Wohneigentumsquote in Deutschland im europäischen Vergleich sehr gering. Grund?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das gleiche Phänomen hat die Schweiz, wo nur 35 % in der eigenen Immobilie wohnen (Deutschland ca. 44 %).

Entscheidend sind:

  1. Die einkommenspreis realtion. Die Preise für Wohneigentum sind in Deutschland und der Schweiz relativ hoch 7-8 Jhreeinkommen in der Schweiz, 6-7 in Deutshcland.

  2. das Verhältnis Miete - Kaufpreis. Wohneigentum kostet bei uns locker die 20-fahce Jahresmiete, im Einzelfall mehr.

Das liegt nicht zuletzt auch an den Bauvorschriften.

Wer in Grenznähe wohnt, kann davon berichten. 20 Kilometer über die Grenze in Belgien, den Niederlanden ist Wohneigentum günstiger, aber eben auch nicht ganz so aufwendig.

Wohneigentum ist in Deutschlands großen Städten traditionell sehr, sehr teuer. Im Vergleich dazu ist es vergleichsweise billig zu mieten und Mieter im Gegensatz zu Eigentümern vor den Unbilden des Lebens geschützt, weshalb es mich mehr wundert, warum in Großstädten wie München irgendwer im Eigentum leben will.

Früher wurde es hoch gefördert, Eigentum zu erwerben aber inzwischen ist auch das weggefalen und nun spricht wirklich nichts mehr dafür, dort etwas zu kaufen. Die bei Wegfall der Förderung erwartete Reduktion der Preise ist nicht gekommen oder der Effekt verpufft.

In den Zentren ist das das Thema. In kleineren Städten überwiegt das Angebot oft die Nachfrage und die Bereitschaft wegzuziehen ist höher, was den Erwerb von Eigentum im Vergleich zur Miete unattraktiv macht.

Stellt sich also die Frage, warum das woanders nicht so ist. Wenn Wohnungen und allem Häuser 1/3 von dem kosten würden, was derzeit aufgerufen wird, würde das kippen und es wäre interessanter, trotz der Risiken etwas zu kaufen.

In der Schweiz sind die Immobilienpreise noch höher und die Eigentumsquote noch geringer. Wo billiger gebaut wird wie in Italien oder Spanien sieht das anders aus. In Zentren wie London oder Paris, wo die Immobilienpreise hoch sind, hast du wieder geringe Eigentumsquoten.

Abhilfe schafft ein Wegfall jeglicher Förderung (wenn die sich denn endlich rumspricht), die Verbilligung des Grundes und vor allem wesentlich billigeres Bauen. Es liegt auch an Vorschriften, dass das immer teurer wird. Aber warum sollte man ein Problem bekämpfen, wenn man wesentlich wirkungsvoller eine Mietpreisdeckelung und Umwandlungsverbote verabschieden kann, die was die Eigentumsquote anbelangt mehr kontraproduktiv ist. Es gibt offensichtlich staatlicherseits kein Interesse, die Wohnungseigentumsquote in D zu erhöhen. Warum auch!!!

Wenn ich mal die bisherigen Antworten mit einfließen lasse, kommen mir so ein paar Gedanken...

  1. Grundsätzlich wohnt der Deutsche ja nicht unter der Brücke. Also auch die Wohnungen/Häuser, in denen die Mieter wohnen, müssen jemand gehören. Da wäre z.B. für mich die Frage, gibt es in anderen Ländern auch so viele gewerbliche Vermieter wie in Deutschland ( irgendwelche mehr oder weniger gemeinnützige Wohnungsunternehmen oder sonstige "Großgrundbesitzer" ) ?

  2. Wenn in Großstädten die Kaufpreise so teuer sind, dass es sich lohnt zu mieten, müsste dass dann für die, welche die Mietwohnungen in den Großstädten besitzen, nicht ein Verlustgeschäft sein ?

  3. Es wurden Förderungen angesprochen. Die Förderung für selbstgenutztes Wohneigentum wurde ja über die Jahre zusammengestrichen. Es gab aber und gibt immer noch, recht gute ( steuerliche ) Förderungen für fremdgenutztes Wohneigentum. Vielleicht sehen die Vergleichsrechnungen dann wieder anders aus, wenn man das mit einrechnet ?

Kann ich mein Zahnarztbonusheft weiterführen auch wenn ich im Ausland wohne?

Kann ich mein Zahnarztbonusheft auch dann weiterführen wenn ich für ein paar Jahre im Europäischen Ausland wohne? Könnte ich also weiterhin in Deutschland zum Zahnarzt gehen und mit auch dort den Stempel geben lassen? Sonst würde ich ja meine jahrelang gesammelten Stempel und meinen Anspruch auf Unterstützung bei Zahnersatz verlieren.

...zur Frage

An welchem Index sollte sich ETF für Kleinanleger orientieren?

Hallo. Mir wurde gesagt, dass ein ETF auch für Kleinanleger interessant sein könne, weil die Kosten dabei gernger sind als bei einem aktiv gemagten Fonds. Aber an welchem Index sollte man sich orientieren? Am DAX? Oder an einem europäischen? Mein Hauptanliegen ist es, das Risiko gering zu halten. Ist es dann besser einen Index zu wählen, in dem viele Unternehmen zusammengefasst sind? Danke

...zur Frage

Miteigentümer einer Immobilie, die nicht bewohnbar ist - Auswirkungen auf Wohngeld?

Guten Morgen.

Ein Bekannter meiner Eltern bezieht Wohngeld und ist nicht arbeitsfähig. Er hat zusammen mit seinen Geschwistern eine Immobilie von der Mutter geerbt, die nicht bewohnbar ist. Das Haus liegt mitten im Wald und ist eher eine Jagdhütte als ein Wohnhaus (keine richtige Wasserversorgung).

Kann die Tatsache, dass er jetzt Wohneigentum hat, eventuell dazu führen, dass er jetzt kein Wohngeld mehr bekommt?

Danke und einen schönen Tag

...zur Frage

Bekommt man bei der Comdirect im europäischen Ausland gebührenfrei Bargeld am Automaten?

Die Comdirect behauptet auf ihrer Webseite einerseits, man könnte mit der EC-Karte innerhalb der EU gebührenfrei Bargeld abheben. Im Kleingedruckten steht dann aber, dass Fremdgebühren seitens der Automatenbetreiber dem Kunden berechnet werden. Zumindest in Deutschland gibt es keine einzige Bank, die Fremdkunden nichts berechnet. ist es in der Praxis mit der Comdirect Girocard möglich, in der EU kostenlos abzuheben oder im Grunde genommen nicht?

...zur Frage

Baufinanzierung für Selbständige - eher schwierig?

Stimmt es, dass es schwieriger ist, eine Baufinanzierung zu bekommen, wenn man selbständig ist. Die Banken mögen das angeblich nicht so gerne. Was kann man tun, dass man trotzdem einen Kredit bekommt. Welche Unterlagen sind nötig?

...zur Frage

Ist eine Rückzahlungsvereinbarung für den Gläubiger rechtlich bindend?

Vor einigen Jahren hatte ich ein Geschäft in Deutschland, bei dessen Schließung einige Verbindlichkeiten für Waren an einen Liferanten (GmbH) verblieben sind. Zwischenzeitlich lebe ich in einem europäischen MItgliedsland in dem ich als Geschäftsführer einer GmbH für die dortigen Verhältnisse gut Verdiene; jedoch sehr weit unterhalb der pfändbaren Grenze. Dennoch habe ich zwischenzeitlich alle Schulden getilgt, bis auf o.g. Forderung. Hier war es nicht möglich einen Vergleich zu erzielen.

Ich möchte nun eine Rückzahlungsvereinbarung anbieten und einen Zinsverzicht vereinbaren. In diesem Land werde ich wohl niemals über die Pfändbare Grenze verdienen. Jedoch kann ich heute noch nicht sagen wohin mich Weg in Zukunft führen wird; evtl. einmal wieder zurück nach Deutschland.

Meine Frage ist: Wenn eine Vereinbarung über die Rückzahlung getroffen wurde, kann der Gläubiger diese Vereinbarung dann (z.B. wenn ich wieder über ein höheres Einkommen verfüge oder überhalb der Pfändungsgrenze verdiene) kündigen und eine höhere Rate oder die Rückzahlung der Gesamtschuld verlangen?

Wenn die Raten pünktlich bezahlt werden, kann der Gläubiger dann Vollstreckungsmaßnahmen durchführen lassen?

Wo kann ich die hierfür anzuwendenden rechtlichen Grundlagen und dazugehörige Rechtssprechung (evtl. auch einen Mustervertrag) finden?

Vielen Dank für Eure Tips. Lg

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?