Wieviel Pflichtanteil bekommt man bei Berliner Testament?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auch beim Berliner Testament können pflichtteilsberechtigte Ihren Pflichtteil geltend machen.

Nachteil für die, die das tun, sie werden beim zweitversterbenden automatisch auch auch Pflichtteil gesetzt.

Beispiel:

Nehmen Wir an, der Ehemann hat ein Vermögen von 200.000,- und verstirbt. Er hinterläßt Frau und 2 Kinder. Es besteht ein Berliner Testament. Also Frau bekommt alles, wenn die Frau stirbt, bekommen die Kinder je 100.000,-, für den Fall, dass sich ncihts ändert.

Nun will aber ein Kind seinen Pflichtteil haben.

Pflichtteil 1/2 vom gesetzlichen Erbe. Gesetzliches Erbe wäre bei normaler Verteilung 100.000,- Ehefrau, Kinder je 50.000,-.

Das Kind was Pflichtteil will bekommt somit 25.000,-

Nach einigen Jahren verstirbt die Mutter. Hinterläßt somit 175.000,-.

Nun wäre das gesetzliche Erbe 87.500,- pro Kind.

Das Kind was den Pflichtteil vorab wollte bekommt somit nur noch 43.750,-.

Das gedultige Kind bekommt 131.250,-.

Nochschlechter natürlich, wenn auch die Mutter noch Vermögen hatte. Wären da nochmal 200.000,- gewesen, würden auch davon nur noch 50.000,- statt 100.000,- an den vorab bedienten wandern.

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Wie sieht es denn mit dem unehelichen Kind aus, das ist ja nicht verwandt mit mit der Letztversterbenden?

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@Snooopy155

ich schätze, die Ehefrau bekommt die Hälfte und die beiden Kinder ( ehelich und unehelich ) zu gleichen Teilen die andere Hälfte des Nachlasses. K.

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@Gaenseliesel

Ganz nebenbei, in diesem Fall ist der Letztversterbende die Ehefrau. Wie kann die dann die Hälfte erben?

Wenn kein Testament gemacht worden wäre, würde das eintreten, was Du geschrieben hast.

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@Snooopy155

@snoopy

Diese Regeln sind alle relativ kompliziert. Wenn es ein uneheliches (oder besser aussereheliches/voreheliches) Kind gibt , dann würde es ja ohnehin nur gegen eine Erbberechtigt sein und müßte in dem berliner Testament entweder gesondert berücksichtigt werden, oder ausdrücklich mit den/dem anderen Kind(ern) gleichbehandelt werden.

Also eindeutig Sonderform des berliner Testaments.

Es gibt für Sonderwünsche auch noch eine Jastrowsche Formel. Aber mit diesen Sonderfällen entfernen wir uns sehr weit vom Normalfall.

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Nehmen Wir an, der Ehemann hat ein Vermögen von 200.000,- und verstirbt.

Wieso nicht die 75.000 EUR der Fragestellung?

Nach einigen Jahren verstirbt die Mutter. Hinterläßt somit 175.000,-. Nun wäre das gesetzliche Erbe 87.500,- pro Kind.

Noch so eine Annahme, die die Fragestellung nicht hergibt: Das Erb- oder Pflchtteilsrecht eines Stiefkindes könnte bei befreiter Vorerbschaft der Längslebenden nun wirksam ausgeschlossen werden.

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