Wir haben ein Haus gekauft ich bin nicht verheiratet

6 Antworten

Der Lebenspartner ist also Alleineigentümer des Hauses. Wenn kein Testament besteht und ihr auch nicht verheiratet seid, dann werden dessen eigene 3 Kinder nach der gesetzlichen Erbfolge zu gleichen Teilen zu Erben berufen. Die dürfen dann ja wohl auf jeden Fall da wohnen bleiben.

Wenn Dich der Lebensgefährte letztwillig als Alleinerbin bestimmen würde, hättest Du zwar das Haus aber auch gleich 2 Probleme: Der Erbschaftsteuerfreibetrag ist mit 20.000 Euro sehr niedrig und es würde somit sehr viel Erbschaftsteuer anfallen. Als ob das nicht genug der Probleme wäre, könnten auch noch die 3 leiblichen Kinder des Lebensgefährten den Pflichtteil geltend machen. Das Haus wäre vermutlich wirtschaftlich nicht mehr zu halten und müßte veräußert werden.

Was könnte getan werden? Nun ja, man könnte für Dich ein Wohnrecht ins Grundbuch eintragen lassen. Das würde Dich allerdings zwar der Sorgen um den Verbleib im Haus entheben, Dir aber zugleich ein extrem teures Ei ins Nest legen: Auch die Wohnrechtsbestellung ist eine Schenkung und man darf den Steuerwert einer solchen Schenkung nicht unterschätzen. Wir hatten hier vor einiger Zeit eine Fragestellerin von der das Finanzamt in einer solchen Sache einen höheren fünfstelligen Betrag haben wollte und die völlig verzweifelt nach Auswegen suchte. Leider gab es keine.

Die beste Möglichkeit für Dich wäre, wenn ihr heiraten würdet und anschließend ein Berliner Testament aufsetzt worin Du als Alleinerbin benannt bist. Zudem würde ich auch den Versicherungsschutz überprüfen und -sofern nicht ohnehin schon geschehen- Risikolebensversicherungen in einer Höhe abschließen die die Kreditbelastungen abdecken.

"Wir haben ein Haus gekauft"

"Da ich nicht im Grundbuch stehe ......"

Der zweite Satz ist völlig konträr zum ersten. Er hat ein Haus gekauft. Du darfst drin wohnen.

Wenn er stirbt, gehört das Haus seinen Kindern.

Da ihr im gleichen Haushalt gelebt habt, kann man Dich nicht gleich rauswerfen. Du hast das Recht noch einige Wochen darin zu wohnen.

Wenn Du abgesichert werden willst, musst Du ins Grundbuch. Problem, Ihr seid nicht verheiratet. Also, wenn er dir was schenkt ist alles was über 20.000,- Euro ist mit mindestens 30 % der Schenkungssteuer zu unterwerfen.

Aber natürlich mußt Du den Kreditvertrag dann mitunterzeichnen.

Du könntest die Hälfte auch gegen Übernahme der hälftigen Schuld kaufen (es bliebe für den Teil der Eigenkapital war das Risiko der gemischten Schenkung), aber das kostet Grunderwerbsteuer.

Warum hast Du Dich/Ihr Euch nicht vorher beraten lassen.

So etwas kann man relativ preiswert durch Vertragsgestaltung und eine Risiko-Lebensversicherung gelöst haben.

Nun kann die "Reparatur" richtig Geld kosten.

Oder heiraten. dann ist alles gut.

Gerade noch eine Idee gehabt.

Wenn ihr aus persönlichen Gründen nicht heiraten wollt und er der wirtschaftlich erheblich Stärkere ist (und sagen könnte warum soll ich ein Haus bezahlen, was später ihre Kinder zu 50 % erben), dann wäre eine Absicherung für Dich, die Eintragung eines lebenslänglichen Wohnrechts für Dich und ggf. Deiner Kinder bis zum ... Lebensjahr.

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Hab das ein bisschen doof ausgedrückt ;-) ich zahle die hälfte aller anfallenden Kosten sonst nichts . Aber er ist der Meinung sollte ihm was passieren dann würde das Haus an mich fallen , was aber nicht stimmt . Auch wenn er keinen Kontakt zu seinen Kindern hat würden die es erben , was er mir nicht glauben will . Ich stelle keine Ansprüche an das Haus . Nur ist das immer wieder ein Thema zwischen uns , weil er meint er hätte recht und ich nicht wenn er sagt das ist genauso meins wie Seins und ich ihm wieder mal sage das es nicht stimmt , das es sein Haus ist ! Mit freundlichen Grüßen Waldfest

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@Waldfest

Wenn er wirklich meint, dass das Haus an einen Menschen fällt mit dem er weder Verwandt noch verheiratet ist, dann ist er (entschuldige bitte) dumm, denn das die natürlich Erben (ich drücke es extra nicht fachlich aus) Kinder und Ehegatten sind, ist allgemein bekannt.

Schleife ihn zum Anwalt, dem wird er ja wohl glauben.

Wenn er es so wünscht, wie er Dir sagt, dann muss er was tun.

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Immobilien(finanzierungen) sichert man doch für gewöhnlich durch eine Risikolebensversicherung ab, mit fallender Beitragssumme entsprechend der Höhe der restlichen Tilgung.

Wäre mal so eine Idee.

Vorfälligkeitszins bei Umschuldung nach Auflösung Erbengemeinschaft??

Guten Tag,

meine (mittlerweile) Frau, hat in Erbengemeinschaft (mit ihren 2 Geschwistern) ein Haus geerbt. Meine Frau und ich haben dann das Haus aus der Erbengemeinschaft übernommen und notariell alles gekauft (übernommen Übernahmevertrag aus Erbe) und die Geschwister ausbezahlt.

Auf dem Haus war noch ein offener Kredit von 68.000€ dem ein Bausparvertrag mit bereits 31.000 Euro gegenübersteht. Der Kredit würde 2014 ablösbar werden und soll mit dem Bausparvertrag abgelöst werden dann.

Im Notarvertrag bei der Übernahme aus der Erbengemeinschaft wurde zusätzlich geregelt, dass in dem Kreditvertrag der da noch offen ist, die Erbengemeinschaft als Kreditnehmer raus muss und WIR auch als neue Hausbesitzer dann rein. der Kreditvertrag läuft namentlich auf der Schwester meiner Frau und die 2 Miterben (1 davon meine Frau) stehen als Bürgen mit dabei.

Also bin ich zur Bank habe mein Anliegen vorgetragen, dass das Haus jetzt aus der Erbengemeinschaft von uns übernommen wird und jetzt uns gehört. Mit der Bitte den Namen im Kreditvertrag dann auf mich zu schreiben, damit alles wieder stimmt und die Bank auch wieder das Haus als Sicherheit hat (da es der Erbengemeinschaft ja nicht mehr gehört). Nix da. Die Bank verlangt einen Vorfälligkeitszins von über 3000€ nur um den Namen zu ändern. Da mit ein gehen natürlich dann noch Eröffnung neuer Kreditvertrag + Provisionen usw. Er (der Banker) bezieht sich auf ein EU-Recht, welches er mir nicht nennen will.

Hat jemand ein Tip für mich? Gibt es das Gesetz? Brauche ich einen Anwalt?

Was würdet ihr tun? Wie stehe ich rechtlich?

Danke vorab.

Gruß

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