültig ?

das Original liegt beim Testamentsvollstrecker

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@Nutzler

Es gilt ja m.E. immer das neueste Testament. Zusätzlich kann man in einem neuen Testament auch noch ausdrücklich das vorherige widerrufen (ist eigentlich nicht nötig) und es beim Amtsgericht hinterlegen.

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@Andri123

Danke dir für deine Info

schönen Abend noch

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