Wohn-Riester

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3 Antworten

Hallo, die Besteuerung richtet sich nach Ihrem persönlichen Steuersatz bei Beginn der "Auszahlungs- / Rentenphase", also spätestens mit 67 Jahren. Besteuert wird am Ende der Betrag des Wohnförderkontos, wie das funktioniert und was da maximal drin sein kann, können Sie selber leicht googeln, einfach mal "Wohnförderkonto" eingeben. Siehe z.B.: http://www.wohnriester-eigenheimrente.de/besteuerung/wohnfoerderkonto/Wohnfoerderkonto.html

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Wie hoch die Besteuerung sein wird kann nicht pauschal gesagt werden, sondern ist individuell zu berechnen.

Wohn-Riester kann sich unter Umständen lohnen, wobei sich die Vorteile vor allem während der Tilgungsphase zeigen. Mit Hilfe von Wohn-Riester kann schneller getilgt werden. Allerdings werden im Alter dann Steuerzahlungen fällig, welche die Freude an den eigenen vier Wänden schnell trüben können.

Insgesamt ist Wohn-Riester eher für Besserverdienende geeignet als für Geringverdiener und lohnt sich lange nicht in allen Fällen. Im Vorfeld sollten genaueste Überlegungen und Rechnungen aufgestellt werden.

http://www.gevestor.de/details/wohn-riester-besteuerung-kann-teuer-werden-628845.html

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Kommentar von Hanseat
26.11.2014, 21:00

Irgendwas verlinken ohne Kenntnisse der Dinge bringt hier zwar Punkte aber den Fragesteller nicht weiter. Und wieso ist Wohnriester eher für Besserverdienende geeignet ? Weil das in dem verlinkten Artikel so gesagt wird oder weil sie dieser Meinung sind und das auch belegen könnten ?

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Ein Wohnriester ist für eine Immobilienfinanzierung deshalb gut, weil die Beiträge und die Zulagen schon für die Finanzierung genutzt werden. Zulage 154 € plus 2 x 300 € also 754 € Zulage p.a. Es sind alle Beiträge, Zulagen und Gewinne im Rentenalter zu versteuern. Das ist auch richtig so, weil ein Riesterrentner, seine Riesterrente im Rentenalter auch versteuern muss. Da aber bei dir kein Guthaben a, Ende steht, hat der Staat sich hier das virtuelle Wohnförderkonto einfallen lassen.

Besteuerung im Rentenalter

Die Bausparkasse muss ein (fiktives) Wohnförderkonto erstellen, auf dem die geförderten Eigenleistungen und Förderbeträge gebucht werden (zurzeit max. also 2.100,- EUR p. a.) und mit 2% p.a. verzinst werden.

Damit baut sich über die Dauer des Wohn - Riestervertrags ein (fiktiver) finanzieller Vorteil für den Immobilienbesitzer auf. Auf diesen Vorteil hat der Immobilienbesitzer Steuern zu entrichten und zwar wird dieser fiktive Vorteil im Jahr der Einlösung (i. d. Regel Renteneintritt wegen Alters) dem zu versteuerndem Einkommen hinzu gerechnet und mit dem (Erste Abweichung zur Kapitalsteuer / Abgeltungssteuer) persönlichen Steuersatz versteuert.

Hierbei hat der Steuerschuldner nochmals eine Wahlmöglichkeit:

  1. Sofortige Zahlung der Steuerschuld. Dann wird das zu versteuernde Einkommen um 30% reduziert und nur daraus eine Steuerschuld errechnet (kann sich u. U. auf den Steuersatz auswirken).

  2. Das Einkommen wird vom Jahr der Fälligkeit bis zum 85. Lebensjahr zu gleichen Teilen dem jeweiligen Jahreseinkommen zugerechnet.

Beispiel A: Alter 65 Jahre, Steuerlast (fiktiv) 60.000,- EUR zu versteuerndes Einkommen. Bis zum 85 Lj. = 20 Jahre = 3.000,- EUR jährlich sind dem Einkommen hinzu zu rechnen.

Beispiel B: Alter 67 Jahre, Steuerlast (fiktiv) 60.000,- ? zu versteuerndes Einkommen. Bis zum 85 Lj. = 18 Jahre = 3.333,34 EUR jährlich sind dem Einkommen hinzu zu rechnen.

Beispiel C: Alter 60 Jahre, Steuerlast (fiktiv) 60.000,- zu versteuerndes Einkommen. Kunde will Einmalzahlung 60.000 EUR - 30% = 42.000,- EUR werden in diesem Jahr dem Einkommen hinzu gerechnet und mit dem persönlichen Steuersatz versteuert.

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