Wieviel bekommt das Finanzamt nach vorzeitiger Kündigung der Riesterrente?

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4 Antworten

Es wird nicht das zu versteuernde Einkommen gemindet, sondern du hattest eine echte Steuerminderung in dieser Höhe.

Die muss natürlich zurückgezahlt werden, weil sich ja herausgestellt hat, dass du vorzeitig schädlich darüber verfügt hast, wie es im schönen beamtendeutsch heißt.

Das wird dir im übrigen von deiner Riesterrentenrückzahlung abgezogen und nicht vom Finanzamt zurückgefordert.

Nach Rücksprache mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen wird Ihr Vertragspartner die Zulagen und Steuervorteile von Ihrem Guthaben abziehen und den Rest an Sie auskehren.

Auszug aus Finanztip:

Riester-Verträge dienen der Altersvorsorge. Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Riester-Vertrag vorzeitig aufzulösen oder das angesparte Geld für einen anderen Zweck zu verwenden, gilt das als schädliche Verwendung: Sie müssen alle erhaltenen Förderungen zurückzahlen. Das gilt sowohl für Zulagen als auch für Steuervorteile. Es gibt jedoch Ausnahmen, beispielsweise die Entnahme Ihres Guthabens für den Erwerb einer selbstbewohnten Immobilie, was nicht als schädliche Verwendung gilt.

Zusätzlich müssen die erwirtschafteten Zinsen nachträglich versteuert werden. Sie fallen als sonstige Einkünfte an, weil die Befreiung von der Abgeltungssteuer auch für frühzeitig gekündigte Verträge besteht.

Mehr hierzu bei: http//www.finanztip.de/riester/foerderung/#ixzz4RJAr0R4e

Schwerer Sicksalsschlag, oder?

Erst mal wird nicht mehr abgezogen, als du via direkten Zulagen und Einkommensteuer davor bekommen hast. Allerdings auch nicht weniger.

Weil du dir aber eventuelle einmalige Abschlusskosten und sonstige Kosten behalten kannst, kann der Anteil an Förderung ziemlich hoch sein. 

Es werden sämtliche erhaltenen Zulagen und ggf. steuerliche Rückzahlungen einbehalten.

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