Wird der verbleibende Verlustvortrag (Spekulationverluste) auf Gewinne des Ehepartners angerechnet?

1 Antwort

Ich gehe davon aus dass über die Altverluste ein Bescheid über den verbleibenden Verlustvortrag vom Finanzamt vorliegt. Dieser Bescheid sollte dann auch auf die Namen der gemeinsam veranlagten Ehepartner ausgestellt sein. Zweite Voraussetzung ist, dass sich für das Depot, wo sich nach Verrechnung mit evtl. Gewinnen für das Jahr 2009 zum Jahresschluss Verluste ergeben, eine Verlustbescheinigung vorliegt. Die Verlustbescheinigung muss bis spätestends 15.12.09 bei der Depotstelle beantragt werden. Wenn das im Jahr 2009 versäumt wurde, wird die Bank die Verluste Depotintern auf das Folgejahr vortragen. Dann hat man im Jahr 2011 ja wieder die Möglichkeit die Verlustbescheinigung zu beantragen und dann beim FA einzureichen so dass die Altverluste aus 2008 verrechnet werden können. Im Jahr 2013 sollte man allerdings nicht mehr vergessen, die Verlustbescheinigung zu beantragen, denn für das Jahr 2013 ist es letztmals möglich die vor dem Jahr 2009 entstandenen und vorgetragenen Altverluste mit Neuverlusten zu verrechnen.

Anfängerfrage - Lohnsteuer / Verlustvorträge?

Hallo finanzfrage.net-Experten,

da ich mich dieses Jahr zum ersten Mal mit dem Thema Lohnsteuer/Steuererklärung beschäftige, habe ich dementsprechend viele Fragen zu Themen wie Lohnsteuer und Verlustvorträgen und hoffe, dass ihr mir die ein oder andere davon beantworten könnt. ;)

Vielen Dank dafür schon im Voraus.

Lohnsteuerberechnung:

Ist es korrekt, dass die Werbungskosten nochmal extra zu dem Grundfreibetrag von 8652€ dazugerechnet werden und das mit einem Pauschalbetrag von 1000€ automatisch berücksichtigt wird? Das wäre mMn ja dann quasi eine Erhöhung des Steuerfreibetrages um 1000€ auf 9652€ für dieses Jahr, da man für den Werbungskostenpauschalbetrag ja keine Nachweise benötigt?

Konkretes Beispiel: Dieses Jahr habe ich ein Bruttoeinkommen von ca. 13000€:

13.000 Bruttoeinkommen 2016

-8.652 Grundfreibetrag 2016

-1.000 Werbungskostenpauschale

=3.348 zu versteuerndes Einkommen

Auf diese Fallen laut Brutto-Netto-Rechner eine Lohnsteuer von nur 21 € an. Ist das so korrekt berechnet?

Nun die Frage zu den Verlustvorträgen:

Da ich seit 2008 studiert habe, würde ich gerne die entsprechenden Kosten wie Studiengebühren, Krankenkassenbeiträge, Fahrtkosten etc. mittels Verlustvortrag anrechnen lassen.

Würde der Verlustvortrag von 2009 mit in die Werbungskosten von 2016 fließen, sofern dies später für ein Erststudium vom BVerfG anerkannt wird?

Falls dies der Fall ist, müssten diese Werbungskosten inkl. Verlustvortrag 2009 den Pauschalbetrag von 1000€ übersteigen um einen Unterschied zu machen, würden aber auch dann maximal eine Steuerersparnis von 21 € einbringen?

Daher die Frage, ob es möglich ist, den Verlustvortrag von 2009 auch mit ins Jahr 2017 zu nehmen bzw. dort erst abzusetzen, selbst wenn der Verlustvortrag 2016 gestellt wurde? Denn dann würden die dadurch erreichte Steuerersparnisse wesentlich höher ausfallen.

Vielen Dank.

Gruß

blacking

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steuerliche Verlustvorträge optimal nutzen

Hallo allerseits,

ich habe Verlustvorträge aus der Zeit meines Zweitstudiums (ich glaube, man nennt dies "vorweggenommene Fortbildungskosten"; es handelt sich um Studiengebühren, die das Finanzamt mir für 2008 bereits als Werbungskosten anerkannt hat). Aktuell habe ich einen Steuerbescheid für das Jahr 2008. In den Jahren 2009 und 2010 habe ich ebenfalls Kosten für das Zweitstudium gehabt, Einkommenstuererklärungen für diese Jahre habe ich noch nicht gemacht. Seit 2011 arbeite ich und zahle Einkommensteuer per Lohnsteuerabzug. Einkommensteuererklärungen für die Jahre ab 2011 habe ich ebenfalls noch nicht gemacht (ich bin nicht zur Abgabe verpflichtet und habe als freiwiliig Steuererklärendern ja 4 Jahre Zeit, meine Steuererklärungen abzugeben). Ich rechne also damit, für 2009 und 2010 noch weitere Verlustvorträge anzusammeln, die dann ab 2011 mein zu versteuerndes Einkommen mindern sollten. Mein Gehalt steigt mit der Zeit, war also 2011 niedriger als 2012 niedriger als 2013 und ich nehme an, das es so weitergeht.

Ich frage mich nun, wie ich meine Verlustvorträge optimal nutzen kann. Wenn der gesamte bis einschließlich 2010 aufgelaufene Verlustvortrag mit meinem ersten Gehalt aus 2011 verrechnet wird, ergibt eine niedrigere Steuerentlastung, als wenn ich meine Verlustvorträge weiterhin vortragen kann und z.B. erst 2014 verrechne (höherer Grenzsteuerdsatz).

Hat jemand Hinweise für mich, ob/wie letzteres möglich wäre? Was würde z.B. passieren, wenn ich Steuererklärungen für 2008 bis 2010 (die lediglich zu steigendem Verlustvortrag führen werden) abgebe, dann aber für 2011 bis 2013 keine Einkommensteuererklärungen abgebe und sobald mein Grenzsteuersatz sehr hoch ist, z.B. ab 2014, wieder eine Einkommensteuererklärung abgebe (um meine Verlustvorträge nur mit dem hohen 2014er-Einkommen zu verrechnen und nicht mit dem niedriegen 2011er Einkommen)?

Oder kann ich nichts dagegen tun, dass Verlustvorträge mit Einkommen verrechnet werden, sobald Einkommen da ist, bei mir also ab 2011?

Vielen Dank!

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Wieso gibt es bei der Bank zwei Töpfe "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern"?

Ich habe ein Depot bei der Postbank. Ich habe zuletzt Gewinne realisert.

Vor der Gewinnrealisierung hat ich einen Betrag im Topf "Aktienverluste".

Zuerst habe ich eine Aktienposition mit Gewinn verkauft.

Dadurch ging der Topf Aktienverluste auf 0. Der restliche Verkaufsgewinn wurde mit dem Sparerpauschbetrag verrechnet.

Dann habe ich ein Zertifikat verkauft. Der Sparerpauschbetrag ging durch diesen Verkauf auf 0 und der Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Sonstige" wurde um den verbleibenden Gewinnbetrag erhöht.

Dann habe ich einen ETF verkauft. Der gesamte Gewinn hieraus musste versteuert werden und der Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Sonstige" wurde um den Gewinnbetrag erhöht.

Anschlissend habe ich eine Aktienposition mit Gewinn verkauft. Nun wurde der Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Aktien" um den Gewinnbetrag erhöht.

Fragen hieraus:

Werden Aktienverluste, die ich sehr wahrscheinlich noch realisieren muss, nicht automatisch mit dem Topf "Berechnungsgrundlage der gezahlten Steuern - Sonstige" verrechnet?

Bzw. ist es nicht möglich/zulässig Aktienverluste mit Gewinnen aus ETF's/Zertifikaten verrechnen bzw. umgekehrt?

Wenn das nicht gehen sollte, sollte man dann überhaupt Aktien und gleichzeitig ETF's/Zertifikate in seinem Depot haben?

Ansonsten könnte es ja z. B. passieren, dass man Steuern auf Aktiengewinne zahlen muss, obwohl man vorher große Verluste mit ETF's gemacht hat, und umgekehrt?

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Steuererklärung: Verlustvortrag von zwei hintereinander folgenden Jahren.

Also Ihr Lieben, ich heiße "Tom" und ich habe letztes Jahr zum ersten Mal eine Steuererklärung abgegeben. Zu Tom müsst Ihr wissen, dass er in den Jahren 2008 - 2012 BWL studierte. Er machte vorher eine Ausbildung und besuchte eine Fachhochschule. Soweit so gut. Als Tom gegen Ende 2014 seine Steuererklärung für das Jahr 2010 vorbereitete, hörte er, dass die Studiengebühren rückwirkend als Verlustvortrag beim Finanzamt angegeben werden kann. So, Tom bereitete zunächst alles für das Jahr 2010 vor, dann nahm er sich das Jahr 2011 vor. Bevor er allerdings beide Steuererklärungen abschickte, blieb er wegen einer Sache stutzig. Tom fand bei seinen vielen Recherchen heraus, dass nach einer Steuererklärung zur "Feststellung des Verlustvortrags" eine "Einkommensteuererklärung" für das Folgejahr folgen muss. Im Punkt "Zus. Ausgaben" müsse dann der Verlust vom Vorjahr angegeben werden. Da Tom im Folgejahr immer noch studiert und er noch keine Einkommensteuer gezahlt hatte, fragte er sich "was nun?!". Auf den Rat eines Freundes hin machte er bei beiden Steuererklärungen ein Kreuzchen an der Stelle „Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags“. Dann hatte er die Formulare mit den Belegen abgeschickt. Muss sich Tom da irgendwie Sorgen machen, dass er die Kreuzchen an die richtige Stelle gemacht hat und vor allem, weil er bei der Steuererklärung 2011 keine Angabe gemacht hat (machen konnte) über den Verlust von 2010… oder muss Tom nach dem Erhalt des Bescheids für die Steuererklärung 2011 eine Änderung vornehmen...?

Wenn Ihr dazu mehr Erfahrung habt, dann wäre ich euch dankbar über jeden Kommentar.

Mit besten Grüßen

Tom

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