Wird meine Verlustfeststellung des FA auf die Folgejahre angerechnet?

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3 Antworten

Für 2010 kommst Du ca. 1,5 Monate zu spät, denn eine Erklärung über den verbleibenden Verlustvortrag kann man nur 7 Jahre zurück abgeben. Also nur für 2011 ff.

2010 hättest Du zumindest zwischen Weiohnachten und Sivester machen müssen.

Wenn Du für 2011 + 2012 einen Verlustvortrag bekommst, wird der Bescheid 2013 gem. § 175 AO geändert.

Der verbleibende Rest wird dann für spätere Jahre vorgetragen.

Guten Morgen,

ich will die Erklärung nicht abgeben, der Feststellungsbescheid für 2010 ist bereits (innerhalb der 7 Jahre ergangen). Jetzt mache ich den Feststellungsantrag für 2011 und melde dabei den Verlust aus 2010 an. Geht das nicht?

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@Pia7533

Der bescheid über den Verlust on 2010 ist ergangen. Ist doch gut.

Was soll der mit 2011 zu tun haben?

Der wird automatisch weiter vorgetragen.

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@wfwbinder Es könnte ja auch sein, dass man nach der ersten Ferlustfeststellung 7 Jahre kein Einkommen hat (besonders langes Studium oder Promotion) das man mit dem ersten Einkommen verrechnen könnte.

Der Bescheid über die Verlustfeststellung ist zum 31.12.10 ergangen, kann ich sie jetzt auf bei der Erklärung für 2012 noch angeben?

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@Pia7533

Der Verlustabzug von 2010 wird vom Finanzamt von Amts wegen in die nächste Steuererklärung aufgenommen, die möglich ist. Aber wenn man einen festgestellten Verlust in 2010 hat, muss auch eine erklärung für 2011 abgegeben werden. Entweder Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags, oder eine Einkommenssteuererklärung.

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Danke! Ich hatte tatsächlich diese Seite schon konsultiert. Allerdings finde ich immer noch keine Antwort auf meine Frage. Steh ich auf der Leitung?

"Die negativen Einkünfte werden so lange Jahr für Jahr vorgetragen, bis davon nichts mehr übrig ist."

--- ja, verstehe. Aber was passiert, wenn für ein Jahr, in das vorgetragen wird (2013), schon ein Einkommenssteuervescheid vorliegt? Kann dieser mit dem Bescheid zum 31.12.10 überhaupt noch geändert werden?

Dazu kann ich leider in beiden Artikeln keine Antwort finden :(

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@Pia7533

diVermutlich "ja", denn in meinem Link findest Du die gesuchte Antwort:

Hatten Sie eine Steuererklärung eingereicht, aber die Verluste nicht angegeben, werden ab dem 14.12.2010 abgegebene Erklärungen zur Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags über die nachgemeldeten Verluste nur berücksichtigt, wenn der Steuerbescheid für das Verlustentstehungsjahr noch nicht bestandskräftig ist (§ 10d Abs. 4 Satz 4 EStG i.V.m. § 52 Abs. 25 Satz 5 EStG). Diese Neuregelung hat der BFH für verfassungsgemäß befunden (BFH-Urteil vom 10.2.2015, IX R 6/14, BFH/NV 2015 S. 812). Die Änderung eines bestandskräftigen Einkommensteuerbescheids kommt nur in Betracht, wenn der Verlust erst nachträglich eingetreten und deswegen als rückwirkendes Ereignis zu werten ist.

"nur berücksichtigt, wenn der Steuerbescheid für das Verlustentstehungsjahr noch nicht bestandskräftig ist" bedeutet, dass der Verlustvortrag ansonsten nicht mehr berücksichtigt wird:-(

Deine Details musst Du selber nachvollziehen!"

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@LittleArrow

Danke für die Antwort @LittleArrow - vielleicht habe ich mich ja nicht genau genug ausgedrückt, oder ich verstehe immer noch ein Detail nicht richtig...? Für die Verlustentstehungsjahre (2010-2012) gibt es ja noch keinen bestandskräftigen Steuerbescheid. Nur für das erste "Verrechnungsjahr", in dem ich das erste Mal Lohnsteuer gezahlt habe.

Der Verlustvortrag ist dann so groß, dass selbst nach Abzug dieses Jahres (2013) noch ein Rest in 2014 fortgeschrieben werden würde.

Die Frage ist, ist der Steuerbescheid 2013 noch änderbar, wenn für Jahre davor (in denen KEIN Steuerbescheid vorliegt) Verluste festgestellt wurden?

Ich sehe schon, es ist ein kompliziertes Thema und viellleicht liegt es auch an meiner laienhaften Wortwahl zu dem ganzen. Ich hoffe ich hab mich jetzt verständlich ausgedrückt :) vielen Dank auf jeden Fall schonmal für den gut gemeinten Support!

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@Pia7533

Steuerbescheid 2013: bestandskräftig oder nicht?

Probiere es doch einfach aus;-) Du kannst doch nur gewinnen oder?

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@LittleArrow

Danke für die ausführliche Antwort @LittleArrow ! :)

Vielleicht habe ich mich ja nicht genau genug ausgedrückt, oder ich verstehe immer noch ein Detail nicht richtig...? Für die Verlustentstehungsjahre (2010-2012) gibt es ja noch keinen bestandskräftigen Steuerbescheid. Da muss auch keiner geändert werden. Nur für das erste "Verrechnungsjahr", in dem ich das erste Mal Lohnsteuer gezahlt habe.

Der Verlustvortrag ist dann so groß, dass selbst nach Abzug dieses Jahres (2013) noch ein Rest in 2014 fortgeschrieben werden würde.

Die Frage ist, ob der Steuerbescheid 2013 noch änderbar ist, wenn für Jahre davor (in denen KEIN Steuerbescheid vorliegt) Verluste festgestellt wurden? Ich habe hier etwas zu Paragraph 175 Abs 1 Nr 1 gelesen: "dass (der ergangene) Steuerbescheid noch geändert werden muss, da seine Festsetzungsfrist nicht zwei Jahre vor Bekanntgabe des Verlustfeststellungsbescheides (in meinem Fall Januar 2018) endet (Paragraph 171 Abs 10 AO)

Ich sehe schon, es ist ein kompliziertes Thema und viellleicht liegt es auch an meiner laienhaften Wortwahl zu dem ganzen. Ich hoffe ich hab mich jetzt verständlich ausgedrückt :) vielen Dank auf jeden Fall schonmal für den gut gemeinten Support!

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@Pia7533

Ja, das mit der Leitung stimmt. Der Feststellungsbescheid ist ein Grundlagenbescheid. Also - es haben sich die Grundlagen für 2013 geändert.

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@correct

@correct @LittleArrow Danke für die ganzen Tipps - wie ihr seht habe ich schon schlaflose Nächte zu dem Thema ;)

Ich werde es jetzt einfach probieren, für 2011 & 2012 je einen Antrag auf Verlustfortschreibung stellen und dann hoffen, dass der Bescheid 2013 geändert wird 🙂🙏🏼

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@Pia7533

Dann schlaf nun mal gut und berichte beizeiten von Deinem Ergebnis:-)

PS. Je einen Antrag auf Verlustfeststellung.

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