Wieviel Prozent der Eigenleistung am Bau wird die Bank glauben bei der Finanzierung?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Banken haben da so ihre Richtwerte. So ist z.B. dem Häuslebauer durchaus zuzutrauen, dass er Teppich verlegen und die Wände anmalen - ggf. sogar tapezieren kann.

Aber schon beim Fliesenlegen hört vieles auf.

Hat dein Bruder ein Handwerk gelernt ? Kann er eines der typischen Gewerke selbst ausführen ? Das wäre dann für ihn ein weiterer Pluspunkt.

Ich würde mir von vielen Banken Angebote einholen, vergleichen und abwägen. Vielleicht klappt es und er bekommt seine Vorstellungen durch.

Grundsätzlich bewerten Banken Eigenleistungen am Bau ("Muskelhypothek") gering, wenn es um die Berechnung der Eigenkapital-Quote geht. Der kalkulatorische Stundenlohn liegt bei 20-30 EUR/Std. und einer durchschnittlichen Bauleistung von etwa 20 Stunden pro Woche (schließlich soll der Bauherr ja nebenbei auch noch "richtig" arbeiten und Geld für die Rückzahlung der Hypothekenraten verdienen...).

Das ganze macht eigentlich nur Sinn, wenn einem das Grundstück bereits lastenfrei gehört (z.B. durch Erbschaft oder Schenkung).

Andernfalls setzt die Bank für die sog. Erstellungskosten des Hauses (Lohn und Material) üblicherweise 50% des Gesamtaufwandes an. Da Dein Bruder das Material aber kaufen muss und bestimmte Gewerke (Elektro / Heizung usw. ) gar nicht selbst ausführen kann/darf, liegt die Quote für die Eigenleistung kaum über 10-15% der Gesamtkosten.

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