Wo kann ich meine Zusatzversicherung für Zahnersatz in der Steuererklärung absetzen?

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In der Anlage "Vorsorgeaufwendungen" zwischen den Zeilen 12-21..dort gibt es Möglichkeiten meine gesetzliche KV und auch "freiwillige" KV einzutragen..durch das Bürgerentlastungsgesetz (und einen vernüftigen Steuerberater..) wird eine Günstigerprüfung durchgeführt, es werden alle (Freiwilligen) Altersvorsorgenaufwendungen gegen meine gesetzliche Kranken & Pflegeversicherungsbeiträge gestellt und zu schauen, welche Absatzfähigkeit für mich persönlich vorteilhafter ist..dazu gehören auch z.T. KV Zusätze HG DerMakler

Frage: Wo kann ich meine Zusatzversicherung für Zahnersatz bei der Einkommensteuererklärung angeben?

Antwort: In den Formularen der Einkommensteuer für das Steuerjahr 2009: In der Anlage Vorsorgeaufwand, Seite 1, Eingabefeld Nr. 80 (Steuerpflichtiger) bzw. 69 (Ehegatte)

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Neu ab 2010:

Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind: Ab 2010 können Sie nach dem neuen "Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung" die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung nahezu vollständig als Sonderausgaben absetzen. Das Finanzamt kürzt Ihre Beiträge für die Krankenversicherung um 4 %. Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung als Grundversorgung sind in voller Höhe absetzbar.

Wenn Sie privat kranken- und pflegeversichert sind: Für Privatversicherte sind die Berechnungen komplizierter. Ihr Kranken- und Pflegeversicherungsschutz geht oft über den gesetzlichen Mindest-Leistungskatalog hinaus. Die Versicherungsprämien für diese Zusatzleistungen müssen herausgerechnet werden. Dazu ist eine Bescheinigung Ihrer privaten Krankenkasse erforderlich. Als grober Anhaltspunkt können Sie davon ausgehen, dass das Finanzamt ca. 80 Prozent Ihrer Beiträge als Sonderausgabe anerkennt. Bei dem Basistarif, den es seit Januar 2009 gibt, erkennt das Finanzamt den vollen Betrag (abzüglich den 4 %) an. Die Beiträge für die private Pflegeversicherung sind – soweit sie nicht über das LeistungsNiveau der gesetzlichen Pflegeversicherung hinausgehen – ist in voller Höhe absetzbar.Für alle Versicherten gilt: Arbeitslosen- und Haftpflichtversicherungen zählen ab 2010 nicht mehr als Sonderausgaben.

Wenn Sie für die Grundversorgung in der Kranken- und Pflegeversicherung unter der Höchstgrenze von 1.900 Euro für Arbeitnehmer bzw. 2.800 Euro für Selbstständige (bei zusammen veranlagten Ehegatten verdoppeln sich diese Beträge) liegen, können Sie zusätzlich Kosten für Arbeitslosen-, Haftpflicht- oder Unfallversicherungen so lange geltend machen, bis diese Höchstgrenze erreicht ist. Die Beiträge für die Grundversorgung in Kranken- und Pflegeversicherung dürfen dagegen auch über 1.900 Euro im Jahr hinausgehen. Das Finanzamt erkennt sie trotzdem voll als Sonderausgaben an.

Ein Rechenbeispiel: Sozialversicherungspflichtiges Jahresgehalt 2009: 36.721 Euro - unselbständiger Arbeitnehmer (AN) Summe AN-Anteil zu den gesetzlichen Sozialversicherungen abzüglich den 4% bei den Krankenkassenbeiträgen: 7.454,65 Euro ===> Wenn man das schönklingende Gesetz genau durchdenkt, dann ist die wahre Sachlage absolut nicht mehr vorteilhaft!

Die AN-Beiträge für die gesetzliche Renten- (2.955 Euro) und Krankenversicherung (hier minus 4%! = 2.836 Euro) sind ab 2010 zwar voll absetzbar, ABER von den Beiträgen zur gesetzlichen Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ganz zu schweigen von den Beiträgen zur privaten Haftpflichtversicherung, der Berufshaftpflichtversicherung, allen privaten Kranken- und Pflegeversicherungen, die über das Sozialhilfe-Niveau hinausgehen, Beiträgen zu privaten Renten- und Kapitallebensversicherungen die vor 2005 abgeschlossen wurden, früher auch Bausparbeiträge, usw. ist ab 2010 KEIN EINZIGER CENT steuerlich ansetzbar!

Das Ganze ist ein „Nullsummenspiel“, eine Augenwischerei für die dummen Wähler. Was die Politiker durch das Verfassungsgericht gezwungen waren an der einen Stelle zu geben, das haben sie – von der Masse der Wähler unbemerkt – einfach an anderer Stelle abgezwackt.

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Vorsorgehöchstbetrag (ab 2005 – bis 2009)

Vorsorgeaufwendungen sind Beiträge zu den gesetzlichen Sozialversicherungen und zu privaten Versicherungen. Diese sind als Sonderausgaben bis zu bestimmten Höchstbeträgen absetzbar. Seit 2005 gelten neue Regeln.

Während Vorsorgeaufwendungen bisher bis zu einem einheitlichen Vorsorgehöchstbetrag absetzbar waren, werden sie seit 2005 getrennt nach "Altersvorsorgeaufwendungen" und "andere Vorsorgeaufwendungen" und jeweils bis zu eigenständigen Höchstbeträgen steuermindernd berücksichtigt.

  1. Altersvorsorgeaufwendungen

Zu den Altersvorsorgeaufwendungen gehören Beiträge - zur gesetzlichen Rentenversicherung - zur Basis-Rentenversicherung (sog. "Rürup"-Rentenversicherung) - zu berufsständischen Versorgungswerken - zu landwirtschaftlichen Alterskassen

Diese Aufwendungen sind im Jahre 2007 absetzbar mit 64 % der Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 12.800 Euro für Alleinstehende und 25.600 Euro für Verheiratete. Aufgrund einer komplizierten Berechnung ist der Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung im Jahre 2007 tatsächlich gerade mal zu 26 % absetzbar.

  1. Andere Vorsorgeaufwendungen

Zu den anderen Vorsorgeaufwendungen gehören Beiträge - zur gesetzlichen Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung - zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungen - zu Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen - zu Unfallversicherungen - zu Haftpflichtversicherungen - zu Risikolebensversicherungen - zu Kapitallebens- und Rentenversicherungen mit Vertragsabschluss vor dem 1.1.2005

Diese Aufwendungen sind absetzbar bis zu einem Höchstbetrag von 1.500 Euro, falls Sie einen steuerfreien Zuschuss zur Krankenversicherung erhalten oder einen Beihilfeanspruch im Krankheitsfall haben (Angestellte, Beamte, Pensionäre, Rentner). Der Höchstbetrag beträgt 2.400 Euro bei Personen, die ihre Krankenversicherung alleine finanzieren müssen (Selbstständige). Bei zusammen veranlagten Ehegatten ergibt sich der gemeinsame Höchstbetrag aus der Summe der jedem Ehegatten zustehenden Höchstbeträge.

  1. Günstigerprüfung

Da die neue Regelung für viele Personen insbesondere mit niedrigem Einkommen schlechter ist als die bisherige, prüft das Finanzamt in den kommenden 15 Jahren von Amts wegen, ob für Sie die Neuregelung oder die Regelung des Jahres 2004 günstiger ist. Berücksichtigt wird der für Sie günstigere Betrag (Günstigerprüfung).

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