Wie/wo mache ich Totalverlust aus Aktienverkauf steuerlich geltend?

2 Antworten

Anlage KAP:

In Zeile 12 tragen Sie die nicht ausgeglichenen Verluste ohne
Verluste aus der Veräußerung von Aktien ein. Dazu gehören
Wertpapiergeschäfte mit z. B. Zertifikaten, Anleihen, Termingeschäfte
und Investmentfonds.

Ihr Vorteil: Diese Verluste können mit Erträgen, die bei einer anderen Bank erzielt wurden, verrechnet werden. Die besondere (Verlust-)Bescheinigung erhalten Sie von Ihrer Bank, die bis zum 15. Dezember eines Jahres angefordert werden kann.

Die Verluste aus Aktiengeschäften tragen Sie schließlich in Zeile 13 ein.
Verluste aus Aktienveräußerungen sind nur mit Gewinnen aus anderen
Aktienveräußerungen zu verrechnen, daher die Trennung dieser beiden
Verlustarten.

Ich würde bei der Bank unter Hinweis auf die Finanzgericht-Urteile versuchen, doch eine entsprechende Bescheinigung zu bekommen. Falls das nicht klappt, würde ich als Nachweis beim Finanzamt den Kauf- und Verkaufsbeleg einreichen. Daraus ergibt sich ja auch der Verlust. Dann bei Ablehnung Einspruch einlegen und Ruhen des Verfahrens beantragen.

Alternativ erst die Steuererklärung ohne einreichen und dann die Aufwendungen im Einspruch geltend machen, wie @Petz1900 schon geraten hat.

Die kann man bei Elster natürlich nicht unterbringen, weil es nicht der aktuellen Gesetzeslage entspricht.

Ggfs. im Einspuch diese Aufwendungen geltend machen und Ruhen des Verfahrens beantragen bis zur Entscheidung beim BFH.

Wieso sollte man bei Elster keine Verluste aus Aktiengeschäften eintragen können, selbst wenn sie später nicht anerkannt werden? Zunächst sind es doch nur Zahlen, die sich nicht von "normalen" Aktienverlusten unterscheiden.

Ob die Anerkennung der aktuellen Gesetzeslage entspricht, kann doch erst der Sachbearbeiter an Hand der eingereichten Belege überprüfen, oder sehe ich das falsch?

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@Petz1900

Ich arbeite nur indirekt mit Elster indem ich mein Steuerprogramm damit "beauftrage", kann es also selbst nicht prüfen.

Trotzdem kannst Du mich gerne korrigieren, indem Du auf meine Frage eingehst, Deine Antwort ist unproduktiv.

Ich würde den Verlustbetrag in KAP Zeile 14 oder 22 eintragen (wie gesagt, warum sollte das bei Elster nicht gehen?) und die entsprechenden Belege einreichen.

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Tankbelege erforderlich für etwa 150-160km Fahrt zur Arbeitsstätte?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zum Ansetzen des Fahrtweges zur Arbeitsstätte:

Ich bin, als ich angefangen habe in Frankfurt zu arbeiten, täglich (von Montag bis Mittwoch) etwa 150-160km mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Donnerstag und Freitag konnte ich in der Regel von zuhause aus arbeiten. D.h. also, dass ich nur an drei Tagen jeweils etwa 300km (hin und zurück) gefahren bin. Pro Tag hatte ich etwa Spritkosten von 35-40€. Wenn ich mit dem ICE gefahren wäre, wäre dies durchaus teurer gewesen. Insgesamt waren dies ca. 150 Fahrten nach Frankfurt (einfach gewertet).

Da ich mir anfangs gedacht habe, dass ich lieber 350-400€ für Sprit zahle und dafür täglich bei meiner Familie bin, bevor ich 600-700€ für die Miete in Frankfurt zahle, habe ich den Weg zumindest von Montag bis Mittwoch auf mich genommen. Irgendwann Mitte 2017 wollte ich jedoch die Anzahl der Fahrten reduzieren, damit ich erstens von den Fahrten nicht so erschöpft bin und auch das Unfallrisiko reduziere, weshalb ich mir in Frankfurt ein kleines 18m² Zimmer gemietet habe, da ich dies glücklicherweise zu einem Schnäppchenpreis von etwa 230€ erhalten habe. Dadurch musste ich nur noch Montag hin- und Mittwoch zurückfahren und hatte Dienstag die Kurzfahrt in Frankfurt zur Arbeit.

Ich will somit mein Zimmer in Frankfurt als Zweitwohnsitz steuerlich geltend machen, da ich dort meist nur 2 Nächte schlafe und meine Familiie und Freunde an meinem Hauptwohnsitz sind.

Nun habe ich das Problem, dass ich die Tankbelege nie gesammelt habe und für 2016 Werbungskosten von etwa 7800€ und in 2017 von etwa 9100€ (wegen der Zweitwohnung) habe. Was glaub ihr, wie das Finanzamt nun in dem Fall reagiert, wenn ich keine Tankbelege vorliegen habe?

Beste Grüße

Markus

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