Frage von NoamS,

Woher weiss ich, ob der Verlustvortrag meiner Werbekosten akzeptiert wurde?

Einkommenssteuererklärung: Ich habe in der Einkommenssteuererklärung für 2011 meine Studiengebühren (Semesterbeiträge 2006-2011), Kosten für Sprachzertifikate, Seminar- sowie Bewerbungskosten als Werbungskosten (Fortbildungskosten) auf einem separaten Blatt angegeben. Die Summe habe ich in Anlage N in Feld #45 "Fortbildungskosten" eingetragen.

Auf dem Mantelbogen (Seite 1) habe ich "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags" angekreuzt. Auf Seite 4, Feld #93 habe ich für den Verlustvortrag 0€ eingetragen. In Feld #92 "Es wurde ein verbleibender Verlustvortrag ... festgestellt" habe ich nichts angekreuzt.

Bescheid: In meinem Bescheid ist nirgends erwähnt, ob meine Fortbildungskosten angerechnet bzw. "aufgehoben" werden. Die Kosten tauchen nicht in der Rechnung auf.

Fragen: Woher weiß ich, ob diese berücksichtigt wurden? Was muss ich in der nachfolgenden Einkommenssteuererklärung dahingehend beachten? Muss ich die Fortbildungskosten erneut auflisten?

Antwort
von billy,

Einen Anruf beim FA.

Kommentar von EnnoBecker ,

Hab ich mal vorgerechnet, was so ein Anruf an Zeit kostet.

Der Sachbearbeiter muss ausfindig gemacht werden. Außerdem muss er auch da sein. Wenn man Glück hat, hat er die Akte im Zimmer und muss nicht durchs halbe Haus rennen. Wenn man noch mehr Glück hat, beendet er das Gespräch auch nicht sofort, sondern bemüht sich um Auskunft.

Dazu muss der Anrufer sein Anliegen dreimal vortragen, denn dem Sachbearbeiter ist nicht erklärlich, was an dem Bescheid unverständlich sien sollte. Seine Antwort fällt dann auch entsprechend aus. Er liest faktisch den bescheid noch mal vor.

Gesamtdauer des Anrufes: 20 Minuten. In dieser Zeit hätte er eine weitere einfache Arbeitnehmerveranlagung fertigstellen können.

Da aber pro Tag fünf Pappnasen anrufen, die sich ihren Bescheid vorlesen lassen, kann der Sachbearbeiter pro Woche 25 Steuerfälle weniger abarbeiten. Weitere 10 Fälle kommen dazu, weil andere Schneescheiche nachfragen müssen, wie weit ihre Steuererklärung denn sei (die wäre schon vor zwei Wochen fertig gewesen, wenn nicht immerzu die Nasenpäpste anrufen würden).

35 Steuerfälle pro Woche und pro Sachbearbeiter.

Und ihr wundert euch, warum die Steuer immer so spät erstattet wird?

Kommentar von LittleArrow ,

Du bist ja echt gut drauf heute!

Hab ich mal vorgerechnet, was so ein Anruf an Zeit kostet.

War der Kommentar Frust? Ich könnte das nachvollziehen;-)

Kommentar von EnnoBecker ,

Frust? Woraus denn? Ich arbeite ja nicht im FA.

Kommentar von Fragfreund ,

Ich arbeite ja nicht im FA.

Nee, aber jeder Anruf beim Finanzamt bedeutet weniger Einnahmen für den Steuerberater.

Kommentar von EnnoBecker ,

jeder Anruf beim Finanzamt bedeutet weniger Einnahmen für den Steuerberater.

Wie das?

Antwort
von Privatier59,

Über Verlustvorträge ergeht ein gesonderter Bescheid.

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