Wo werden umsatzsteuerfreie Entnahmen als Teil des betrieblichen Gewinns in der Umsatzsteuererklärung erfasst?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du zäumst das Pferd von hinten auf.

Als der Übergang in die Regelbesteuerung erfolgte, war der Vorsteuerabzug für alle Anlagegüter zu korrigieren.

Auf die Entnahmen ist Umsatzsteuer abzuführen, egal wann sie angeschafft wurden.

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Vielen Dank! Da die Vorsteuerberichtigung in der Jahreserklärung erfolgt und es 2016 zur Regelbesteuerung kam, stände die Korrektur in der Umsatzsteuererklärung noch an. 

Ich sehe aber den §44 (1) UStDV als Problem, der eine Bagatellgrenze von 1000 € angibt. Es geht um ein Anlagegut, das zu einem Preis von 699 Euro erworben wurde. 2016 erfolgte das letzte Abschreibungsjahr in Höhe von 266,39 €. Folgt man dem  §44 (1) UStDV, wäre eine Korrektur des Vorsteuerabzuges hier nicht anzuwenden. Das würde für mich im Umkehrschluss bedeuten, dass ich den Artikel zum Teilwert entnehme und Umsatzsteuer zahle, die ich selbst nicht geltend gemacht habe. Das sehe ich als Problem in meinem Fall. Habe ich einen Denkfehler? Oder wie wäre dies zu lösen? 

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Der Übergang zur Regelbesteuerung stellt eine Nutzungsänderung dar, infolgedessen die Vorsteuer hätte korrigiert werden müssen. Zu deinen Gunsten. § 15a UStG.

Hat dein Steuerberater dir das denn nicht gesagt, damit du keinen Geldverlust erleidest?

Die Entnahmen unterliegen selbstverständlich der Umsatzsteuer.

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Danke. Der § 15a UStG steht meines Wissens aber im Zusammenhang mit §44 (1) UStDV, der eine Bagatellgrenze von 1000 Euro angibt. Dies wäre hier nicht erfüllt, sodass eine Vorsteuerberichtigung nicht möglich wäre. Das ist der Hintergrund meiner Fragestellung. Eine Berichtigung der Vorsteuer soll demnach nicht erfolgen, aber bei der Entnahme Umsatzsteuer abgeführt werden? Das wäre zu meinem Nachteil.  

Wenn der §44 (1) UStDV übergangen wird, wäre es natürlich unproblematisch. Dann erfolgt die Korrektur der Vorsteuer und eine umsatzsteuerpflichtige Entnahme ohne einen Nachteil. 

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@Chris01

Völlig richtig. Aber:

Erstens: Ich würde dennoch berichtigen.

Zweitens: Wenn das nicht durchgeht, würde ich einen Antrag nach § 168 AO stellen.

Schlimmer als so, wie es jetzt ist, kann es ja nicht werden.

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