Wird Versorgungsausgleich auf Lebenszeit festgelegt?

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4 Antworten

Nein, man zahlt zumindest bei dem normalen öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich gar nichts. Die während der Ehezeit erworbenen Ansprüche auf Rente bzw. Beamtenversorgung werden gegenübergestellt und aufgeteilt. Das heisst einer der Partner erhält im Alter weniger Rente und der andere mehr.

Änderungen nach der Scheidung wirken sich nicht mehr auf den Ausgleich aus.

Man kann auf den Versorgungsausgleich verzichten und sich anders einigen. Dann wäre stattdessen eine einmalige oder laufende Zahlung denkbar.

Gruss

Barmer

Bei der Scheidung wird der Rentenversicherungsträger vom Gericht beauftragt, die Rentenanwartschaften der Ehepartner (bezogen auf die Ehezeit) auszurechnen. Wer dann in der Ehezeit mehr als der andere in die Rentenversicherung eingezahlt hat, muß dem Partner die Hälfte vom dem "Mehr" abgeben. Der Versorgungsausgleich wird bei der Scheidung durchgeführt und die Rentenversicherung führt den Ausgleich durch, das heißt, sie ziehen von Deinen Rentenanwartschaften die errechnete Rente ab und Deine Frau (also meist bekommt die Ehefrau Rente dazu) bekommt die Rentenanwartschaften gutgeschrieben. Es werden nur die tatsächlichen Ehezeiten ausgeglichen, das heißt vom Heiratsdatum, bis der Scheidungsantrag bei Gericht eingeht.

Zu der zweiten Frage bietet die Seite http://www.online-scheidung-anwalt.de/scheidung-online-informationen/scheidung-ohne-streit/ folgende Antwort: "Grundsätzlich ist [...] der Versorgungsausgleich durchzuführen, d. h. die während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften sind für jeden Ehegatten zu ermitteln. Derjenige Ehegatte, der die höheren Anwartschaften erzielt hat, muss die Hälfte der Differenz an den anderen Ehegatten abgeben". Und in diesem Zitat steckt auch die Antwort auf die dritte Frage. Nein, eine Gehaltssteigerungen nach der Scheidung wirkt sich nicht erhöhend auf den Versorgungsausgleich aus, da nur die "während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften" grundlegend für den Versorgungsausgleich sind.

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