Wo als Beimischung zu einem bestehenden Aktiendepot investieren? Rentenfonds, Staatsanleihen..?

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5 Antworten

Ohne jetzt im Detail zu wissen, was Du denn sonst noch in der Kiste hast, läßt sich da wenig sagen, denn selbst das Volumen des neu anzulegenden Betrags im Verhältnis zum Portfoliowert ist ja im Dunkeln. Selbst die Allokation verschiedener Anlagesegmente nennst Du nicht, so daß man da wirklich im Dunkeln sitzt, was in Frage kommen könnte.

Daher wird noch eine allgemeine Antwort möglich sein. Bereiche, die aus meiner Sicht interessant sein können:

  • Aktien Afrika: ein boomender Kontinent mit einer gewissen Volatilität durch wirtschaftliche, politische und glaubensbezogene Turbulenzen, aber insgesamt mit einer starken Entwicklung im Vergleich zu anderen Emerging/Frontier Markets.

  • Aktien Russland: als langfristige Anlage dürften sich die Unternehmen auf 3-5 Jahre gut entwickeln. Die Dividenden sahen bisher ja weiter gut aus.

  • Aktien Emerging/Frontier Markets allgemein: in deutschen Portfolios sind 1-3% Emerging/Frontier Markets Aktien vertreten, obwohl diese Länder bereits 30-35% des Welt-BIP ausmachen. Das blendet also bei den meisten Anlegern ein wichtiges Segment aus, das man IMHO nicht missen sollte.

  • REITs: mit steigenden Zinsen werden zwar auch diese Aktien wieder etwas unter die Räder kommen, aber irgendwie glaubt niemand, daß wir auf absehbare Zeit wirklich wieder deutlich über die 2% hüpfen werden. Damit sind REITs bzw. REIT Fonds, die je nach Auswahl im Bereich von 3-6% p.a. an Erträgen (ohne Kursgewinne) liefern.

  • Emerging Market High-Yield Corporate Bonds: hier sind die Risikoprämien recht stabil, da die Kupons durch Wachstum in den wesentlichen Binnenmärkten gut absichert sind und die Unternehmen typischerweise geringe Schuldenlasten haben. Der Markt ist auf der Suche nach Rendite in den letzten 24 Monaten schon etwas weniger günstig geworden, aber die letzten Monate haben ja wieder für einen Einbruch gesorgt.

  • Vermögensverwaltende Multi-Asset-Fonds mit gutem Track Record: diese können ein stabiler Kern eines ansonsten aktienlastigen Portfolios sein, den man auch schrittweise mit Sparplänen gut aufbauen kann, während andere Fonds eher opportunistisch zugekauft oder umgeschichtet werden.

Jetzt suchst Du mal heraus, was davon in Deinem Portfolio bereits enthalten ist und was fehlt :-)

schwer zu sagen, wenn man das Depot nicht kennt und damit die "Beimischung" nicht bewerten kann.

Staatsanleihen hoher Bonität rentieren sehr niedrig, Immobilienfonds mag ich derzeit nicht. Rentenfonds? Auch hier wird der Return gering sein.

Wie wäre es mit einem Mischfonds (Aktien und Renten), damit die Rendite ein wenig höher ist und die Risiken minimiert (durch die Renten)?

Oder ein Aktienfonds in Blue Chips, international, mit Ausrichtung auf Dividendenwerte?

Sichere Staatsanleihen rentieren ungefähr so wie Tagesgeld bei einem Premiumanbieter. Da lohnt es sich nicht, das Zinsänderungsrisiko in Kauf zu nehmen.

Rentenfonds die in sichere Rentenpapiere anlegen rentieren im Grunde noch schlechter wegen der Gebühren.

Offene Immobilienfonds lassen sich wegen der neuerdings bestehenden Beschränkungen erst nach Haltefrist wieder zu Geld machen. Im übrigen erscheint es angesichts der Tendenz zur Blasenbildung am Immobilienmarkt nicht gerade sinnvoll, da gerade jetzt einzusteigen.

Was bleibt sind entweder Mischfonds -die natürlich den Wunsch nach Sicherheit im Sinne des Fehlens jeglicher Kursschwankungen nicht erfüllen können- oder aber das "gute" alte Tagegeld verbunden mit der Hoffnung, dass die dürren Zinszeiten irgendwann einmal ein Ende nehmen.

Mein Rat: Nicht an Wunder glauben und nicht in Wunschwelten versinken, sondern sich einen guten Mischfonds suchen. Der Fondselektor einer jeden Direktbank weist einem den Weg zu konkreten Angeboten.

Absolut Return Fonds, Mischfonds und Vermögensverwaltende Fonds.

Kaufe ein paar Blue Chips wie BASF, UNILEVER, NESTLE und NOVARTIS. Die Dividendenrendite wird es Dir danken.

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