Wieviel Mieterhöhung nach Fassadenerneuerung ist zulässig?

2 Antworten

Wurde bei der Fassadenerneuerung auch Wärmedämmung aufgebracht? Wenn "ja", ist es eine Modernisierung, derzufolge nach § 559 BGB die Kosten (teilweise) um bis zu 11 % auf die Miete aufgeschlagen werden dürfen. Die Kappungsgrenze nach § 558 BGB von max. 20 % innert 3 Jahren gilt dabei nicht.

Wie sich die "zulässigen" Modernisierungsmehrkosten richtig zu rechnen haben und welche Fristen für die Ankündigung und erste Fälligkeit der Mehrmiete zu beachten sind, enthält dieses Merkblatt: http://www.bmgev.de/mietrecht/files/Modernisierung-2006.pdf

So einfach ist Deine Frage hier nicht zu beantworten, denn man sollte den genauen Wortlaut kennen, mit dem der Vermieter die Mieterhöhung begründet.

Es gibt aber trotzdem Obergrenzen für eine Mieterhöhung. So kann die Miete innerhalb von 3 Jahren nur maximal um 20% erhöht werden und darf dabei die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigen.

In Deinem Fall wird der Eigentümer aber Moderniesierung und zu erwartende Energieeinsparung als Begründung anführen. Über Modernisierungsmassnahmen müssen die Mieter in der vorher informiert werden und diesen auch zustimmen. Bei Modernisierungsmassnahmen kann der Vermieter die Kosten für die Modernisierung mit 11% auf die Jahresmiete umlegen, aber er hat vorher die fiktiven notwendigen Instandhaltungskosten für die Fassade abzuziehen. Wenn er diese Dinge eingehalten hat und Deine Zustimmung zu dieser Modernisierung vorlag, dann ist die Mieterhöhung rechtens und diese kann durchaus auch 30% Kostensteigerung bedeuten.

So kurz wie Du den Sachverhalt geschildert hast sehe ich aber gewisse Chancen, dass der Vermieter sich nicht vollständig an das geltende Recht gehalten hat. In diesem Fall gilt es Einspruch zu erheben und eine detaillierte Berechnung der Mieterhöhung zu verlangen.

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