Wohnrecht - 2 Erben - 1 Erbe kauft das Haus

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3 Antworten

Mikkeys Berechnung finde ich plausibel - wenn Du Dich mit Deiner Schwerster aber anderweitig einigen willst, steht Euch das frei. Angebot und Nachfrage bestimmen auch hier den Preis. Wenn Du warten kannst, bis das Wohnrecht erloschen ist, muss sie Dir 50% des Hauswertes zahlen. Willst Du aber gleich das Geld, dann musst Du dich mit niedrigerem zufireden geben.

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Das Wohnrecht schmälert den Verkehrswert des Hauses, aber nur an dem berechnet sich der Kaufpreis von Miteigentumsanteilen.

Maßgeblich wäre die Art der Wohnrechtvereinbarung, Lebensalter und Lebenserwartung der Berechtigten: Als Altenteilsrecht mit Kapitalisierung n. § 24 KostO oder Gebrauchsüberlassung n. § 1093 BGB mit Leibrentenfaktor.

Wenn ihr beide das mit 50.000 annehemen wollt, was unterstellt, die Oma hätte erst mit 76 Jahren ein Wohnrecht über 500 EUR Vergleichsmietwert bekommen, wären (320.000 - 50.000 : 2 =) 135.000 EUR Verhandlungsbasis.

IMHO wäre das Wohnrecht aber zu Lasten der Käuferin deutlich zu niedrig bewertet und sie kauft um mehre zehntausend EUR deinen Anteil zu teuer auf :-(

G imager761

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LoLa27 12.03.2013, 07:43

Okay, dass hat jetzt etwas gedauert bis ichs kapiert habe ;-)

Danke Dir!

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Der effektive Wert des Hauses beträgt derzeit 320.000 abzgl. der erreichneten 50.000, also 270.000. Dieser Wert ist jedem von Euch zur Hälfte anzurechnen.

Wenn Deine Schwester Dich also auszahlen möchte, muss sie Dir 135.000 zahlen.

s. auch Mathematik Distributivgesetz. ;-)

Verhandlungsmöglichkeiten bestehen natürlich allemal.

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LoLa27 11.03.2013, 10:31

Hallo Mikkey,

so sehe ich das auch.

Meine Schwester meint allerdings, dass ich alleine den Wert des Wohnrechts tragen muss, da sie ja die Wohnung von der Oma nicht nutzen kann...

Das man sich auf eine 40% und 60% Lösung einigt, wäre ok für mich, aber das ich komplett das Wohnrecht tragen sollte halte ich für etwas unangemessen.

Gibt es dazu denn ein Gesetz, dass das regelt?

Danke und VG, Lola

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Mikkey 11.03.2013, 11:33
@LoLa27

Rechne ihr doch das folgendermaßen vor ich lasse Zinsen und Wertsteigerung mal außen vor, weil das die Sache unnötig verkompölizieren würde:

Fall 1: Sie zahlt Dich erst aus, wenn das Wohnrecht erloschen ist, die fiktiven Kosten von 50.000 seien angefallen. Du bekommst 160.000, sie könnte das Haus für 320.000 verkaufen, also habt ihr denselben Nutzen.

Fall 2: Sie zahlt Dich mit den von ihr vorgeschlagenen 110.000 aus. Sie wartet, bis das Wohnrecht erloschen ist, die fiktiven Kosten von 50.000 seien angefallen. Sie verkauft das Haus für 320.000. Sie hat also einen Nutzen von 210.000 gezogen.

Das Problem bei Eurer Rechnung ist das, dass Ihr die Wertminderung so betrachtet, als seien es Kosten, die während der Wartezeit anfallen. Tatsächlich ist es aber eine allmähliche Wertsteigerung, die während der Wartezeit anfällt.

Eine Abfindung von 135.000 oder gar 128.000 (40%) ist auch deswegen fair, weil bei einer Geldanlage diese sich nach 10 Jahren etwa in der Nähe von 160.000 befinden müsste.

P.S. Ein Gesetz, das einem der Erben vorschreibt, mit dem Vorschlag des anderen Erben einverstanden zu sein, gibt es nicht.

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