Wieviel Schimmel muß vorhanden sein damit fristlose Kündigung erlaubt ist?

6 Antworten

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Wann eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, richtet sich nach objektiven Maßstäben und ist nicht allgemein zu beantworten, sondern eine Frage des Einzelfalls.

Allein die Möglichkeit, dass sich auf Grund einer Schimmelpilzbildung Sporen in der Raumluft befinden, stellt noch keine konkrete Gesundheitsgefährdung dar und reicht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung nicht aus.

Voraussetzung für eine fristlose Kündigung nach § 569 Abs. 1 BGB ist eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit. Die Mieter/innen müssen darlegen und beweisen, dass festgestellte Schimmelpilze tatsächlich toxinbildend sind und dass sich toxische Stoffe in der Atemluft befinden.

Ein einfaches ärztliches Attest, das ohne Laboruntersuchung erstellt ist, reicht hierzu nicht aus (KG, AZ: 8 U 124/02 ; AZ: 12 U 1493/00).

In absolut jeder Wohnung ist Schimmel vorhanden, nur in Operationssälen und technischen Speziallobors nicht. Allein das zeigt, dass Auftreten von Schimmel unmöglich ein Grund zur außerordentlichen Kündigung sein kann. Nur dann, wenn durch massiven Schimmelbefall eine Gesundheitsgefährdung konkret besteht, könnte eine solche Kündigungsmöglichkeit bestehen. Die Bekannte wird sich darauf einstellen müssen, für die nächsten Monate gleich doppelt Miete zahlen zu müssen.

Nicht nur wie viel, sondern auch welcher Art der Schimmel ist wichtig. Aber erstmal muss der Vermieter schriftlich unterrichtet werden, damit der den Mangel beheben kann. Sonst bliebe nur der Weg über ein Gutachten, das von einer erheblichen Gesundheitsgefährung spricht. Nach Lage der Dinge wird die Nachbarin demnächst doppelt Miete bezahlen.

Vermieter akzeptiert fristlose Kündigung nicht.

Hallo zusammen. Ich hätte da folgendes Problem: Vor drei Wochen sind wir in eine Wohnung am Bahnhof gezogen. Dieser Umstand war uns bekannt und wir dachten, daran gewöhnt man sich schon. Jetzt ist es so, das nachts viertelstündlich die Güterzüge vorbeirauschen, was einen gesunden Schlaf unmöglich macht. Der Hausarzt hat eine schwere Belastungsstörung attestiert, mit beginnenden Depressionen, Nervosität , Kopfschmerzen, gesteigerte Agressivität. All das durch schweren Schlafentzug. Der Arzt rät zu einem sofortigen Wohnungswechsel. Eine fristlose Kündigung aufgrund Gesundheitsgefährdung hat der Vermieter erhalten, widerspricht dieser aber, da das ärztliche Attest Ihrerseits nicht aussagefähig genug ist und die Umstände der Bahnhofsnähe bekannt waren. Jetzt sind wir auch noch durch eine Klausel im Mietvertrag für 2 Jahre an die Wohnung gebunden. Laut § 569 Abs.1 BGB ist ein Mieter jedoch zur fristlosen Kündigung bei Gesundheitsgefährdung berechtigt, selbst wenn der Auslöser vorher bekannt war. Auch dieses Argument lässt der Vermieter nicht gelten. Was sollen wir jetzt tun? So herrscht absolut keine Lebensqualität mehr.

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