Wieviel Zinsen kann ich verlangen?

5 Antworten

Privatdarlehen: Im Grundbuch eintragen oder nicht?

Ob ein Privatdarlehen über den Eintrag einer Grundschuld im Grundbuch abgesichert werden sollte, hängt vom Risikobedürfnis des Darlehensgebers ab. Wichtig ist, dass er den Unterschied zwischen erstem und zweitem Rang kennt. Denn ein so genanntes Nachrangdarlehen kann durchaus mit einem hohen Risiko einhergehen. Als Darlehensgeber sollten Sie sich daher genau die finanzielle Situation und die gesamte Baufinanzierung erläutern lassen, um das Risiko besser einschätzen zu können.

Wie hoch sind die Zinsen bei einem Privatdarlehen?

Grundsätzlich sind die zu zahlenden Zinsen zwischen den jeweiligen Privatleuten frei verhandelbar! Da ist es natürlich verführerisch, sich von Verwandten, Freunden oder Bekannten einen Immobilienkredit mit besonders günstigen Konditionen oder sogar zinslos geben zu lassen. Die Vorteile für den Darlehensnehmer liegen auf der Hand:

  • Niedrige Zinsen und damit eine geringere monatliche Belastung. Das eingesparte Geld kann dadurch z.B. für eine schnellere Tilgung der Hauptfinanzierung eingesetzt werden.
  • Mehr Eigenkapital, das in die Hauptfinanzierung eingebracht werden kann, so dass sich in der Folge der Beleihungsauslauf für den Hauptkredit verringert und die Immobilienfinanzierung günstiger wird.

Soweit so gut, wären diesbezüglich nicht auch noch steuerliche Aspekte zu berücksichtigen.

Verlangen kannst du nur das, was damals vereinbart wurde. Das hätte im Voraus schon festgelegt werden müssen. Jetzt kannst du deinen Verwandten nur bitten, freiwillig etwas für Zinsen zu geben. Wenn er dir dankbar ist, dass du geholfen hast, wird er das sicher tun.

Wenn Du dem Verwandten von 30 Jahren ein Darlehen von 19.558,30 DM (10.000,- Euro), vor 30 Jahren zu 3 % gegeben hättest, so wären das jetzt: 24.272,62 Euro.

Übrigens bei zinsfreien Darlehen wäre die Summe der Zinsen eine Schenkung.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Mandarine

Auch ein mündlich geschlossener Darlehensvertrag ist gültig.

Der seinerzeitige Antrag auf Eintragung der Sicherungsgrundschuld (auch ohne Vollstreckungsklausel) , für den zumindest die notarielle Beglaubigung durch einen Notar (in Hessen auch das Ortsgericht) erforderlich war, enthält vermutlich auch Zinsen; sie sind im Grundbuch neben der Hauptforderung eingetragen.

Zinslose Grundschulden sind eher selten.

Zinsen verjähren allerdings in drei Jahren. Machst du Zinsen für einen längeren Zeitraum geltend, hat der Schuldner das Recht der Einrede der Verjährung.

Fehlt eine Zins-Vereinbarung, würde ich den gesetzl. Zins gem. § 246 BGB geltend machen. Dadurch würde sich die Hauptforderung um 12 % erhöhen.

Vielen Dank für Ihre Antwort. Rechtlich gesehen, kann ich also nur Zinsen der letzten drei Jahre verlangen? Wo sind diese 12% verankert? Die Verwandten sind leider verstorben, die Erben sind gegen eine Verzinsung und wollen mir nur das Ursprungsdarlehen anrechnen. Im Grundbuch ist die übliche 15 % Verzinsung eingetragen, die ja aber nicht als Verzinsung, als solche gilt.

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@Mandarine

Mandarine:

Siehe § 195 BGB Verjährung 3 J. , § 246 Gesetzl. Zinssatz 4 % (x 3 =12.

Wie vermutet, ist die Sicherungsgrundschuld verzinslich. Anspruch

15 %, 30 Jahre = Darlehen x 6.621, bei Verjährungseinrede 3 J = x 1,521

Bei Kulanz 4 % auf 3 Jahre 1,1248

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Der allgemeine Durchschnittzins für langjährige Geldanlagen liegt bei ca. 3,5%.

Bei Hypotheken etwas höher. Ausserdem sind Deine 30 Jahre ziemlich oben bei "Langjährigkeit" angesiedelt. 5,0% wären ein guter Zins - auch für den Darlehensnehmer.

Ich habe aber noch einen anderen Ansatz. Nimm den selben Bruchteil Deines Einsatzes damals vom heutigen Verkaufspreis. Vielleicht ist das ein Wert den beide Parteien akzeptieren können. b

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