wieso werden Renten der Emerging Markets so abgestraft?

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3 Antworten

Das hat derzeit einige Gründe.

  • Die US-Notenbank könnte ihre Politik des losen Geldes wieder straffen. Daher nehmen Anleger ihr Geld aus Risikoassets stärker heraus und fokussieren auf (vermeintlich) sichere Anlagen - typischerweise im eigenen Land. Das trifft Emerging Markets Aktien und Anleihen.

  • Die Zinsen könnten demnächst steigen. Das wird Anleihen mit langer Restlaufzeit mehr treffen, solche mit kurzen Restlaufzeiten weniger. In jedem Fall werden die Kurse dadurch fallen.

  • Die Binnenmärkte der Emerging Markets sind noch nicht funktionstüchtig, die Wirtschaft primär zu tragen. Sie hängen noch am Tropf der Industrieländer und an deren Geld. Ein Rückzug von Investoren wirkt sich hier also überproportional aus.

  • Die Emerging Markets sind im Vergleich zu den Developed Markets deutlich weniger liquide. Rentenmärkte noch viel mehr. Der Verkauf von Assets wirkt sich damit stärker kursdrückend aus, als wenn diese Volumina in entwickelten Märkten (USA, Europa) auf den Markt kämen.

Also ist es logisch, daß die Korrektur an allerlei Rentenfonds sichtbar ist. Achte jedoch auch auf die Ausschüttungen - diese werden deutlich weniger (wenn überhaupt) einbrechen. Nach einer Erholungsphase der Anleihenmärkte dürften also die entsprechenden Fonds durchaus wieder attraktiv sein.

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Weil diese Märkte mit dem Geld aus den Industrieländern künstlich aufgeblasen wurden und jetzt dieses Geld wegen steigender Zinsen wieder dahin zurückfließt wo es herkommt.

Die Schwellenländer sind kapitalschwache, innerlich zerrissene und korrupte Popanze, denen man sein Geld besser nicht anvertrauen sollte.

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Weil Carry Trades aufgelöst werden. Das kann sich fortsetzen.

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