Wieso können einige Investoren ihre Immobilien so lange im Leerstand halten?

4 Antworten

Wer am Markt vorbei baut, muss das hinnehmen. Man kann aber unter Umständen, das in der Bilanz zu höheren Wert behalten, wenn man eben im Kaufpreis nicht runter geht.

Das klappt aber nur, wenn man mit Eigenmitteln baut, oder die Zinsen zumindest zahlen kann.

 So am Markt vorbei zu investieren muss doch eigentlich massiv schaden.

Nur dem Investor. Die Wirtschaft wird angekurbelt. Die Bauunternehmen haben Aufträge, deren Arbeiter Lohn und Brot. 

Der Investor/Bauträger verliert zumindest zum Teil sein Eigenkapital. Eventuell noch die Bank einen Teil des Kredites, wenn hoch finanziert wurde.

Ein Immobilienfond braucht Immobilien. Die baut er mit Investorengeld aus. Verkauft er Sie billiger ist das Geld verbraten. Wartet er, ist das Geld noch da. Bewertet er sie mit einem Phantasiepreis steigt der Wert des Fonds sogar noch. Steigt der Wert bekommt er mehr Geld on neuen Investoren.
Erst wenn alle Ihre Anteile zurück wollen müsste man Abrechnen. Google mal "Fonds Geld verloren"

Andereseits kann es eben dauern, bis man einen Dummen findet der jeden Preis zahlt.

In vielen Städten ist die Steigerungsrate der Immobilienpreise derzeit höher als die Zinsen. Solange das anhält, kann man lange warten. Überdies lassen sich vermietete Wohnungen schlechter verkaufen als leerstehende.

Anderenorts gibt es aber auch schon mehr Angebot als Nachfrage. Dann bleibt man eben so lange auf den zu teuren Wohnungen sitzen, bis es wegen Verzehr von Eigenkapital (durch die Kreditzinsen) zum verlustreichen Notverkauf oder einer nicht kostendeckenden Vermietung kommt.

Ist ja keine Stadt mit 11 tsd Einw

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