Wirkt sich die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze KV 2014 auch auf Beiträge in der PKV aus?

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5 Antworten

Die Beiträge in der PKV richten sich nicht nach dem Einkommen, sondern nach den versicherten Tarifen, dem Eintrittsalter, Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn, etc. Daher spielt die Beitragsbemessungsgrenze hier gar keine Rolle.

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Kommentar von alfalfa
02.11.2013, 21:18

Kleine Ergänzung. Auch Sterbetafel, Kalkulationstiefe der AR, Annahmen über die Abgabeordnung, kollektive Rechnungskerne und Risiko und Annahmepolitik haben auch einen hohen Einfluss auf den Preis einer PKV - und auch später auf den Umfang möglicher BAP.

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Die Versicherungsbeiträge in der PKV werden einkommensunabhängig nach Alter und Gesundheitszustand und entsprechend den gewählten Versicherungsleistungen berechnet. Das berücksichtigte Gesundheitsrisiko bemisst sich auch nach der Berufsgruppe, der ein Versicherter angehört. Risikozuschläge (oder Leistungsausschlüsse) werden bei bestimmten Vorerkrankungen vorgenommen. Ein vereinbarter Selbstbehalt reduziert den Beitrag. Weichen tatsächliche wirtschaftliche Entwicklungen von der ursprünglichen Kalkulation einer privaten Krankenversicherung ab, so kann es zu Beitragsveränderungen kommen. Zu den hierfür maßgeblichen Faktoren gehören allgemeine Kostensteigerungen, aufgrund des medizinischen Fortschritts entstehende Kosten, die Höhe der erforderlichen Versicherungsleistungen innerhalb eines Tarifs, die am Kapitalmarkt erzielbaren Zinserträge und die Veränderung der Kundenzahl durch Storno, Kündigung oder Tod. Durch Wechsel in einen PKV-Tarif mit geringeren Leistungen und/oder durch Erhöhung des Selbstbehaltes kann ein Versicherter seine Beiträge reduzieren. Quelle: http://privatekrankenversicherungtest.de/#die-kosten-einer-privaten-krankenversicherung

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die PKV hat mit der Beitragsbemessungsgrenze nichts zu tun. Wer in der PKV ist, hat seinen Beitrag. Wenn sich sein Einkommen ändert, ändert sich dadurch bei Beitrag nicht.

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Beitragsanpassungen in der OKV erfolgen dann, wenn die Kosten die kalkulierten Tarife übertreffen. Es muss mindestens ein Wert von 5% erreicht werden! bevor das BaFin eine Beitragsanpassung erlaubt:

Faktoren, die eine BAP auslösen können sind:

  • Änderung der Preise in der GOÄ/GOZ

  • Modifikationen Fallpauschalen im BpFLG, bzw Krankenhausentgelt Gesetz

  • Steigende Kosten bei Laborleistungen und Materialien

  • Senkung des kalkulatorischen Zins

  • Entmischung der Kollektive durch hohe Abgänge in den Kohorten in den ersten 5 Jahren

  • steigende Anzahl von Personen im Basis, Standard bzw. Notlagentarif

  • Zu optimistische Kalkulationsannahmen

  • Ausbeutung und Moral Hazard bei der Nutzung der Tarife

Mehr fällt mir aktuell nicht ein, was eine BAP auslöst. Wie du siehst ist die Angebung der JAEG kein auslösender Faktor für eine Beitragsanpassung.

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Kommentar von Sobeyda
02.11.2013, 18:41

Die Prämienanpassung ist in § 12b des Versicherungsaufsichtsgesetz geregelt. Danach muss die PKV die erforderlichen mit dem kalkulierten Leistungen jährlich vergleichen. Ergibt diese Gegenüberstellung eine Abweichung von mehr als 10% ist die PKV verpflichtet die Prämien anzupassen, sofern die Abweichung nicht als vorübergehend anzusehen ist. Ab 5% darf sie anpassen.

Der BaFin ist zwar die Gegenüberstellung der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen vorzulegen, die Beitragsanpassung erlauben tut sie jedoch bereits seit 1994 nicht mehr. Seit diesem Jahr ist die Beitragsanpassung einem unabhängigen Treuhänder vorzulegen, der sie genehmigen muss.

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Auf die** Beiträgen der PKV** ?????

Nein

Die Beiträge der PKV sind zunächst einmal abhängig von den Leistungen und Aufwendungen der PKV.

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