Wieviele unterschiedliche Einzelaktien im Depot haben um genügend diversifiziert zu sein?

3 Antworten

Es kommt natürlich auch darauf an, welche Branchen betroffen sind und welche Länder, das müsstest Du auch ausreichend streuen. Denke aber daran, dass Du hohe Kosten bei den Einzelwerten hast.

Du hohe Kosten bei den Einzelwerten hast.

Wieso gibt es dabei hohe Kosten? Erkläre das bitte mal.

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@LittleArrow

Wahrscheinlich weil ich 22 x Fixkosten zahlen musste. Wenn ich nur 1 Posten hätte gibt es bei Direktbanken eine Maximumgebühr, die in Bruchteil ist von den einzelnen Fixkosten zusammengerechnet.

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@suedlaender

Bei 150.000 und 22 praktisch gleichverteilten Werten hat man Positionsgrößen über 4.000 EUR, d.h. bei einer ING-Diba ist man damit bei recht günstigen Transaktionskosten, die sich auch durch Zusammenfassung nicht wirklich viel ändern - höchstens durch Deckelung der Transaktionskosten.

Positionsabhängige Depotkosten gibt es bei Direktbanken eigentlich nicht.

Damit dürften die Kosten der Einzelwerte in einer sinnvollen Relation zu den Anlagebeträgen stehen.

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@suedlaender

Klar, man hätte auch 150.000 EUR auf eine Aktie setzen können. Spart ungemein Kosten (hahahaha) und trägt zur Diversifikation ebenso ungemein (negativ) bei.

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Du willst ernsthaft ein Aktiendepot zusammenstellen, dass es Rendite bringen soll und dann willst du auch noch genug diversifiziert sein?

Warum?

Mit Blue Chips bist du natürlich nicht auf Nebenwerten, mit europäischen nur europäisch, mit einem Teil der Welt nur auf den Teil der Welt und so weiter investiert. Dazu darfst du keine "Hobbys" haben, weil du sonst Growth oder Value, billig oder teuere Werte oder auch gut laufende oder schlecht laufende übergewichtest.

22 Bluechips können einen großen Teil der großen Werte der Welt abdecken, Sie können aber auch keine nennenswerte Risikostreuung bedeuten. Ob du in de ersten Variante ausreichend diversifiziert bist??? Hängt davon ab aber zu einer nennenswerten Diversifikation in dne Regionen ist es sicher zu wneig.

Wenn du bedenkst, dass sich auch institutionelle Anleger aus Gründen der Risikodiversifikation Fonds bedienen, sollte dir klar sein, wie aussichtslos es ist, es selbst zu versuchen, das Risiko halbwegs ordenltich zu diversifizieren.

Diversifikation betrifft verschiedene Merkmale eines Portfolios, u.a.

  • Ausfallsrisiken

  • Branchenrisiken

  • Regionale Risiken/Länderrisiken

  • Währungsrisiken

  • Konjunkturrisiken (z.B. Zykliker vs. Nichtzykliker)

22 Einzelaktien zu halten bedeutet, daß der Anteil jeder einzelnen Aktie um die 4,5% liegt. Blue Chips haben in der Regel eine relative geringe Ausfallswahrscheinlichkeit (aber keine von Null, siehe DEC, Enron, Global Crossing, Lehman Bros, ...), so daß das Risiko eines Einzelausfalls recht begrenzt ist. Normalerweise versucht man, einzelne Positionen im Bereich von max. 2,5% zu belassen, was ca. 40 Aktien entspricht. Rein numerisch könnte man bei 22 Qualitätswerten auch einen Haken daran machen.

Diversifikation bedeutet jedoch auch, daß man in Bezug auf Branchen, Währungen und Regionen gut verteilt ist. Das kann man erst sagen, wenn man die prozentualen Anteile der einzelnen Bereiche betrachtet. Ein Portfolio, das beispielsweise nur 22 deutsche Aktien enthält, wäre vielleicht in Bezug auf Branchen und Ausfallsrisiken diversifiziert, nicht aber regional. Passiert etwas in Deutschland (z.B. eine unternehmensunfreundliche neue Steuer- oder Arbeitsrechtgesetzgebung), dann könnten alle Aktien gemeinsam in die Tiefe rauschen. Daher kann ein Portfolio aus gut ausgewogenen, 22 europäischen Werten kann jedoch auch durchaus ausreichend diversifiziert sein, wenn dies alles globale Unternehmen sind, die im Prinzip überall in der Welt sitzen könnten - zufällig aber in Europa sitzen.

Das ist der Grund, warum institutionelle Anleger dann Teile ihres Portfolios durch ETFs ergänzen, die eine weitere Diversifikation mit sich bringen, jedoch nicht die Auswahl von Einzelaktien erfordern.

Überlege doch einfach, wo die wesentlichen Risiken lauern und was die Auswirkungen auf Dein Portfolio wären. Es wäre mit einer zu großen Zahl von Aktien in Deinem Portfolio auch das Risiko der Verzettelung zu betrachten, denn Du wirst den Überblick verlieren.

Die Einzelwerte wären: Sanofi, Essilor, HSBC, McDonalds, Yum, Unilever, Nestle, Air Liquide, At&T, British American Tobacco, Commonwealth Bank of Australia, Heineken, IBM, Loreal, Nextera Energy, Philip Morris, Total, Schlumberger. Pepsico, LVMH; Canon, Bank Of Nova Scotia. Das wars glaube ich. Habe noch vor BHP Bil. dazuzukaufen.

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@suedlaender

Schön, aber Du erwartest jetzt wohl nicht, daß ich das in meine Analysesoftware kippe und die nächsten Stunden Fundamentaldaten und Charts untersuche. Der letzte Absatz meiner Antwort war eigentlich eher eine Aufforderung an Dich, das mit Bordmitteln zu tun ;-)

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@suedlaender

Bei der Auswahl denkst du ja wohl hoffentlich selbst nicht dass das auch nur halbwegs dut diversifiziert ist. Gefühlt 1/3 Frankeich, 1/3 USA.

Deutschland, Spanien,Italien, Osteuropa und ein Großteil des Restes der Welt, der wie die ersten vier Länder/Region auch durchaus der sein kann, wo man kommendes Jahr die Gewinne macht ist nicht vertreten. Asien ist nur als Alibi vertreten.

Sonst habe ich neun Konsumwerte gezählt.

Gefühlt würde etwas Siemens, Fiat, etwas aus Polen, Skandinavien, der Türkei, Afrika, Russland, Indonesien, Südamerika und so weiter helfen. Die frage ist nur, ob du dich dann nicht verzettelst.

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@Rat2010

Stimmt, aber das ist genau der Punkt, an dem man beispielsweise ETFs auf ein paar fehlende Märkte mit beimischen würde, um diese vertreten zu haben. Hier würde ich übrigens ETFs wählen, da die aktive Strategie eines konventionellen Fonds die Effekte der Einzelaktien konterkarieren könnte.

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ETF Portfolio Zusammenstellung. Beginn mit 5.000€ & Sparplan, wie weit diversifizieren?

Hallo zusammen,

ich benötige objektive Stimmen zu meinem Portfolio, welches ich die Tage angehen möchte. Es geht mir nicht darum, meine exakten ETFs aufzuschreiben, sodass ich eine Meinung dazu bekomme. Vielmehr geht es um die Zusammenstellung meines Portfolios und ob die Sinn ergibt.

Ich wollte 5.000€ investieren mit einem darauffolgenden Sparplan von 200€ pro Monat. Ich kann bis zu 5 Sparplan-ETFS aufsetzen. Meine Risikostufe würde ich bei 7 einschätzen auf einer Skala bis 10. Ich möchte ein breit diversifiziertes Portfolio.

Meine Fragen: 1. Bei einer EInmaleinlage und dem Sparplan der darauf folgt: Würde es Sinn machen, die 5000€ vermehrt in nicht-sparplanfähige ETFs zu investieren? Macht es bei diesem Plan überhaupt Sinn auf mehr als 4/5 ETFs zu sparen? Genauere Details schreibe ich in die ETF-Beschreibungen. 2. Sollte es SInn machen, würde ich gerne weiter diversifizieren bei den Aktien-ETFs und Richtung Kommer's Weltportfolio gehen. Soweit ich das sehe, habe ich überhaupt keine Small & Mid Caps im Portfolio, allerdings macht dieses Portfolio bei den Summen glaube ich noch keinen SInn. 3. Würde ein S&P 500 bei einem MSCI World /ACWI überhaupt SInn machen? Der Fokus liegt erneut auf den USA und soweit ich das verstehe, bestehen diese zum großen Teil aus dem S&P 500. 4. Ich möchte sowohl Divididenden-Ausschüttende als auch thesaurierende ETFS, also keine 100% von keiner Sorte. Macht das Sinn oder gibt es hier etwas, was ich nicht verstehe? Ich habe es mir gut überlegt und möchte sowohl den Zinseszins-Effekt, als auch die kleine Motivation, wenn ich ab und zu was auf dem Konto sehe (zudem die Steuerfreiheit bis 800€).

65% Aktien (davon 70% MSCI World / 30% MSCI EM) 25% Anleihen 10% Rohstoffe / Immobilien

  1. MSCI World
  2. MSCI EM
  3. (Obwohl ich gerne weiter diversifizieren würde, da ich ja auch keine Small / Middle Caps wirklich habe. So habe ich dementsprechend auch über MSCI Europe/Asia Small Caps, Euro Stoxx50.. gedacht. Ebenso über den S&P 500 aber dieser ist ja mehr oder weniger vom MSCI World schon mitabgebildet, oder?)
  1. IShares Markit IBOXX EUR Liquid Sovereigns Capped oder X-Trackers II IBOXX Global Inflation
  2. X-Trackers DBLCI - OY Balanced ETF

Das wären meine Aktien-ETFS. Würde es jetzt in die weitere Diversifizierung gehen (Frage 2), würde ich auch über folgende ETFs nachdenken. 1. MSCI ACWI - thesaurierend - unfunded swap - 0,45% TER - Aktion (Ich habe auch diesen MScI ACWI gefunden, der ebenso kostenlos und sparplanfähig ist. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der den MSCI World & EM einfach so ersetzen kann und ob dies Sinn macht..) 2. S&P 500 - thesaurierend - unfunded swap - 0,12% TER - Aktion (Alternative 1: ausschüttend - unfunded swap - 0,15% TER) (Alternative 2: thesaurierend - physisch - 0,07% TER) 3. MSCI Europe Small Caps - thesaurierend - physisch - 0,3% TER

Was denkt ihr hierzu?

Danke und LG

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