Wieviel Prozent von dem eigenen Einkommen sollte man als Jugendlicher/ junger Erwachsener spaaren? (Ohne Miete, essen und Pflichtausgaben)?

5 Antworten

An Prozenten würde ich das auch nicht festmachen, sondern an Zielen.

Für mich ist wichtig, einen Notgroschen zu haben für Eventualitäten. Das fängt an mit kaputter Waschmaschiene, kaputtem Fernseher, Autoreparatur bis hin, im Falle von Arbeitslosigkeit, eine gewisse Zeit bis zur Antragsbewilligung überbrücken zu können.

Deshalb sagen ja viele, man solle zwei bis drei Nettogehälter auf der hohen Kante haben.

Als noch zuhause lebender junger Mensch könnte man als Sparziel die Kaution und die Grundausstattung für die erste eigene Wohnung sich setzen. Also z.B. "in 2 Jahren will ich 3.000,-/5.000/ x € dafür gespart haben" und dann die Monatsrate ausrechnen.

Zumindest macht einen das beides unabhängig.

Dann gibt es noch Luxus-Sparziele ( Auto, Urlaub etc.).

Die andere Herangehensweise ist, sich selbst zu fragen, wieviel Konsumgeld man eigentlich angemessen findet. Beispielsweise wohnt man noch mietfrei zuhause, muss auch nichts für Essen abgeben, hat aber 700,-€ netto als Azubi. Dann kann man sich überlegen, dass eigentlich 200, 300 oder 400... genug Taschengeld zum Verplempern sind und den Rest überweist man am Monatsanfang auf ein Tagesgeldkonto. So einfach kann man nie wieder sparen. Und neues handy, neue airpods etc. würde ich auch zu kurzfristigem Konsum zählen. Und nach einem oder mehreren Jahren kannst Du Dich freuen über Kontostand x und entscheiden, wie Du den verwendest.

Es gibt keine Vorgaben. Der eine "braucht" ein eigentlich viel zu teures Auto, immer das neueste Handy, geht jeden Tag Essen und ist gewohnt, dass "man" alles auf pump macht.

Der andere hat mit 16 schon Ziele, für der spart und die sind ihm wichtiger als der ganze Kram, der ihm eh nichts gibt.

Der dritte muss sich von einem Azubigehalt oder Jobbend während des Studiums irgendwie selbst über die Runden bringen und hofft auf bessere Zeiten.

Der junge Mensch, der über sparen nachdenkt, sollte sich überlegen, was ihm wichtig ist. Das oben sehende ist nämlich ohne Wertung. Es muss auch Leute geben, die den Laden am laufen halten und da sind Leute, die es ausgabenmäßig krachen lassen nicht von Nachteil.

Trotzdem verdienen viele mehr als sie ausgeben wollen und genau das sollte man als junger, mittelalter oder auch alter Mensch sparen. Also genau so, dass kein Neid mit Menschen aufkommt, die weniger oder nichts sparen. Ob das dann 20, 40, 80 oder 100 % von dem sind, das einem nach Abzug dessen, das man zum Leben braucht übrig bleibt, hängt davon ab.

Das ist nicht in Prozenten auszudrücken, dazu gibt es viel zu viele verschiedene Einkünfte, Lebensplanungen, Ansprüche, Zeithorizonte, als dass man dazu pauschale Angaben machen könnte.

Wenn Du €500 im Monat "sparen" kannst, also übrig hast, sind das 67%, das kann prozentual betrachtet kaum jemand, als Betrag schon viel eher.

Was interessiert Dich also, wieviel andere sparen können?

Leg drei Monatseinkünfte für Notfälle oder Sonderbedarf zurück und was Du dann noch übrig hast, nutzt Du dann entsprechend Deiner eigenen Vorstellungen. Hau es auf den Kopf (was ich nicht empfehlen würde, aber manchen macht es glücklich) oder leg es langfristig an. Das kannst nur Du selbst für Dich entscheiden.

Wie andere für sich entscheiden, sollte Dich gar nicht interessieren.

Um es kurz zu machen:

Erst eine Reserve von drei Nettogehältern aufbauen.

Dann 20% des Nettolohns jeden Monat per Sparauftrag investieren zum Vermögensaufbau.

Das ist nicht in Stein gemeißelt, hat sich aber bewährt und wird an vielen Stellen so empfohlen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Stellt sich doch erst einmal die Frage nach der Höhe der Einnahmen und welche Kosten insgesamt im Raum stehen.

azubi lohn um die 750€ davon spaare ich 500 jeden monat

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