Wo sind Kinder nach Scheidung zu versichern (private oder gesetzliche Krankenkasse)

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ab dem Tag, an dem die Scheidung rechtskräftig wurde, können die Kinder kostenlos über die GKV-Mitgliedschaft der Mutter versichert werden (der Antrag ist von der Mutter zu stellen).

§ 10 SGB V (Die PKV des EX-Ehegatten ist dann ohne Bedeutung).

In der PKV sind für die Kinder aber bestimmte Kündigungsfristen zu beachten:

http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__205.html

Gruß

RHW

Danke für den Stern!

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die Regelung ist im Grunde so, das die Kinder beim besser verdienenden (sprich Vater ) versichert bleiben. Allerdings ist auch nichts dagegen einzuwenden, das über die Familienversicherung der Mutter die gesetzliche KK in Kraft tritt. Sogar ein späterer Wechsel auf Wunsch zurück in die Private ist möglich, falls auf die Kinder z. B. kieferorthopädische Behandlungen zukommen, die nur unter bestimmten Voraussetzungen von den Gesetzlichen getragen werden. (aktuelle Erfahrungen in der eigenen Familie)

Hallo,

nach der Scheidung ist die Besserverdienendenregelung gegenstandslos.

Alles ist möglich.

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Hallo, das liegt daran, dass die Familienversicherung eben keine beliebigen Ketten vorsieht.

Familienversicherung gibt es zunächst für KInder und Ehegatten; für Enkel und Stiefkinder nur, wenn sie auch vom GKV-Mitglied überwiegend unterhalten werden (das ist hier nicht abzusehen, daher könnte eine eigene Versicherung wieder notwendig werden); für Schwiegerkinder übrigens gar nicht.

Natürlich kommt auch eine eigene GKV des Kindes in Frage.

Woher ich das weiß:Beruf – 30 Jahre in der PKV gearbeitet

Hallo,

wo die Kinder leben ist zweitrangig und auch, wo sie bisher krankenversichert waren.

Nach der Scheidung besteht wieder Anspruch auf Familienversicherung bei der Mutter.

(Sollte die Mutter selbst wieder heiraten und selbst nur familienversichert sein, könnte es notwendig weren, die Kinder wieder privat zu versichern.)

Gruss

Barmer

Woher ich das weiß:Beruf – 30 Jahre in der PKV gearbeitet

Frage: Einen Satz verstehe ich nicht. Warum könnte es notwendig werden die Kinder im Fall einer Wiederheirat wieder PKV zu versichern? In einem Fall der Wiederheirat und Familienversicherung der Mutter sind doch die Kinder ebenfalls kostenfrei mitversichert.

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@alfalfa

Hallo, das liegt daran, dass die Familienversicherung eben keine beliebigen Ketten vorsieht.

Familienversicherung gibt es zunächst für KInder und Ehegatten; für Enkel und Stiefkinder nur, wenn sie auch vom GKV-Mitglied überwiegend unterhalten werden (das ist hier nicht abzusehen, daher könnte eine eigene Versicherung wieder notwendig werden); für Schwiegerkinder übrigens gar nicht.

Natürlich kommt auch eine eigene GKV des Kindes in Frage.

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@barmer

Hallo Barmer,

(Sollte die Mutter selbst wieder heiraten und selbst nur familienversichert sein, könnte es notwendig weren, die Kinder wieder privat zu versichern.)

wenn die Mutter erneut heiraten sollte und in die Familienversicherung des neuen Ehemannes wechseln würde, ist eine kostenlose Familienversicherung über den Stiefvater oft ausgeschlossen. Dann bestände aber (fast) immer eine Wahl zwischen Beiträgen in der GKV oder PKV. Um zu entscheiden, was dann besser wäre, bräuchte man sehr viel genauere Infos (Zahl der Kinder, Gesundheitszustand, Zukunftspläne der Kinder, Beihilfeansprüche, Tarifinhalte des Vaters ....). Evtl. wäre dann auch eine freiwillige Mitgliedschaft für die Mutter (ein Beitrag) besser als die Beitragszahlung für die Kinder (mehrere Beiträge).

Gruß

RHW

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Nun, es besteht die Möglichkeit die Kinder weiterhin PKV versichert zu lassen. Das OLG Urteil sagt lediglich aus, dass die Beiträge zur PKV zusätzlich zum Unterhalt geschuldet ist. Leben die Kinder überwiegend bei der Mutter besteht in dem Fall auch die Möglichkeit der kostenfreien Familienversicherung. Fazit: ihr habt die Wahl ob PKV oder GKV.

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