Wieviel Schimmel muß vorhanden sein damit fristlose Kündigung erlaubt ist?

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Wann eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, richtet sich nach objektiven Maßstäben und ist nicht allgemein zu beantworten, sondern eine Frage des Einzelfalls.

Allein die Möglichkeit, dass sich auf Grund einer Schimmelpilzbildung Sporen in der Raumluft befinden, stellt noch keine konkrete Gesundheitsgefährdung dar und reicht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung nicht aus.

Voraussetzung für eine fristlose Kündigung nach § 569 Abs. 1 BGB ist eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit. Die Mieter/innen müssen darlegen und beweisen, dass festgestellte Schimmelpilze tatsächlich toxinbildend sind und dass sich toxische Stoffe in der Atemluft befinden.

Ein einfaches ärztliches Attest, das ohne Laboruntersuchung erstellt ist, reicht hierzu nicht aus (KG, AZ: 8 U 124/02 ; AZ: 12 U 1493/00).

In absolut jeder Wohnung ist Schimmel vorhanden, nur in Operationssälen und technischen Speziallobors nicht. Allein das zeigt, dass Auftreten von Schimmel unmöglich ein Grund zur außerordentlichen Kündigung sein kann. Nur dann, wenn durch massiven Schimmelbefall eine Gesundheitsgefährdung konkret besteht, könnte eine solche Kündigungsmöglichkeit bestehen. Die Bekannte wird sich darauf einstellen müssen, für die nächsten Monate gleich doppelt Miete zahlen zu müssen.

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