Wieviel erbt Schwester vom Hausverkauf der Eltern?

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6 Antworten

Hoppala:

Die Eltern haben ihrer Tochter im Wege der vorweggenommenen Erbfolge das Eigentum an einen Bauplatz übertragen und gleichzeitig mit dem Sohn vertraglich vereinbart, dass er nach ihrem Tod das von ihnen noch bewohnten Hausgrundstücks erhält. Richtig?

Was haben die Eltern im notariellen Vertrag hinsichtlich der Ausgleichung bestimmt? Haben die Ausgleich angeordnet oder ausgeschlossen (vergl. § 2050 (3) BGB)?

Der Wert der Zuwendung (Bauplatz) ist nach dem Zeitpunkt zu bestimmen, zu dem die Zuwendung gemacht wurde, doch hat ein rechnerischer Ausgleich des seither bis zum Erbfall eingetretenen Kaufkraftschwundes zu erfolgen. Der ausgleichspflichtige Wert wird nach folgender Formel errechnet:

Wert zum Zeitpunkt der Zuwendung x Lebenshaltungssindex zum Zeitpunkt des Erbfalls : Lebenshaltungsindex im Zeitpunkt der Zuwendung.

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Lebzeitig können die künftigen Erblasser mit Bauplätzen, Häusern und sonstigem Vermögen anstellen was sie wollen, oder das neidische Kinder da etwas zu fordern hätten.

Als Erbe/in bzw. Pflichtteilsberechtigte/r können sie im Erbfall aus lebzeitige Schenkungen innerhalb von 10 Jahren degressiv, d. h. im Übertragungswert jährlich 10% fallend, Pflichtteilsergänzungsanspüche stellen.

Dieser Wert würde dem Nachlass hinzugerechnet und, derart erhöht, dann zur Pflichtteilsquote ausgeglichen.

Nach 10 Jahren wären alle Schenkungen vollzogen, ohne das es Ausgleichsforderungen gäbe.

Und bei einem Verkauf oder Anrechnung eines Wohnrechts oder Pflegepflicht stünde dem ja ein Wert entgegen, der keinerlei Anrechnung ergäbe.

G imager761

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Ohne Details zu kennen, kann man wenig sagen. Wenn das Grundstück vor über 10 Jahren verschenkt wurde, dann wird es nicht mehr beim Erbe berücksichtigt.

Wäre beides gleichzeitig verschenkt worden, die Eltern sterben beide in Kürze gleichzeitig, dann kannst du den Anspruch auf den gesetzlichen reduzieren. Und dann mag sein, dass gar nichts auszuzahlen ist.

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Diese Frage beantworten kann man nur dann, wenn man weiß, ob letztwillige Verfügungen bestehen und wenn man weiß, welche Vereinbarungen anläßlich der Grundstücksschenkung an die Schwester getroffen wurden in dem damals geschlossenen Notarvertrag.

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" Wieviel erbt Schwester vom Hausverkauf der Eltern? " ...... wenn die Eltern versterben?? Alles Eventualitäten ohne nähere Einzelheiten zu kennen. Existiert vielleicht ein Testament ?

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Der Erbfall ist ja noch nicht eingetreten - also wird zunächst einmal nichts geerbt.

Dann gibt es noch Fristen, 10 Jahre, die eine Schenkung zurückliegen muss, dann erbt auch der überlebende Ehegatte zu mindestens 50%.

Hier wird schon etwas verteilt, was gar nicht zu verteilen ist !!!

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Hoppala 13.04.2013, 21:00

Mein Mann hat dafür unterschrieben, dass er das Haus bekommt. Hab nur Bedenken, dass er leer ausgeht falls Pflege und co. noch eintreten. Müsste nicht die Schwester ihn dann ausbezahlen, da sie ja den anderen Bauplatz geerbt hat?

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imager761 17.04.2013, 21:35
@Hoppala

Sofern die Schenker keine Ausgleichspflciht vereinbart haben nicht. So ist das mit Geschenken nuin einmal :-)

Und richtigerweise können beide Schenkungen bzw. Zusagen widerrufen werden, wenn durch Kosten eines Pflegeheimplatzes Verarmung des Schenkenden einträte :-)

Der muss nämlich zuförderst all sein Vermögen für die eigenen Pflege einsetzen :-)

"Man soll das Fell des Bären eben nicht verteilen, bevor er erlegt ist" - alte Jägerweisheit.

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