Wirkt sich ein Auszahlplan während des Rentenbezugs nachteilig aus?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Auszahlplan ist nur eine andere Form der privaten Kapitalanlage. Dafür gelten deshalb dieselben Regeln wie für ein übliches Wertpapier-Depot: Die Kapitalerträge sind steuerpflichtig mit 25% zzgl. Soli + ggf. Ki.-Steuer oberhalb des Freibetrages von 801 € / 1.602 € (vh).

Eine Auswirkung auf die KV-Pflicht ist weder bei privat Versicherten noch bei gesetzlich Versicherten gegeben.

Ausnahme: Zinsen zählen bei den sehr wenigen freiwillig in der gesetzlichen KV Versicherten als Einkünfte mit, die zu verbeitragen sind. (hierbei gibt es keinen Sparerfreibetrag, aber evt. Werbungskosten dürfen abgezogen werden).

Woran man noch denken sollte, ist ein Vergleich mit Fondsauszahlplänen, z.B. aus schwankungsarmen Mischfonds, die häufig 3-5% Jahresrendite erwirtschaften, während die besten Bankauszahlpäne es bestenfalls auf 2,5% p.a. schaffen.

http://www.biallo.de/finserv/rechnerinframe/Sparplan/Auszahlplanrechneri.php

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DH aber freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung sind über 9 Mio. im Vergleich zu gut 30 Mio. Pflichtmitgliedern. "sehr wenig" geht anders.

Bei denen sind die Kapitaleinkünfte zu verbeitragen und ggf darauf Steuer zu bezahlen. Natürlich unabhängig davon, ob derjenige einen Auszahlungsplan macht oder nicht. Was KV, Steuer und einiges mehr anbelangt dürfte ein Auszahlungsplan eine sehr vorteilhafte Variante sein.

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@Rat2010

Es kommt aber darauf an, wer als Rentner in die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) kommt, und das sind eben doch die allermeisten, auch wenn sie während der aktiven Zeit "freiwilliges" Mitglied in der GKV waren.

Die 9 Mio von oben beziehen sich wohl auf die während ihrer aktiven Zeit freiwilligen Mitglieder, die aber als Rentner dennoch in die KVdR kommen, wenn sie nämlich 9/10 der 2. Hälfte ihres Berufslebens in einer Krankenkasse (auch freiwillig) versichert waren.

http://www.test.de/Abzuege-bei-der-Rente-Krankenkassen-langen-zu-4107408-4107413/

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Über die KV-Problematik hat sich GAFIB schon ausführlich geäußert. In der heutigen Zeit würde ich aufgrund der niedrigen Verzinsung keinen Auszahlplan als Zusatzrente wählen.

Es gibt mittlerweile gute Alternativen dafür. Es gibt Sofortrentenversicherungen die eine garantierte regelmäßige Rente pro Monat zahlen und bei der die garantierte Rente sogar noch steigen kann. Man kann sein Kapital auch schon früher einzahlen nicht erst zum Rentenbeginn, dann erhöht sich die garantierte Rente. Diese Versicherungen sind fondsbasierend und erwirtschaften logischerweise eine höhere Rendite als ein Bankauszahlplan. Das Besondere an den von mir beschriebenen Versicherungen ist die Tatsache, das man jederzeit wieder an sein Kapital heran kann. D.h. man kann jederzeit wieder Geld abheben bis zum Betrag Null. Bei Tod nach Rentenbezug, erhalten die Erben das eingezahlte Kapital abzüglich der bereits bezahlten Renten wieder zurück.

Hallo,

auf die KV-Pflicht hat es keinen Einfluss. Beiträge sind ebentuell zu zahlen, wenn man freiwillig versichert ist.

Zur Steuerpflicht sollte man die Bank befragen.

Viel Glück

Barmer

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Die Steuerpflicht für Kapitalerträge besteht natürlich auch für solche aus einem Auszahlungsplan, was sich aber nicht unterscheidet von einer Geldanlage in Tagesgeld oder Fonds.

Schwerwiegender ist eine ganz andere Frage, nämlich ob es sinnvoll ist, sich bei dem momentan niedrigen Zinsniveau durch einen Auszahlungsplan für so viele Jahre binden zu lassen. Ich würde daher momentan keinen Auszahlungsplan mit Zinsbindung abschließen.

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