Wo ist das deutsche Gold?

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3 Antworten

Vom Goldbestand von 3378 Tonnen (Stand: 31. Dezember 2016) 

lagerten 1236 Tonnen (36,6 %) bei der US-Notenbank Fed in New York, 

432 Tonnen (12,8 %) bei der Bank of England in London und 

91 Tonnen (2,7 %) bei der Banque de France in Paris. 

1619 Tonnen, ungefähr die Hälfte (47,9 %) des Bestandes, verwahrte die Bundesbank in eigenen Tresoren im Inland.

Seit 2013 wurden 300 Tonnen Gold aus New York und Paris nach Frankfurt gebracht,[6] da die Lagerung des Goldes im Ausland seit langem kritisiert wurde. Diese Aktionen des Transports nach Frankfurt, werden Jahr für Jahr fortgeführt.

wfwbinder 09.08.2017, 20:18

Noch eine kleine Ergänzung zum Thema Transport nach Deutschland.

Man sollte sich die Dimensionen vorstellen.

1.700 Tonnen Gold sind 1.700.000 1-Kilo-Barren.

Nehmen wir an, man würde pro Flug 30 Tonnen über den Atlantik bringen, wären das aus New York 41 Flüge. 

Bei einem Preis von ca. 34.000,- Euro pro Kilo, wäre jeder dieser Flüge über 1 Mrd. Euro Wert. 

Welche Versicherung würde das zu welchem Kurs versichern?

Vermutlich müsste man diese Menge, wenn man sie schnell holen wollte, mit einem Flottenbesuch einiger Schiffe der Bundesmarine verbinden. Wobei zu berücksichtigen wäre, dass diese Schiffe nicht für Zuladung konstruiert sind.

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Broni 10.08.2017, 14:53

wie dem auch sei - irgendwie ist ja das Gold ursprünglich auch mal in die USA gekommen. Und auch wenn ich persönlich nichts davon habe, wäre es mir recht, wenn deutsches Gold in deutschen Tresoren verstaubt.

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wfwbinder 10.08.2017, 20:55
@Broni

Das deutsche Gold ist nciht in die USA gekommen, sondern Deutschland hatte nach dem verlorenen Krieg kein Gold mehr. Das Beutegold, der deutschen Wehrmacht, musste zurück gegeben werden und das Reichsbankgold war im Krieg ja zu Geld gemacht worden, weil man dafür eingekauft hatte.

Ausserdem gibt es ja auch genug Legenden um das Reichsbankgolt, vom Toplitzsee, über Transporte usw. wie auch (was vermutlich das naheliegenste ist, dass es für Kriegskosten durch die Siegermächte einkassiert worden ist.

Die Käufe von Gold in den Wirtschaftswunderjahren wurden ja nicht immer sofort durch Transporte ausgeführt. Entsprechende Lagerkapazitäten hatte damals die Bundesbank auch nciht. Viele Staaten der Erde hatten udn haben ihre Goldvorräte in den Tresoren der Bank of England und den diversen Lagerorten (es gibt nicht nur Fort Knox und die FED), der USA.

Auch in der Bundesbank liegt Gold von anderen Staaten.

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Der Status per Vorjahresende wurden von wfwbinder dargestellt. Hier bekommst Du noch mehr Informationen, auch über die Begründung der erforderlichen Lagerung von Teilbeständen im Ausland:

http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Themen/2017/2017_02_09_goldverlagerung_new_york_abgeschlossen.html?submit=Suchen&searchIssued=0&templateQueryString=goldbestand&searchArchive=0

Ob allerdings nach dem Brexit weiterhin Goldbestände in London gelagert bleiben, könnte noch diskutiert werden.

Das sind pro Bundesbürger ca. 42 gr, also so viel wie 1,5 Krügerrand-Münzen im Gegenwert von zusammen etwa 1.500 EUR.

Die deutsche Regierung sollte diese Goldreserven als das Erkennen was sie sind, nämlich absoluter Schwachsinn. Gleichmäßig an alle Bundesbürger als Weihnachtsgeschenk verteilt, wäre das Ansehen der Regierung in den Augen der meist einfältigen Bürger wieder weitgehend hergestellt. 

Die können sich damit Wasserhähne und Kloschüsseln vergolden lassen. Angesichts dieses Luxus kann dann niemand mehr jammern, er wäre ein armer Mensch.

wfwbinder 09.08.2017, 22:14

Alles eine Frage der Blickrichtung. Vermutlich bist Du eher BWLer

Ich lieber die VWL und sage, die Goldvorräte der Bundesrepublik mehr als 1/3 des Bundeshlashalts pro Jahr darstellen.

Soviel wie das BIP von Kasachstan, oder der Summe der BIPs von Kenias und der Dominikanischen Republik.

Also so furchtbar unbedeutend sind die über 3000 Tonnen Gold dann doch nicht.

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