Wiederverkauf von Werbemitteln – MWST berechnen?

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4 Antworten

Der Soundcomputer kann vor dem Verkauf ins Privatvermögen entnommen werden. Der im Anschluss erfolgende Privatverkauf unterliegt dann grds. nicht den Garantie- und Gewährleistungspflichten eines Unternehmers.

Eine Entnahme gilt als Anschaffung i.S.d. EStG (§ 23 Abs. 1 S.2 EStG). Wird der Soundcomputer dann innerhalb der umgangssprachlich als Spekulationsfrist bezeichneten Frist veräußert, ist ein Veräußerungsgewinn/-verlust einkommensteuerpflichtig (§ 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG).

Die Entnahme aus dem Betriebsvermögen ist grds. mit dem Teilwert anzusetzen (§ 6 Abs. 1 Nr .4 EStG) und stellt eine Betriebseinnahme dar.

Bestand bei Anschaffung eine Vorsteuer-Abzugsberechtigung, so stellt die Entnahme eine sog. gleichgestellte Lieferung dar (§ 3 Abs. 1b Nr. 1, S.2 UStG).

Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer (19%) ist der Einkaufspreis zzgl. Nebenkosten; d.h. der Wiederbeschaffungspreis. Dieser entspricht regelmäßig dem o.g. Teilwert (§ 10 Abs. 4 Nr. 1 UStG).

Ob Entnahme oder Verkauf aus dem Betriebsvermögen, die diesbezügliche Gewinnauswirkung ergibt sich aus der Differenz zwischen Teilwert und Restbuchwert zum Entnahme-/Veräußerungszeitpunkt. Ebenso fällt anhand der Sachverhaltsangaben in beiden Fällen Umsatzsteuer an.

Beim Verkauf aus dem Betriebsvermögen sind die Rechnungspflichten des UStG zu beachten (§§ 14, 14a UStG, §§ 31 ff. UStDV).

Die Überschrift mit den "Werbemitteln" ist etwas irreführend, wenn es dann um Anlagegüter geht.

Du hast doch beim Kauf Vorsteuer abgezogen. Ausserdem wirst Du ja bei 590,- netto keine Sofortabschreibung gemacht haben, denn es sind ja mehr als die Sofortabschreibungsgrenze von 410,- Euro, sondern ein Kauf, der in den Sammelposten eingeht, der auf 5 Jahre abgeschrieben wird.

Wenn Du nun verkaufst, ist es ein normaler Umsatz, also bei Verkauf für 357,- Euro mal als Beispiel, 300,- Erlöse und 57,- Umsatzsteuer.

Dann hast Du noch den Anlagenabgang, also bei 590,- müsstest Du in 2016 anteilig 118,- AfA gehabt haben und kannst dann die 472,- als Anlagenabgang von dem Posten ausbuchen.

Das Instrument ist Betriebsvermögen. Den Verkaufserlös verbuchst Du als Betriebseinnahme incl. USteuer. Die Afa läuft weiter.

Impact 19.07.2017, 14:36

Die Afa läuft weiter - wie meinst Du das?

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Impact 19.07.2017, 19:38

Natürlich läuft die AfA nicht weiter - wie kann man solche Ideen haben.

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"590€ zzgl Mwst, weshalb ich dieses als AfA verbucht hatte" - ehrlich?

Du kannst doch die MWSt nicht als AfA geltend machen.

Du kannst auch nicht einen Gegenstand, der zum Betriebsvermögen gehört, plötzlich als Privatgegenstand behandeln.

Ausweisen musst die die MWSt nicht, aber dennoch bezahlen.

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