Wird die private Vorsorge komplett auf die Erwerbsminderungsrente angerechnet?

2 Antworten

Die 1.000,- € sind nehme ich an eine private Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente?

Diese wird selbstverständlich NICHT auf die gesetzlichen Ansprüche angerechnet.

Laut GdV ist eine Erwerbstätigkeit unschädlich für die BU-Rente, wenn diese weniger als 80% des Nettoeinkommens des zuvor versicherten Berufs erbringt und dieser nicht in etwa der gleichen Lebenstellung entspricht.

Es kann aber sein, dass die Bedingungen deines Vertrag geringfügig abweichen.

Neben einer vollen Erwerbsminderungsrente der DRV können anrechnungsfrei 450,- € monatlich aus Erwerbstätigkeit verdient werden. Wichtig ist aber die Beachtung der Arbeitszeit. Wenn du 3 Stunden am Tag oder mehr arbeiten kannst, bist du nicht mehr voll erwerbsgemindert.

Bei einer teilweisen EM-Rente entnimm die anrechnungsfreien Werte bitte deinem Rentenbescheid. Hier gelten 6 Stunden. Wer 6 Stunden täglich arbeiten kann ist voll erwerbsfähig und hat keinen Rentenanspruch an die DRV.

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Bitte benutze in Zukunft perfekte Terminologie.

Du schreibst von privater Vorsorge statt exakt zu benennen worum es geht. Auch schreibst du nur Erwerbsminderung statt voller oder teilweiser. Übernimm Bezeichnungen bitte immer exakt und unterlasse es diese umzuformulieren. Dies führt zu falschen, viel zu umfangreichen oder ungenauen Antworten.

Vielen Dank. Es handelt sich um eine volle Erwerbsminderungsrente. Die 1000 Euro sind aus einer Erwerbsunfähigkeits- Versicherung ( Generali). Der 450€ Job sind an 4 Tagen die Woche je 2h

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Hallo, wie schon ausgeführt, wird da (bisher) nichts angerechnet.

Wieviel Du hinzuverdienen darfst, steht im Rentenbescheid. 450 EUR sind aber in der Regel kein Problem.

Wenn diese 450 EUR als echter Minijob vom Arbeitgeber pauschal versteuert werden, zahlst Du keine Steuern mehr.

Wenn eine Steuerklasse angegeben wird, kann es zu Abzügen kommen, die Du aber bei dem Einkommen wohl zurückbekommen solltest.

Krankenversicherung fällt nicht an.

Viel Glück

Barmer

Werkstudent Sozialabgaben?

Hi, ich bin seit kurzem Werkstudent und mir immer noch unsicher wieviel ich jetzt verdienen darf. Vielleicht kann mir jemand sagen ob ich alles richtig verstanden habe, da das doch ein etwas verwirrendes Thema ist.

Als Werkstudent darf ich nur 20h die Woche arbeiten, es sei denn es sind Semesterferien. In diesen darf ich maximal 26 Wochen diese Grenze überschreiten. Ist dies bis hier erfüllt, bin ich "ordentlicher Student" und es gilt folgendes:

  1. Die Arbeitslosenversicherung fällt für mich unabhängig davon wie viel ich verdiene weg.
  2. In die Rentenversicherung wird vom Lohn automatisch ein Prozentsatz eingezahlt. ( Liegt das Einkommen unter 450€ wandert 9,35% davon hinein. Liegt das Einkommen über 450€ aber unter 850€ wandert ein Betrag zwischen 4% und 9,35% davon hinein. Liegt das Einkommen über 850€ wandert 9,35% davon hinein.
  3. In der Kranken-/Pflegeversicherung darf ich Familienversichert bleiben, solange mein Einkommen 425€/Monat zuzüglich 1000€ Webungskosten nicht übersteigt. Dieser betrag wird Jährlich behandelt, dh. ich darf zusammengerechnet 6100€ im Jahr verdienen.(also auch z.B. 6100€ im Januar und 0€ im restlichem Jahr)

Da ich mit 6100€ im Jahr im Freibetrag für die Lohnsteuer bleibe, entfällt diese.

Sagen wir ich verdiene Monatlich 200€, außer in 2 Monaten der Semesterferien, in denen ich 2000€ verdiene. 200€ * 10 + 2000€ * 2 = 6000€ Ich verdiene also wenig genug, um weiterhin in der Familienkrankenversicherung zu bleiben und zahle NUR o.g. Beiträge zur Rentenversicherung. Ich habe Jährlich also von 6000€ Brutto (0,9065 * 6000€) 5439€ Netto übrig.

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